Veranstaltungsdetails

Lesung Anita Blasberg

Immer weniger Menschen vertrauen den Institutionen dieses Landes – weder der Regierung noch den Medien, noch nicht einmal der Wissenschaft. Doch wie konnte es so weit kommen? Anita Blasberg rekonstruiert in "Der Verlust" die schrittweise Erosion des Vertrauens - am Beispiel ihrer eigenen Mutter und entlang historischer Bruchstellen und Protagonisten.

Anita Blasberg möchte verstehen, was so viele Menschen entfremdet hat von der Politik. Sie begibt sich nach intensiven Gesprächen mit ihrer Mutter auf eine Reise. Sie trifft Franz Müntefering, den ehemaligen Vizekanzler, Charlotte Nick, eine Hamburger Klinikärztin, Gabriele Gebhardt, eine frühere Baumaschinenzeichnerin aus Halle. Sie spricht mit der Bochumer Stadtkämmerin Eva-Maria Hubbert und Christian Kastrop, jenem Berliner Ministerialbeamten, der die Schuldenbremse erfunden hat. Ihre Geschichten und die aller anderen Gesprächspartner*innen offenbaren die tiefer liegenden Gründe dafür, warum sich die Bande zwischen dem Land und seinen Bürger*innen gelöst haben, warum das Vertrauen schwindet.

"Vertrauen verschwindet nicht von heute auf morgen. Es verschwindet nicht einfach so. Es wird strapaziert wie ein starkes Tau, das erst porös wird und schließlich reißt." (Buchzitat)

Anita Blasberg, 1977 in Düsseldorf geboren, studierte Sozialwissenschaften, Politik, Psychologie und Germanistik. Seit 15 Jahren arbeitet sie als Redakteurin und Reporterin für DIE ZEIT. Sie wurde mit dem Deutschen Sozialpreis, dem Deutschen Reporterpreis und dem den Prix Italia ausgezeichnet. Sie hat zwei Söhne und lebt mit ihrer Familie in Wedel.

Der Abend wird moderiert von Thomas Frankenfeld.

Eintritt: 8 Euro. Karten verkaufen wir an der Info und im Buchhaus Steyer.
 

Anita Blasberg (Foto: Vera Tammen)
Anita Blasberg (Foto: Vera Tammen)
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Buchtitel "Der Verlust" (Foto: Rowohlt Verlag)
Buchtitel "Der Verlust" (Foto: Rowohlt Verlag)
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