Auf in die Schule!

Heute starten die neuen Erstklässler ihre Karriere in die Welt des Wissens

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Probenbild der großen Show: An der Albert Schweitzer Schule wird "Die kleine Raupe Nimmersatt" aufgeführt. Foto: privat
Probenbild der großen Show: An der Albert-Schweitzer-Schule wird "Die kleine Raupe Nimmersatt" aufgeführt. Foto: privat

Was für ein aufregender Tag: Einschulung. An den drei Wedeler Grundschulen brechen die Kinder in die Welt der Zahlen, Buchstaben und Fakten über alles mögliche Wissenswerte auf. Die Lehrerinnen und Lehrer, Schulsozialarbeiterinnen, Betreuungskräfte und viele andere gute Geister freuen sich auf die neue Generation.

Fünf erste Klassen mit insgesamt 105 Kindern werden an der Albert-Schweitzer-Schule unterrichtet. Schulleiterin Silke Binger hat zwar noch eine unbesetzte Lehrer-Stelle, ist aber mit ihrem 37-köpfigen Kollegium gut aufgestellt. Hinzu kommen noch engagierte Personen für Schulsozialarbeit und Ganztagsbetreuung. Außerdem können Vertretungslehrkräfte angefordert werden, wenn's eng wird. "Das ist richtig gut", sagt sie. Etwa 20 Prozent der Kinder haben einen "hohen Präventionsbedarf" - sie weisen besipielsweise soziale oder emotionale Defizite auf oder haben Konzentrationsprobleme. Aber mit ihrer motivierten Crew holt sie alle Jungen und Mädchen da ab, wo sie bei der Einschulung stehen - und hilft bei der Entfaltung. Selbstverständlich wurde auch wieder eine Klasse mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) eingerichtet.

"Großartig" wertet sie die Zusammenarbeit mit der Stadt in Hinblick auf den Neubau. Die Kommunikation mit dem Rathaus verlaufe positiv und vorausschauend. Die Sanierung des von einem erheblichen Wasserschaden betroffenen „Alten Neubaus“ geht weiter. Im Winter waren mehrere Klassenräume durch einen Rohrbruch und dadurch in Decken und Wände eingesickertes Wasser so stark beschädigt worden, dass der Unterricht für die betroffenen Klassen seither in einem Container-Ersatzbau stattfindet. Die Arbeiten – deren Kosten von der Versicherung gedeckt sind – sind sehr aufwändig, weil unter anderem der Estrich in den betroffenen Räumen entfernt und nach der Bodentrocknung neu hergerichtet werden muss.

Die Planungen für den Neubau des Westflügels - Investitionssumme insgesamt rund vier Millionen Euro zuzüglich weitere Kosten für die Erreichung des beschlossenen Energiestandards - laufen auf Hochtouren. Nach Vorliegen der Baugenehmigung wird mit den Arbeiten dort im nächsten Jahr begonnen.

Wenn jetzt noch alles mit der Aufführung der "Kleinen Raupe Nimmersatt" der Klassen 4a und 4d für die Abc-Minis klappt - und davon ist fest auszugehen - wird es für alle an der Albert-Schweitzer-Schule ein fantastischer Tag.

So ähnlich wird es auch an der Moorwegschule zugehen. Deren Leiter Linnart Ebel und das Kollegium erwarten 118 neue Kinder. Fast komplette Zufriedenheit über die Personaldecke mit 29 Pädagoginnen und Pädagogen, drei Sonderpädagogen, drei Schulassistentinnen und zwei Schulsozialarbeiterinnen und 19 Schulbegleitungen herrscht bei ihm. Besonders positiv: "Wir haben zwei ukrainische Unterstützungslehrkräfte einstellen können." Nicht nur der "normale" Unterricht ist gesichert, es gibt DaZ- Unterricht, Förderunterricht und die spezielle Spachförderklasse insbesondere für ukrainische Kinder. Hinzu gesellen sich Schulkindbetreuung und Ganztagsangebote mit Sport, Basketball, Chor, Basteln und vielem mehr.

Gute Laune macht Linnart Ebel auch der Schulträger Stadt Wedel, der in den Ferien den Verwaltungstrakt auf Vordermann bringen ließ. "Das ist hervorragend geworden. Wir freuen uns auf die nächsten Bauvorhaben mit der Stadt", so der Schulleiter.

Die Altstadtschule wird 114 Kinder begrüßen. Hier ist der Unterricht samt speziellen Angeboten und spannenden Ganztagsattraktionen um Sport, Spiel, Musik und Spaß  ebenfalls gesichert. Aber Schulleiterin Andrea Spangenberg möchte mehr Kolleginnen und Kollegen: "Wir haben eine erhebliche Unterbesetzung." Die Crux: Der Arbeitsmarkt ist leer gefegt. Aber natürlich steckt das Team nicht die Köpfe in den Sand. Es wird weiter Personal gesucht - die Hoffnung stirbt zuletzt. 

 Auch hier wurde die Stadt als Bauherr aktiv: Die Arbeiten zur Umgestaltung zweier Fachräume zu Klassenräumen gingen weiter.  Zusätzlich sind Arbeiten am Dach des Südtraktes vorgesehen, um die Installation einer Photovoltaikanlage vorzubereiten. Dass die Handwerker noch ein Weilchen im Hause sind, hat übrigens auch seine positiven Seiten. Schulleiterin Spangenberg hörte nämlich reichlich Berufswünsche der Steppkes. Favorit: Baggerfahrer. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 17.8.2022)

Letzte Änderung: 17.08.2022

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