Band-Projekt am Johann-Rist-Gymnasium wird fortgesetzt

Das Johann-Rist Gymnasium (JRG) und die Musikschule Wedel verlängern ihre Kooperation. Die beiden Schulleiter, Dr. Bertram Rohde und Jürgen Groß, unterzeichneten den neuen Vertrag

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Ein leitendes,klangvollesTrio mit Big-Band Visionen: Musikschulleiter Jürgen Groß (v.links), JRG-Schulleiter  Bertram Rohde und Ensembleleiter und Musikpädagoge Reinhard Dingel.
Ein leitendes,klangvollesTrio mit Big-Band Visionen: Musikschulleiter Jürgen Groß (v.links), JRG-Schulleiter Bertram Rohde…

Vor zwei Jahren wurde die Idee, ein Band-Projekt am JRG zu institutionalisieren, umgesetzt. Es entstand eine echte Win-Win-Situation. Das Gymnasium wollte einen höheren Praxisanteil im Musikunterricht verankern, um mit der Gründung eines eigenen Ensembles an alte Traditionen anzuknüpfen und damit das Schulleben noch attraktiver zu machen. Die Musikschule Wedel hatte ein großes Interesse daran, neue Schüler zu akquirieren und zu fördern und mit diesen musikalischen Talenten das Kulturleben in der Rolandstadt zu bereichern.

Mittlerweile profitieren rund 70 Kinder, Anfänger und Fortgeschrittene, der fünften und sechsten Klassen von diesem Zusatzangebot. Die Ausbildung besteht aus einer musiktheoretischen Grundschulung mit dem Schwerpunkt Orchesterspiel, kombiniert mit dem praktischen Erlernen eines Blasinstruments ohne dass die Schüler Vorkenntnisse haben müssen. Statt nur zwei regulärer Unterrichtsstunden stehen drei für sie im Wochenplan und darüber hinaus gibt es noch eine weitere Stunde praktischen Unterricht von den Profis der Musikschule.

"Mittlerweile kommen sechs Dozenten von meiner Schule an das JRG, um die Musiklehrer bei der praktischen Arbeit zu unterstützen", stellte Musikschulleiter Jürgen Groß zufrieden fest. Zur Auswahl stehen Querflöte, Klarinette, Hörner, Tuba, Posaune, Saxophon, Euphonium und Trompete. "Besonders beliebt bei den Mädchen ist die Querflöte und bei den Jungs die Hörner und natürlich bei beiden Geschlechtern ist das Saxophon sehr begehrt", erläuterte JRG-Lehrer und Mitinitiator Reinhard Dingel.

Die Instrumente sind von der JRG geleast und die Kosten belaufen sich einschließlich des Unterrichts auf nur 39 Euro pro Monat. Jedes Kind kann das für die Projektzeit ausgeliehene Instrument mit nach Hause nehmen, um auch dort regelmäßig üben zu können.

Nur bei der Tuba wurde eine Ausnahme gemacht. Von dem acht bis zehn Kilogramm schweren Blasinstrumente wurde ein Zweites für Zuhause angeschafft, damit die Kleinen sich damit nicht abschleppen müssen.  
"Gespielt wird ein bunter Mix. Von der Ode an die Freude bis zu populärer Musik und aktuellen Hits, die für das Orchester bearbeitet wurden", sagte der Ensembleleiter.

Ein Grund dass dieses Projekt bei den Schülern gut angenommen wird, liegt laut Dr.Bertram Rohde auch daran, dass es durch die Ausrichtung der Schule auf neun Jahre bis zum Abitur gelang, die Projektstunden in die normalen Unterrichtszeiten zu integrieren.

"Vor allem dank der Initiative und dem Engagement von der Unterstufenleiterin Frau Nanette Viebach, dem musikalischen Leiter Herrn Reinhard Dingel und den Dozenten der Musikschule trägt das Projekt jetzt schon erste Früchte. Erfolgreiche Auftritte auf dem Wedeler Sozialmarkt, bei der Kulturnacht und einigen Schulfesten zeigen, dass das Ensemble größer wird und reift", erklärte der Schulleiter. Ziel ist es schließlich, die musikalische Palette des JRG um eine Big Band zu erweitern.   (Wolf-Robert Danehl, kommunikateam, 14.06.2019)

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