Bilder, Skulpturen und ein Logo

Ausstellung mit Werken von Vilma und Alfred Amschler im Rathaus eröffnet - bis 28. Februar während der Arbeitszeiten zu bewundern

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Der Schulauer Hafen als buntes Idyll: mit Fischerbooten und Segeljachten.
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Das Rathaus war bei der Vernissage gut besucht.
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Ausflug in die 50er - solche Farb- und Firmensprache hat eine wachsende Fangemeinde.
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Schöne Auftakte: Michael Schröder (links) und Martin Ulleweit.
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Das kann man sich gut hinhängen: eine kräftig-farbige Elbszene tröstet über graue Wintertage hinweg.
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Günter Wilke stellte Leben und Werk des Künstler-Paares vor.
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Verblüffend: Holzmaserung im Katzenfell.
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Große Freunde bei der Amschlerstiftungs-Vorsitzenden Sabine Lüchau (mitte): Grafikerin Martina Bieringer und…

"Das Werk soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden." Das war der letzte Wille des Wedeler Künstlerpaares Vilma Lehrmann und Alfred Amschler - und die Kunstfreundinnen und -freunde aus der "Amschler-Stiftung" haben diesen Wünsch einmal mehr mit viel Engagement und Herzblut erfüllt. Im Rathaus sind bei der neuen Ausstellung mehr als 370 Bilder, Skulpturen und Keramiken zu sehen. Bis zum 28. Februar können Besucherinnen und Besucher während der Rathaus-Öffnungszeiten tiefe Einblicke in das Schaffen des Künstlerpaares bekommen, das seine große Zeit in den 50er bis 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatte.

Mit einer stilvollen Vernissage wurden die Werke präsentiert, die bis dato in den Archivkellern der Stadt schlummerten. Michael Schröder und Martin Ulleweit stimmten die Gäste mit Gitarrenklängen freundlich ein. Stiftungsvorsitzende Sabine Lüchau plauderte aus dem Nähkästchen, welch' großer Aufwand bei Sichtung und der Auswahl der Werke betrieben wurde und wie fleißig Mitglieder aus Stiftung und Kulturforum die Vorbereitungsarbeiten erledigt hatten. "Und da sind immer noch so viele Bilder, dass es für noch eine weitere Ausstellung reichen würde", sagte die Stiftungsvorsitzende schmunzelnd.

Monika Dohmen, Vorsitzende des Kulturforums, erinnerte ebenso wie Bürgermeister Niels Schmidt an die Großherzigkeit der Amschlers. Das kinderlose Paar hatte, nachdem Vilma Amschler 1989 starb, der Stadt nicht nur seine Kunstwerke, sondern auch 600.000 Mark überlassen, die in eine Stiftung zur Förderung von Kunst und Kultur einflossen und seitdem die Kunstszene bereichtern. Niels Schmidt: "Wir können in Wedel stolz auf unsere kulturelle Landschaft sein - und wie sie von der Stiftung unterstützt wird. Den Amschlers gilt posthum unser Dank.

Günther Wilke brachte den rund 100 Gästen der Vernissage das Leben der Amschlers näher, setzte es in zeitliche bezüge und ordnete auch die Werke ein: "Sie gehörten in den 50er Jahren zu den bedeutendsten bildenden Künnstlern Norddeutschlands." Insbesondere ist Vilma Amschler mit ihren Skulpturen im öffentlichen raum Hamburgs und Wedels präsent. Dutzende von Aufträgen zumeist für das „Kunst-am-Bau“-Programm in und um Hamburg führte sie aus. aus. In der Zeit von 1948-78 erfüllte sie, zum Teil in Zusammenarbeit mit ihrem Mann, 40 öffentliche und kirchliche Aufträge in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Die Ausstellung ist also auch eine kleine Zeitreise in die viel beschworene "Nierentisch-Ära", deren Ästhetik nicht jeden begeistert. Doch die Werke der Amschlers machen da eine Ausnahme. Farbig-fröhliche Szenen aus Wedel, von der Elbe und anderen Orten bezaubern ebenso auf eine ganz eigene Art wie Darstellungen von Tieren wie Schmetterlingen, Katzen und Fischen. Einigen aus dem Publikum gefielen jedenfalls manche Bilder so gut, dass sie nach Kaufoptionen fragten. Bislang ist das nicht vorgesehen, wird aber sicherlich noch mal zum Thema in der Stiftung werden.

Mit einer Überraschung  endete dann der offizielle Teil. Martina Bieringer und Monika Dohmen vom Kulturforum schenkten der Stiftung zwei Logo-Entwürfe. Sabine Lüchau nahm sie herzölich dankend an - welche Logo-Variante dann offiziell wird, muss noch in der Stiftung entschieden werden.  (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 25.1.2018)

 

 

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