Bildungsprojekt stärkt gambische Kinder

"Hand in Hand Worldschool" Vereinsgründerin Karin van der Lubbe stellte in der Filiale der Hamburger Sparkasse ihr Bildungsprojekt in Afrika der Öffentlichkeit vor.

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Eric Bruhn (v.links) und Filialleiterin Bärbel Grupp von der Hamburger Sparkasse und Karin van der Lubbe, Vorsitzende des Vereins "Hand in Hand Worldschool" freuten sich über das große Interesse an der Veranstaltung.
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Eric Bruhn (v.links) und Filialleiterin Bärbel Grupp von der Hamburger Sparkasse und Karin van der Lubbe, Vorsitzende des…
Steffi Lamoller und Karin van der Lubbe verzauberten die Gäste mit den Klängen der Kamale Ngoni. einer Stegharfe, die ein typisches afrikanisches Saiteninstrument ist.
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Steffi Lamoller und Karin van der Lubbe verzauberten die Gäste mit den Klängen der Kamale Ngoni. einer Stegharfe, die ein…
Voller Freude und Begeisterung machen die 90 Kinder, die in zwei Gruppen zu unterschiedlichen Zeiten unterrichtet werden, mit.
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Voller Freude und Begeisterung machen die 90 Kinder, die in zwei Gruppen zu unterschiedlichen Zeiten unterrichtet werden,…
Begonnen hat 2015 alles draußen unter einem Mangobaum, der den Kindern Schatten spendete.
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Begonnen hat 2015 alles draußen unter einem Mangobaum, der den Kindern Schatten spendete.

Begonnen hat alles 2014 mit einer Reise von Karin van der Lubbe nach Afrika. Ihre drei Kinder waren groß und schon außer Haus und die Lehrerin suchte nach neuen Zielen und Erlebnissen. Da rief ein Bekannter an, ob sie nicht mal nach Gambia fliegen möchte. Spontan sagte sie zu.
"Manchmal sollte man auf das Herz und die innere Führung hören. Aus meiner Reise wurde eine Liebesgeschichte zu den freundlichen Menschen dort in West-Afrika und zu meinem heutigen Ehemann Lamin Badjie, die mein Leben veränderten. Es wurde mir bewusst, dass wir Wunder bewirken können, wenn wir offen sind und Hand in Hand gemeinsam arbeiten", erklärte die seit 20 Jahren in der Rolandstadt lebende Vereinsgründerin.
50 interessierte Gäste lauschten im Veranstaltungsbereich der Haspa gespannt, überrascht und begeistert dem Vortrag. Sie erfuhren, dass in Gambia, laut UNICEF, nur rund die Hälfte der Erwachsenen Lesen und Schreiben können und nur 29 Prozent der Kinder auf die Nursery School, die öffentliche Schule gehen, die auch nicht flächendeckend ausgebaut ist. Zudem können sich viele Familien nicht die Schulgebühren, traditionellen Schuluniformen und Materialien leisten. Viele sprechen nur Wolof, Madinka oder eine der anderen Stammessprachen, obwohl Englisch, in der ehemaligen britischen Kolonie, die offizielle Amtssprache ist.

Bewegt von der freundlichen und herzlichen Art der Menschen und betroffen von der Armut und der Ausweglosigkeit - besonders der Kinder - nahm sich die als Grundschullehrerin an der Albert-Schweitzer-Schule arbeitende vor, zu helfen.
Zunächst unterrichtete Karin van der Lubbe vor Ort unter einem Mangobaum kostenlos Englisch für Kinder in Fajikunda. Möglich war das nur, weil sie 25 Sponsoren aus Deutschland finanziell unterstützten. Mithilfe der Spenden konnte dann im Frühjahr 2016 zwischen baufälligen Hütten auf einem kleinen Grundstück ein 32 Quadratmeter großer Raum ausgebaut werden. Es gelang ihr in der Folge ein Team von fünf Gambiern aufzubauen, das mit unterrichtet und organisiert. Dank auch der Wedeler Sponsoren können mittlerweile 90 Kinder, die es sich nicht leisten können in die öffentliche Schule zu gehen, dort unterrichtet werden.
"Unsere Vision ist es, mit unserem im Dezember 2017 in Wedel gegründeten Verein den Anfang zu machen, um eine Schule mit einem Selbsthilfesystem zu gründen. Den Kindern durch Bildung eine Lebensperspektive zu geben. Dafür brauchen wir noch ganz viel Unterstützung. Es ist noch viel Arbeit zu leisten. Das reicht vom Wasserbohrloch für den Schulgarten, Solaranlagen für Energie bis zu Fahrrädern, mit denen dann alle Kinder auch weite Wege bis zur Schule schaffen", erläuterte die engagierte 55-jährige Pädagogin.
Dabei braucht Karin van der Lubbe nicht nur Geld, sondern auch tatkräftige Helfer, die bereit sind in den Verein einzutreten und aktiv zu helfen und zu organisieren, da vieles derzeit noch alleine auf ihren Schultern lastet. (Wolf-Robert Danehl, kommunikateam, 28.01.2020

Weitere Informationen:
www.worldschool.de; Kontakt:bildungswelten(at)gmail.com

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