"CoronAbi – mit Abstand die Besten"

Am Johann-Rist-Gymnasium erhielten 48 junge Leute ihr Reifeprüfungs-Zeugnis

in Kultur & Bildung

Und hoch die Hüte! Der Abi-Jahrgang 2021 des Jiohann-Rist-Gymnasiums.
Und hoch die Hüte! Der Abi-Jahrgang 2021 des Johann-Rist-Gymnasiums.

Als "kleinen, aber sehr feinen Jahrgang" bezeichnete Oberstufenleiterin Sylvia Bach die 2021er-Abiturientinnen und Abiturienten des Johann-Rist-Gymnasiums. Die jungen Leute, die sich das Motto "CoronAbi – mit Abstand die Besten" wählten, hatten Hervorragendes geleistet. Denn Klausuren und mündliche Prüfungen sind ja eigentlich solo schon schwer genug, doch noch einmal verschärft wurde der Lernstress durch die Umstände der Pandemie. Trotzdem erzielten die 48 jungen Leute Ergebnisse, die sich sehen lassen können: Der Durchschnitt liegt bei 2,0. Und 21 Absolventinnen und Absolventen erreichten einen Schnitt mit einer 1 vor dem Komma. Die Beste der Besten: Lucy Lissow kam auf 866 von 900 möglichen Punkten.

Schulleiter Bertram Rohde ergänzte: "Auch hinter vielen anderen Ergebnissen steckt viel Einsatz, der mindestens ebenso bemerkenswert ist, etwa, weil ihr schon ein Jahr länger die Schule besucht, weil ihr aus einer anderen Stadt nach Wedel oder aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen seid und die deutsche Sprache erst spät gelernt habt."

Im Anschluss gab Bertram Rohde dem Jahrgang noch Worte mit auf den Lebensweg, die vor dem Hintergrund der aktuellen Einschränkungen besonderes Gewicht haben: "Denkt frei und freiheitlich, traut euch, eigen und anders zu sein. Ja, haltet euch an Regeln, aber nicht blind. Prüft die Tradition, die ihr aufnehmt und verwandelt sie. Gustav Mahler hat einmal gesagt, Tradition sei die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche. Haltet Abstand, indem ihr eigenständig denkt, kommt euch nah, indem ihr euch selbst und euch gegenseitig ernst nehmt, leistet etwas, aber bewertet Menschen nicht nach ihren Leistungen. Versucht, sie zu verstehen, schafft ein Klima, in dem ihr schwach sein könnt, ohne Stärke zu produzieren, eine Umgebung, in der man ohne Angst verschieden sein kann – dann seid ihr stark, dann seid ihr mit Abitur und bitte bald ohne Corona: mit Abstand die Besten!"

Auch Bürgermeister Niels Schmidt ließ seine gute Tradition, den Absolventinnen und Absolventen persönlich zu gratulieren, nicht durch die Epedemie brechen. "Euer Abitur wird – mehr als bei jedem anderen Jahrgang vor und nach euch - untrennbar mit der Pandemie verschmolzen sein. Jeder einzelne Schultag in eurem Abschlussjahr stand direkt im Zeichen der  Hygienemaßnahmen. An jedem einzelnen Tag eures Abschlussjahres habt ihr die Einschränkungen der Schutzmaßnahmen zu spüren bekommen. Und dennoch habt ihr es geschafft! Das ist wirklich eine herausragende Leistung, die von eurem großen Fleiß und eurem großen Kampfgeist und Willen zeugt, euch dieses Ziel nicht von so einer kleinen Pandemie kaputt machen zu lassen", sagte der Verwaltungschef.

Selbstverständlich gab es auch einen würdigen musikalischen Rahmen - die aus den Vorjahren gewohnten fulminanten Chor-Darbietungen fehlten, aber Frau Lange und Herr Dingel waren mit Klavier und Saxophon ein stilvoller Ersatz.

Und sie sind jetzt Uni-fähig: Jonas Brandenburg, Federica Chiolo, Yuna David, Lilli Ehrhardt, Thore Guzielski, Malena Hermes, Kimi Koinecke, Johanna Kopp, Jule Kroder, Lucy Lissow, Drikeda Mani, Fabian Mars, Felix Paschke, Katharina Pham, Marc Pöhlmann, Daniel Shenderov, Jade Swimmer, Jasper Timme, Jeremy Drewes, Till Dumke, Lucas Frenzke, Mariele Hannemann, Tim Haubner, Max Heimann, Joean Jakobsson, Stéphanie Kirste, Joelina Klusmann, Luka-Martti  Lohmann, Paula  Nagel, Lea Petersen, Paulina Scharf, Simona Schultz, Hannes Strecker, Maximilian Wulf, Finn Gallinat, Jan Härtrich, Marc-Lucas Kawohl, Noah Kreitz, Martin Scherreiks, Emilia Schlewitt, Nick Stephan, Julien Thieswald, Ann-Carolin Veigel, Janine Vu, Julius Walczynski, Markus Wethmar und Marten Windeler. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH,5.6.2021)

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