Die Musik feiern

Furioses Festivalfinale der Wedeler Musiktage mit dem Elbipolis Barockorchester – Premiere seines neuen Programms

in Kultur & Bildung

Fulminanter Auftritt:das 18-köpfige Elbipolis Barockorchester. Foto: Bohling
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Fulminanter Auftritt: das 18-köpfige Elbipolis Barockorchester. Foto: Bohling
Brillierte an der Traversflöte:Dorothee Kunst.
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Brillierte an der Traversflöte: Dorothee Kunst.
Ensemble-Leiter Jürgen Groß spielt die erste Geige.
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Ensemble-Leiter Jürgen Groß spielt die erste Geige.

So hört sich große Musik an: Als krönenden Abschluss der Wedeler Musiktage hatten sich die Organisatoren des Festivals das Elbipolis Barockorchester aus Hamburg auf die Bühne geholt. Dies wiederum wartete gleich mit einer Premiere vor Wedeler Publikum auf. „Mehr BACH!“ heißt ihres neuestes Programm, das unterhaltsam wie festlich den Sonntagabend im Rist-Forum zu einem musikalischen Großereignis machte.

Bachsche Musik aus gleich drei Federn stand auf dem Programm. Sebastians Bachs 3. und 5. Brandenburgisches Konzert sowie sein berühmtes a-moll Violinkonzert bildeten den festlichen Rahmen für zwei Kompositionen der Bach-Söhne Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel, die jede für sich den heiteren Barockabend krönten.

So hatten die Organisatoren der Musiktage mit dem Elbipolis Barockorchester, das seit Jahren einen festen Platz im nationalen wie internationalen Konzertgeschehen und bereits auf den bedeutenden Festival gespielt hat, genau die richtige Wahl für ihr Abschlusskonzert getroffen.

Besonderes Highlight des Abends: Dorothee Kunst, die an ihrer Traversflöte das hingebungsvolle und fulminante Spiel der anderen Orchestermitglieder an den Streichinstrumenten virtuos vervollständigte und zusammen mit Violinist Jürgen Groß und Cembalo-Spielerin Olga Chumikova während des 5. Brandenburgischen Konzerts als Trio brillierte.

Beethoven solle einmal gesagt haben, so Orchesterleiter Groß, der zwischen den Stücken für das Publikum moderierte, Bach müsste eigentlich Meer heißen, so unendlich sei der Reichtum seiner Melodien und Akkorde, die er und seine Söhne geschaffen hätten. Dieser Reichtum war an diesem Abend durch die exquisite Leistung der Künstler deutlich zu spüren.

Sie sei ganz hin und weg, so Sigrid Jürs in der Pause nach ihrem Kommentar gefragt, und beseelt von der Qualität und Spielfreude des Orchesters. Sie selbst singe im Chor und habe auch schon mit den Künstlern einen gemeinsamen Auftritt gehabt. Es sei jedenfalls eine große Freude, dass man so etwas hier in Wedel erleben dürfe, fügte sie freudestrahlend hinzu.

Lang anhaltender Applaus, Bravo-Rufe und rhythmisches Klatschen zollten den Musikkünstlern nach zweieinhalb Stunden den großen Respekt des Publikums vor ihrer Leistung, die sich mit zwei Zugaben dafür bedankten.

Die Musik feiern, so hatte Musiktage-Leiter Matthias Dworzack in der Begrüßung gesagt, sei immer oberstes Ziel der Festivalorganisatoren gewesen. Das habe auch in diesem Jahr wieder wunderbar geklappt und man sei zuversichtlich, dieses Ziel auch weiterhin auf so erfolgreiche Weise verfolgen zu können. Die Planung der Wedeler Musiktage 2023 würde jedenfalls bald starten. Wir freuen uns jetzt schon darauf. (Ulrich Bohling/kommunikateam GmbH, 28.09.2022)

Letzte Änderung: 01.10.2022

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