Einfach mal träumen

Emotionales Abschiedskonzert von Mathias Kosel von den Musiktagen/Freunde und Wegbegleiter kommen zur Gala ins Rist-Forum

in Kultur & Bildung

Hatten einen tollen Abend: Karoline und Friederike Stegmann mit Mathias Kosel. (v. lks.)
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Hatten einen tollen Abend: Karoline und Friederike Stegmann mit Mathias Kosel. (v. lks.). Fotos: Ulli Bohling, Hatten einen…
Ein Erlebnis für Auge und Ohr: glänzende Gala mit herausragenden Künstlern.
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Ein Erlebnis für Auge und Ohr: glänzende Gala mit herausragenden Künstlern., Ein Erlebnis für Auge und Ohr: glänzende Gala…
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Entlockte ihrer Harfe wundervolle Töne: Siglinde Vellguth.
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Entlockte ihrer Harfe wundervolle Töne: Siglinde Vellguth., Entlockte ihrer Harfe wundervolle Töne: Siglinde Vellguth.
Erstmals auf der Bühne im Duett: Christof und Mathias Kosel.
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Erstmals auf der Bühne im Duett: Christof und Mathias Kosel., Erstmals auf der Bühne im Duett: Christof und Mathias Kosel.

Zum Schluss wurde es hochemotional auf der Bühne, als Mathias Kosel seinen Freunden, Wegbegleitern und Unterstützern sein Lied „ Was ich euch noch sagen wollte“ mit auf den Weg in die Zukunft der Wedeler Musiktage gab. Da gab es Tränen...

Es war ein Abend mit Freunden unter Freunden, auch wenn der Anlass kein schöner war. Nach zehn Jahren als künstlerischer Leiter der Wedeler Musiktage verabschiedete sich Kosel von dieser Aufgabe, um neue Projekte anzugehen.

Aus diesem Anlass hatten er und die Organisatoren um Martin Schumacher zur Gala mit all jenen Künstlern eingeladen, mit denen sie in den letzten Jahren erfolgreich zusammen die Musiktage zum dem gemacht hatten, was sie heute sind: Ein Musikfestival erster Güte.

Zur Freude der Anwesenden wurde es kein langweilig-zurückblickender Abschied, sondern im Gegenteil ein sehr kurzweiliger Unterhaltungsabend mit zahlreichen Acts und Auftritten, die alle für sich eine besondere Note beinhalteten.

Wie gewohnt mit zwei Steinway-Flügeln ausgestattet, bot die Bühne Raum für Darbietung musikalischer Natur, die Kosel selbst am Herzen liegen. Darunter Musik der Spät-Renaissance und des 20. Jahrhunderts.

Als Ko-Moderatorin hatte er sich Caroline Kiesewetter nach Wedel geholt, die viele der Besucher als Schauspielerin  („Rote Rosen“) oder Sängerin der Sally Bowles in „Cabaret“ oder der „Evita“ in gleichnamigem Musical kennen.

Mit seinem Players-Bühnenpartner Grigory Gruzman tauschte Kosel wie gewohnt zwischendurch kleine Sticheleien aus, die diesen aber nicht davon abhielten, sich an die Tasten der Pianos zu setzen und das Publikum mit seiner Virtuosität zu beeindrucken.

Auch Einblicke in Private ließ Kosel nicht aus: Sohn Christof war gekommen, um sein musikalischen Talent zu präsentieren und gemeinsam mit Vater Mathias im Duett eine Debussy-Suite zu spielen. Eine echte Premiere, wie Kosel hinterher dem Publikum verriet.

Die Zuhörer erlebten ein wundervolles Programm, das voller Überraschungen steckte und einlud, einfach mal die Augen zuzumachen und sich den musikalischen Träumen hinzugeben. Angefangen bei Harfenistin Siglinde Vellguth über den Pianisten Rosbeh, die Klavier-Zwillinge Clara und Marie Becker bis hin zu Ulrich Schneider und Hela Risto, die jeder für sich herrliche Musik zum Entspannen und Durchatmen machten.

An alten Bekannten und neue Freunde mangelte es nicht. Dazu gehörten Friederike und Karoline Stegmann, mit denen Kosel bei „Pianos an der Elbe“ Erfolge gefeiert hatte, Holger Löwenberg, Sänger mit Rauch in der Stimme, der an diesem Abend Stücke von Johnny Cash und Tom Waits sang, und Karim Said, Pianist mit jordanischen Wurzeln, der schon zur Chornacht mit Kosel auf der Bühne war und das Publikum mit seiner Spielweise aufmischte.

Fazit: Ein langer, aber sehr schöner Abend, der nicht nur bei den Besuchern gut ankam. Alle Einnahmen waren für Kinderprojekte der Wedeler Tafel, des Frauenhauses und der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe gewidmet. Ein einzigartiger künstlerischer Leiter geht. Seien wir gespannt auf das, was kommt. Ulrich Bohling/kommunikateam GmbH, 1.4.2019)

Mit freundlicher Unterstützung von...