Europaweit das erste Gedenkkonzert für Theodorakis

Gerhard Folkerts und Frances Pappas ehrten einen großen Musiker

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Der in Wedel lebende Konzertpianist und Komponist Dr. Gerhard Folkerts spielte zu Ehren des verstorbenen Mikis Theodorakis und begleitete Sängerin Frances Pappas. Foto: privat
Der in Wedel lebende Konzertpianist und Komponist Dr. Gerhard Folkerts spielte zu Ehren des verstorbenen Mikis Theodorakis und begleitete Sängerin Frances Pappas. Foto: privat

Die griechische Sängerin Frances Pappas und der Wedeler Pianist Gerhard Folkerts waren europaweit die Ersten, die nach dem Tod von Mikis Theodorakis zu Ehren und im Gedenken des griechischen Komponisten ein Konzert "Die Seele Griechenlands" in der Dreieinigkeitskirche in Hamburg gaben.

In kürzester Zeit hatten die Veranstalter in St. Georg die organisatorischen Vorbereitungen getroffen. Sie bildeten die Grundlage für einen großen Konzertabend, der mit Rezitationen des Schauspielers Rolf Becker bereichert wurde. Unter den Konzertbesuchern waren auch der griechische Generalkonsul und der zyprische Konsul.

Die in Salzburg lebende Opernsängerin Frances Pappas erzählte an diesem Abend, wie Mikis Theodorakis ihr Leben verändert hat. Als Kind griechischer Auswanderer nach Kanada wuchs sie mit der Musik von Theodorakis auf, studierte in Toronto und dann, versehen mit einem Stipendium, in Wien klassischen Gesang. Es folgten Engagements an verschiedenen Opernhäusern, unter anderem in Stuttgart, Nürnberg und Salzburg. 2019 kam es dann zum ersten gemeinsamen Konzert von Frances Pappas und Gerhard Folkerts mit ihrem Programm "Der andere Theodorakis". Jetzt folgte der Hamburger Konzertabend "Die Seele Griechenlands – Zum Gedenken an Mikis Theodorakis".

Im Dezember 2018 hatten Beide Theodorakis in Athen besucht und mit ihm an verschiedenen Arien aus seinen Opern Medea, Elektra und Antigone gearbeitet. Das besondere Timbre der einzigartigen Stimme der Pappas, die Jürgen Kesting bereits vor Jahren in der FAZ nach einer Opernaufführung in Salzburg herausgestellt hatte, begeisterte jetzt vor ausverkauftem Haus die Zuhörer, unter denen wieder viele Wedeler waren. Gerhard Folkerts begleitete an diesem Abend und trug eine Komposition für Klavier-solo aus Theodorakis Studienzeit in Paris vor und spielte einige seiner vom Komponisten authorisierten Liedbearbeitungen für Klavier. Zudem sprach er über einige Erlebnisse während seiner zahlreichen Besuche im Hause des Komponisten, über dessen bewegtes Leben, dessen Freundlichkeit, seine Gesprächsbereitschaft, Herzlichkeit und große Aura. Theodorakis Musik bleibt lebendig, auch durch die Interpreten dieses Konzertabends. Standing ovations und mehrere Zugaben am Ende eines fast drei Stunden dauernden Konzertes. (tt/kommunikateam, 30.9.2021)

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