Feierliche Zeugnisübergabe und vier prämierte Abschlussarbeiten

Geschafft: An der Fachhochschule und Berufsfachschule Wedel erhielten 133 Absolventinnen und Absolventen ihre Zeugnisse

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Schöne Tradition: Die Absolventinnen und Absolventen lassen ihre Hüte fliegen, um das

 „Für die Hochschule ist die Abschlussfeier das Highlight eines jeden Semesters. Dass es ein Höhepunkt bleibt, liegt daran, dass es für uns die beste Bestätigung unserer Arbeit ist“, begrüßte Professor Eike Harms, Präsident der Fachhochschule Wedel die Absolventinnen und Absolventen des Sommersemesters 2019 sowie deren Angehörige. Der Anlass der Zeugnisverleihung lud ein, die Studienjahre Revue passieren zu lassen. So erzählten die rund 1.800 verteilten Urkunden für jeden Einzelnen eine eigene Geschichte. Für einen von ihnen, Felix Maaß, lautete sie: bester Bachelor-Abschluss des Semesters, erster Bachelor-Abschluss im Studiengang ITIngenieurwesen und ausgezeichnete Abschlussarbeit in der Kategorie Informatik.

Erste Abschlüsse im Bachelor-Studiengang IT-Ingenieurwesen
Die konsekutive Studienrichtung Ingenieurinformatik startete im Wintersemester 2015/2016. Felix Maaß, mit Studienbeginn im Oktober 2015, war also einer der Ersten in diesem Studiengang. „Ich wusste damals, dass ich einmal etwas mit Robotik machen wollte. Die Kombination aus Ingenieurwesen, Technik und Informatik stellt die Studierenden dieser Studienrichtung interdisziplinär auf und war somit wie für mich gemacht.“ Studiengangsleiter Prof. Carsten Burmeister zeigte sich begeistert von Maaß‘ ausgezeichneter Studienleistung. „Die Verzahnung von IT und ingenieurwissenschaftlichen Fragestellungen stellt hohe Anforderungen an die Studierenden, die sich nur wenige zutrauen. Es macht uns sehr stolz, mit Felix Maaß einen Studenten gehabt zu haben, der so vorbildlich in seinem Studienfach vorangegangen ist und sein Bachelor-Studium so außerordentlich gut abgeschlossen hat.“
 
Auszeichnungen für Abschlussarbeiten mit hohem Praxisbezug
Mit einer Note von 1,0 in der Abschlussarbeit zählte Maaß auch zu den Preisträgern des WHB-Preises. Der Wedeler Hochschulbund e. V. (WHB), der Förderverein der FH Wedel, prämiert jedes Semester herausragende Abschlussarbeiten mit besonders hohem Praxisbezug und realen Problemlösungen. In den drei Kategorien Informatik, Technik und Wirtschaft vergibt der WHB maximal jeweils drei Preise, also einen pro Abschluss. Maaß nahm für seine Abschlussarbeit „Self-Supervised Machine Learning zur Optimierung der Zykluszeit des ActiveAlignment-Prozesses“ einen Preis in der Kategorie Informatik entgegen. Darin hatte er sich im Auftrag der TRIOPTICS GmbH  einem langjährigen Partnerunternehmen der FH Wedel, mit der Optimierung der Produktion optischer Systeme für die Automobilindustrie befasst. Mithilfe eines Neuronalen Netzes bestimmte Maaß Produktionsparameter und erreichte, dass die Zeiten für Justierung deutlich verringert und so ein Beitrag zur Kosteneinsparung geleistet werden konnte. Laudator Prof. Ulrich Hoffmann beschrieb den Prozess vereinfacht anhand der Darstellung eines Puzzles, in dem für das eine Puzzleteil erst die richtige Stelle gefunden werden muss. Das von Maaß eingesetzte Neuronale Netz basiert auf einem sich selbst überwachenden System, das sich auf sich verändernde Produktionsbedingungen einstellen kann.

Der zweite Preisträger unter den Absolventen der FH Wedel, Christian Kober, war wie Maaß einer der drei Absolventen, die am vergangenen Freitag einen Abschluss mit Auszeichnung, also mit einer Endnote von 1,2 oder besser, entgegen nahmen. Kober hat sein Studium an der FH Wedel mit einem Master of Science in Wirtschaftsingenieurwesen abgeschlossen, nachdem er in Wedel zuvor bereits seinen Bachelor in dieser Studienrichtung absolviert hatte. Zu seiner Studienzeit zählte er zudem zu den Stipendiaten des Grohe Stipendiums. Die Auszeichnung des WHB erhielt er für seine Abschlussarbeit „Entwicklung eines wettbewerbsfähigen Anbindungskonzepts für eine Leichtbau-Drehstabtorsionsfeder in thermoplastischer FVKBauweise“, die mit 1,0 bewertet worden war. Im Auftrag eines Autobau-Unternehmens hatte er sich darin mit Leichtbauteilen für den Automobilbau befasst, genauer mit der Herausforderung Drehstabtorsionsfedern aus Stahl durch Drehstabtorsionsfedern aus thermoplastischen Faserverbundkunststoffen zu ersetzen. „In seiner Ausarbeitung ist Christian Kober mustergültig vorgegangen“, lobte Prof. Frank Bargel seine Leistungen und ergänzte, dass seine Entwicklung nun als Patent angemeldet werden soll.
 
Die beiden weiteren Preisträger der WHB-Preise waren Absolventen der Berufsfachschule Wedel. Julius Tiemann nahm die Auszeichnung mit seinem Abschluss als PhysikalischTechnischer Assistent für seine Abschlussarbeit „Aufbau und Charakterisierung einer gepulsten Lichtquelle im tiefen UV-Bereich“ entgegen. Darin hat er sich  mit der Optimierung einer Lichtquelle für die Medizin beschäftigt. Die gepulste Lichtquelle im tiefen UV-Bereich erzeugt chemische Veränderungen eines Präparats, die anschließend spektroskopisch untersucht werden. Tiemann hat die Auswahl, Berechnung, Konstruktion und den Aufbau verschiedenster Komponenten der Blitzlampe umgesetzt und sie anschließend hinsichtlich ihrer Lebensdauer und der UVEmission pro Puls optimiert.

Ein weiterer Preis in der Kategorie Informatik ging an Tom Hilge. Er wurde als Informationstechnischer Assistent für Softwareentwicklung verabschiedet und erhielt die Auszeichnung des WHB für seine Abschlussarbeit „Implementierung von Authentifizierung und Autorisierung in eine bereits vorhandene Webanwendung“. Konkret ging es um die Webseite blattwerkzeug.de des Doktoranden Marcus Riemer an der FH Wedel. Bis dato konnte auf seiner Webseite jeder Nutzer beliebige Anfragen an den Server stellen und ohne eine spezifische Berechtigungsüberprüfung Serverfunktionen ausführen. Hilge hat sich damit befasst, eine standardisierte Registrierung zu hinterlegen und je nach Benutzerrolle und Benutzergruppe des Nutzers unterschiedliche Inhalte darzustellen sowie differenzierte Operationen zu gestatten. (Nelly Tekhaus/Fachhochschule Wedel, 1.10.2019)

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