Frank Wolff jetzt offiziell Leiter der Gebrüder-Humboldt-Schule

Nach feierlicher Amtseinführung warten große Herausforderungen.

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Geht mit Optimismus und klarer Linie an große Aufgaben: GHS-Schulleiter Frank Wolff.
Geht mit Optimismus und klarer Linie an große Aufgaben: GHS-Schulleiter Frank Wolff.

Die direktorenlose Zeit an der Gebrüder-Humboldt-Schule hat ein Ende: Oberstudiendirektor Frank Wolff leitet jetzt offiziell die Gemeinschaftsschule. Joachim Feldmann, der als stellvertretender Schulleiter nach Erkrankung und Weggang von Wolffs Vorgänger monatelang anstrengende Sonderschichten schieben musste, kann durchatmen, das Kollegium bekommt wieder eine stärkere Orientierung, die Stadt hat es nicht mehr mit einem provisorischen Ansprechpartner zu tun und die Schülerinnen und Schüler kriegen wieder einen „richtigen Direx“. Frank Wolff wurde jetzt in Anwesenheit der Kieler Schulaufsicht Stephanie Heß und rund 40 Gästen feierlich und coronagerecht in sein Amt eingeführt.

An der Schule in Wedel ist der 51 Jahre alte, aus Flensburg stammende Wolff aber schon länger. Seit sechs Jahren unterrichtet er Englisch, Evangelische Religion und Philosophie, kennt also die Schule schon aus den Tagen seines Vor-vorgängers Antonius „Toni“ Soest. Auch pädagogisch liegen die beiden auf einer Wellenlänge. Frank Wolffs credo: „Der Mensch steht im Mittelpunkt einer humanen Schule“. Das bedeutet jedoch nicht etwa Kuschelpädagogik, sondern nur, das am Ende die Kinder und Jugendlichen zunächst als Personen und Individuen und dann erst als Leistungserbringer gesehen werden. Humanismus ganz im Sinne der Namensgeber, der Gebrüder Humboldt, soll prägend sein.

Eine gute, gesunde Schule möchte Frank Wolff mit Unterstützung aller Beteiligten schaffen. Dazu gehört nicht nur die körperliche Gesundheit der Schülerinnen und Schüler, sondern auch die psychische, geistige, soziale und ökologische, denn Gesundheit sei ganzheitlich zu sehen. Das ist die Basis von erfolgreichem Lernen und Entdecken, fürs Schaffen von Selbstkompetenz. Vertrauen in die Lehrerinnen und Lehrer sollen die jungen Leute bekommen und Vertrauen in sich und dass sie die Herausforderungen der Schule (und später des Lebens) meistern. Und sie sollen die Sinnhaftigkeit von allem erkennen, was ihnen abverlangt wird.

75 Lehrerinnen und Lehrer, dazu Schulsozialarbeiter und die unverzichtbaren Kräfte in Büro, Mensa und Technik kümmern sich um 766 Kinder und Jugendliche. Herausfordernd für Frank Wolff, der sich aus dem Kollegium heraus auf die Leitungsstelle beworben hatte, die allgemein nicht sehr begehrt ist, weil mit viel Arbeit und manchem Stress verbunden, werden mehrere Punkte sein. Abgesehen von der aktuellen Corona-Lage gibt es das Problem des Lehrermangels. Mehrere Stellen sind unbesetzt, die Kolleginnen und Kollegen müssen Lücken füllen. Dass nicht ausreichend Lehrkräfte zur Verfügung stehen, ist besonders heikel, wenn man die Inklusions- und die Klassen mit Deutsch als Zweitsprache betrachtet. Gerade hier wären Doppelbesetzungen sehr sinnvoll.

Dazu kommt das umfangreiche Thema der Digitalisierung. Eine Software für Online-Unterricht soll auch in Nach-Corona-Zeiten den Unterricht nachhaltig verbessern. Die flächndeckende Ausstattung der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten ist aber ein Projekt das Geld kostet, was vor dem Hintergrund leerer Stadtkassen die Lage etwas knifflig macht. Aber Frank Wolff ist optimistisch. Aus Geldern von Bund und Land ist ein Anfang bereits gemacht. Zudem hat er in den ersten Begegnungen mit der Politik und der Verwaltung deutlich erkannt, dass in Wedel das Thema Bildung hohe Priorität besitzt. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH,17.9.2020)

 

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