Gelungener (Wieder-)Einstieg

Wedeler Musiktage starteten mit Konzeptkonzert von Rings & Strings

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Das Trio Rings & Strings mit Luisa Marie Darvish Ghane (links), Meredith Nicoll und Johann Jacob Nissen
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Das Trio Rings & Strings mit Luisa Marie Darvish Ghane (links), Meredith Nicoll und Johann Jacob Nissen
Den Sponsoren Volker und Anja Klein mit Roswitha Niemax gefiel's
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Den Sponsoren Volker und Anja Klein mit Roswitha Niemax gefiel's
Barbara Gerike, 2. Vorsitzende Förderverein (links) und Freundin Katharina Warken hoffen auf weitere Unterstürtzer.
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Barbara Gerike, 2. Vorsitzende Förderverein (links) und Freundin Katharina Warken hoffen auf weitere Unterstürtzer.

Hauptsache es geht wieder los: Ausgeknockt durch Corona-Lock down und Hygienekonzepte musste das neue Team der Wedeler Musiktage um künstlerischen Leiter Dr. Matthias Dworzack und Organisator Christian Sinn von den Elbmenschen vom Frühling bis zum Frühherbst warten, bis sie endlich mit ihren Ideen der Musikreihe im Rist-Forum, zumindest eingeschränkt, punkten konnten. Doch das Ausharren hatte sich gelohnt. Sie präsentierten dem Publikum als Auftaktkonzert einen kleinen funkelnden Brillanten, der sich nicht nur sehen, sondern auch vortrefflich hören lassen konnte.

Mit zwei Gitarren und einer Sängerin bot das Trio Rings & Strings ein sogenanntes Konzeptkonzert unter dem Titel „Is that all there is?“ (übersetzt etwa: „Ist das etwa schon alles?“) dar, in dem sich klassische Stücke aus der Feder von Brahms, Schubert oder Schumann mit zeitgenössischer Musik von John Lennon, Joni Mitchell oder Friedrich Hollaender die Klinke in die Hand gaben. Dabei trafen „alte“ Instrumente wie Barockgitarre oder Renaissance-Laute auf die Lieder, Balladen und Chansons und verschmolzen facettenreich zu einem reigenhaften, zum Nachdenken anregenden Dialog.

Sängerin Meredith Nicoll, bühnenerfahren durch Musicals und Broadway -Shows begeisterte die Zuhörer mit dem zarten Gesang ihre Mezzosopran-Stimme, der kontemplativ berührte und bis in die Stille der von ihr wohlgesetzten Pausen nachklang. Begleitet wurde sie von Luisa Marie Darvish Ghane, die mit bemerkenswerter Insichgekehrtheit sowohl die zehn Saiten der klassische Gitarre als auch der Laute fulminant bediente, und von Johann Jacob Nissen, der wiederum neben der klassischen Konzertgitarre auch das Spiel der Barockgitarre perfekt beherrschte.

„Unsere Idee ist es, Grenzen zu durchbrechen und durch das Zusammenspiel von klassischen Instrumenten und schönen Texten einen Kreis zu zeichnen, der uns über den Horizont des Bewusstseins hinaus führt“, so Nissen in der Pause auf die Bedeutung des Rings im Namen ihres Trios angesprochen. Es fühle sich gut an, wieder im Kontakt zum Publikum sein, kommentierte er die ungewöhnliche Konzert-Situation mit reduzierten Sitzplätzen.

Zu Beginn hatte Dworzack den zahlreichen Sponsoren und Förderern seinen Dank dafür ausgesprochen, dass sie alle dem kulturellen Ereignis die Treue gehalten hatten und würdigte mit einer Schweigeminute der erst vor kurzem verstorbenen langjährigen Unterstützerin Sabine Lüchau. Möglichgemacht hatte die Veranstaltungsreihe auch der im letzten Jahr gegründete Förderverein, der durch seine 2. Vorsitzende Barbara Gerike vertreten war. Unter den Zuhörern auch stellvertretender Landrat des Kreises Pinneberg, Manfred Kannenbäumer und Stadtpräsident der Stadt Wedel Michael Schernikau.

Alles in allem ein gelungener (Wieder-)Einstieg ins Wedeler Konzertleben. Voller und lang anhaltender Applaus zeugten von großer Zufriedenheit bei den Gästen. Und der Gast Bernward Mezger kommentierte: „Hier wurde mit großer Sensibilität und unglaublicher Leichtigkeit ein faszinierender Ritt durch die europäische Musikgeschichte aufgeführt. Brillant!“ (Ulrich Bohling/kommunikateam GmbH, 21.09.2020)

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