Geschichten von der Batavia

Auch im Logbuch II erzählt Theaterschiff-Käpten Hannes Grabau vom aufregenden (Kultur-)Leben an Bord

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Grabau auf dem Deck des Theaterschiffes, im Hintergrund blauer Himmel und das die Wolken widerspiegelnde wasser und Ufer der wedeler Au
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Hannes Grabau plaudert im Logbuch II über Geschichten auf und mit seinem Theaterschiff Batavia. Fotos: Michael Rahn/Kommunikateam
Eine Buchseite mit einer persönlichen Widmung und vielen kleinen Stempeln mit Bildern über das Theaterleben an Bord
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An Bord gibt es sofort eine persönliche Widmung des Kulturdampfer-Käptens.

Anfang der80er-Jahre überzeugte Hannes Grabau den mit Wedel eng verbunden Batavia-Freund und Kunstliebhaber Heiner Schneider, eine wertvolle Figur des Künstlers Ernst-Barlach zu erwerben. Wie ihm das gelang, was Grabau bei der aufregenden Versteigerung erlebte und wann die Figur tatsächlich im Barlach-Museum landete - diese Geschichte ist im Logbuch II  zu lesen, das Käpten Grabau im Verlag Books on Demand in Norderstedt herausgebracht hat.

Geschichten hat Grabau, der seit 50 Jahren für das Theaterschiff Batavia rackert, ohne Ende im Kopf. "Ich kann leider nicht alles aufschreiben." Aber ein Teil des Lebens ist für immer festgehalten: Erst die Geburtsstunden der Batavia auf dem Weg von Hamburg in die Haseldorfer Binnenelbe und dann weiter zum heutigen Liegeplatz im Wedeler Auehafen - sie sind im Logbuch I zu finden. Es folgten jetzt Erinnerungen an das bunte Kulturleben an Bord und unterwegs im Logbuch II.

Unvergessen ist für Hannes Grabau die erste Reise nach der Grenzöffnung mit seiner Pippi-Langstrumpf-Crew in die spätere Wedeler Partnerstadt Wolgast. Gemeinsam hatten sich die Akteure überlegt, wie sie eine aufwendige Kontrolle an der damaligen Grenze abwenden könnten. Wie es Pippi gelang, den griesgrämigen Kontrolleuren nicht nur ein Lächeln, sondern die freie Durchreise abzugewinnen, ist eine weitere Geschichte - "aber eigentlich war das kein Wunder, denn Pippi ist schließlich das stärkste Mädchen der Welt", erzählt Hannes Grabau und schmunzelt.

Gedruckt ist jauch die Geschichte nachzulesen, als eine Dame Karten für das Konzert der Rolling Stones bei Hannes Grabau kaufen wollte. Sie hatte leider das Plakat nicht richtig gelesen, da es nur um die Ankündigung eines Films im Sommerkino ging. "Ich dachte nur, welch ein Vertrauen man mir entgegenbringt, dass wir sogar die Rolling Stones nach Wedel locken könnten", erinnert sich Hannes Grabau.

Gern hat Grabau auch die Geschichte aufgeschrieben, wie er einer seiner langjährigen treuen Schauspielerinnen, Elke Kaufmann, ein eigenes Stück schrieb. So konnte sie in "Villa Rosa" endlich ihre Traumrolle als Klofrau spielen.

Diese Geschichten aus dem Bordleben wollte Grabau schon lange aufschreiben. Doch es fehlte die Zeit, die er plötzlich hatte, als die Auflagen der Corona-Pandemie vor fast drei Jahren das Kulturleben lahmlegten. "Wir haben mit dem Buchverkauf einen Teil unserer Dauerausgaben decken und damit überleben können", erzählt Hannes Grabau und freut sich über die Unterstützung der Batavia-Freunde.

Wer das Logbuch II als (Weihnachts-)Geschenk erwerben will, bekommt es in jedem Buchladen (ISBN 978-3-7557-4372-9), natürlich auch im Buchhaus Steyer in Wedel. Eine persönliche Widmung schreibt der Käpten des Kulturdampfers gern in jedes Buch, das an Bord gekauft oder bei einem besuch mitgebracht wird.

Mehr von der Batavia und ihren aktuellen Geschichten ist auf der Internetseite des Theaterschiffes zu lesen. (Michael Rahn/Kommunikateam, 18.12.2022)

Letzte Änderung: 18.12.2022

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