Große Kunst und schöne Stimmen

Zweite Wedeler Chornacht ausverkauft / Nächste Musiktage schon in Planung / Zum Abschluss singt Groß-Chor aus „Nabucco“

in Kultur & Bildung

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Vocal Express: A-Cappella in Perfektion
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Ensemble Acht: Perfekter Sound mit wenigen Stimmen
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Vocalion: Sangen Musik aus dem späten Mittelalter
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Choriosum: Besinnliches Sangesgut in Vielfalt und Harmonie
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Spitzerdorf-Schulauer Männergesangverein: Grüße aus Italien zum Mitsingen
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Chorist: Brachten pop-rockigen Schwung in den Saal
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Kammerchor Wedel: Bewährt professionell
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Nabucco: Alle auf die Bühne zum Gefangenenchor Fotos: Ulli Bohling
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Platzmäßig ging gar nichts mehr: Knacke-voll war das Rist-Forum anlässlich der zweiten Wedler Chornacht. Musiktage-Impresario Mathias Kosel sprach aus, was kommen sollte: „Es wird heiß hier heute Abend.“ Er meinte damit aber mehr die Musik als die Saaltemperatur.

Insgesamt sieben Chöre mit knapp 200 Sängern aus Wedel und der Region hatten die Macher der Musiktage gewinnen können, sich mit ihrem Können einem breiten Publikum zu stellen. Dabei präsentieren die Gesangsgruppen unterschiedliche Stile und Genres, was dem Abend Lebendigkeit und Abwechslung gab.

Aufgeregtes Gesummse wie in einem Bienenkorb erfüllte die Minuten bis es endlich losging. Das „Ensemble Acht“ war als erstes dran und bot Songs unter anderem von Gershwin und Billy Joel. Das Oktett stimmte perfekt ein und machte den Zuhörern Lust auf mehr Gesang.

Den Sanges-Staffelstab übernahm dann das Ensemble „Vocalion“.unter der Leitung von Kosel. Die 18 Sängerinnen und Sänger trugen gefühlvoll und viel Emotion geistliche Musik des späten Mittelalters vor und überzeugten durch Vielstimmigkeit.

Mit ihrer neuen Leiterin Susan Lahesalu ging dann „Choriosum“ an den Start, die neben Spirituals und Gospels auch auf Stücke der Romantik und skandinavische Chormusik spezialisiert sind. Dem Publikum gefiel es und zollte dem Chor entsprechenden herzlichen Beifall.

Italien hatten sich die Herren des Spitzerdorf-Schulauer Männergesangsverein in ihr Programm geschrieben. Stilecht in Gondoliere-Look gekleidet heizten sie mit italienischen Preziosen die Stimmung im Saal an und animierten zum Mitsingen und –klatschen.

Nach der Pause brachte der JRG-Oberstufenchor „Chorist“ pop-rockigen Schwung in den Saal. Adele, Van Halen, Coldplay und Queen hießen ihre Vorbilder, deren große Hits sie gekonnt und mit Tanz-Einsatz zur Freude des Publikums darboten, am Piano begleitet von Chorleiterin Dorothea Lange.

Zu Gast aus Hamburg kam der vielköpfige Chor „Vocal Express“ auf die Bühne. Für die A-Cappella Gruppe ihr erster großer Auftritt vor Publikum, für die Zuhörer eine musikalische Entdeckung. Mit unterschiedlichen Songs aus der Welt des Pop und Rock verzauberten sie mit ihrem sorgfältig dirigierten Klangkörper und perfekt abgestimmten Arrangements für große Zustimmung und beschwingte Laune im Saal.

Der (vor-)letzte Auftritt war dem Kammerchor Wedel unter Leitung von Valeri Krivoborodov vorbehalten. Die Sängerinnen und Sänger boten Smetana, Strauß und Verdi in Perfektion und machten mit ihren schönen Stimmen das Rist-Forum zum Konzertereignis.

Dann wurde es eng auf der Bühne. Als Schlusspunkt der Chornacht hatten die Organisatoren der Musiktage ein Novum vorgesehen. Kosel bat sämtliche (fast 200!) Chorsänger auf die Bühne, um gemeinsam unter der Leitung Krivoborodov den Gefangenchor aus Verdis Oper „Nabucco“ zu Gehör zu bringen. Das Experiment gelang, die Wirkung war überwältigend.

„Toller Abend, alles drin“, so das zufriedenes Urteil Matthias Finsterwalders nach dem Konzert. Und Musiktage-Organisator Martin Schumacher verriet zum Schluss, dass die Musiktage 2018 im nächsten Frühjahr bereits in Planung sind. „Fast alle Sponsoren haben sich schon während der Veranstaltungsreihe bereit erklärt, uns auch im nächsten Jahr wieder kräftig zu unterstützen“, so Schumacher zufrieden. (kommunikateam GmbH/Ulrich Bohling, 3.4.2017)

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