Hunderte bei Schüler-Demo für den Klimaschutz

Abschluss der Nachhaltigkeitswoche auf dem Rathausplatz

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Lange nicht so viel Leben auf dem Rathausplatz gesehen: die Schüler-Demo für bessere Umwelt.
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Lange nicht so viel Leben auf dem Rathausplatz gesehen: die Schüler-Demo für bessere Umwelt., Lange nicht so viel Leben auf…
Auch die Kleinsten machten mit: Sie wollen, dass die Frösche nicht mehr traurig sind.
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Auch die Kleinsten machten mit: Sie wollen, dass die Frösche nicht mehr traurig sind.

So eine Demonstration hat die Stadt lange nicht erlebt. 600 bis 700 hauptsächlich Schülerinnen und Schüler aber auch einige Erwachsene und auch ein Schwung Kindergarten-Kinder ließen sich vom lausigen Wetter nicht davon abhalten, ihren Wunsch nach einer unbelasteteren Umwelt zu äußern. Es war der Abschluss einer Nachhaltigkeitswoche, die die Schülervertretung des Johann-Rist-Gymnasium organisisiert hatte - nach Schulschluss.

Doch natürlich kamen auch Jugendliche der Gebrüder-Humboldt-Gemeinschaftsschule und der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule  mit Schildern und Plakaten vors Rathaus, um ihrem Ärger Luft zu machen: "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!"

Dass die Jugendlichen damit leider Recht haben, wird wohl nicht mehr ernsthaft bestritten. Aber leider blieb es dann auch bei Slogans. Wer gespannt auf eine Rede gewartet hatte, welche Wünsche denn die Nachwuchsgeneration hat, welche Alternativen zum jetzigen Lebensstil  gefordert werden, der wurde ebenso enttäuscht wie jener, der vielleicht ein Selbst-Bekenntnis zu einem unschädlicheren Lebensstil erhofft hatte: Raus aus der Germanys-next-Top-Modell-Konsumwelt mit ständig neuen Plünnen aus Bangladesh und Chemie-Schmink-Schmierkram, Schluss mit Mama-fährt-mich-eben-zur Schule, vorbei mit Smartphone-Wechsel im Jahrestakt und auch mal Streit mit Omi anfangen, die unbedingt einen Kreuzfahrt-Urlaub will.

Aber der Wille nach Veränderung ist ja schon mal da - und das ist doch schon eine prima Angelegenheit! Vielleicht will der eine oder die andere ja auch ein bisschen mehr für die Umwelt und das Klima tun, als im Regen gemeinsam mit anderen spazieren zu gehen. Gelegenheit dazu gäbne es ja. Beispielsweise freut sich der Klimaschutzfonds Wedel über jede neue Kraft. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 16, 3.2019) 

Mit freundlicher Unterstützung von...