Hurra, Einschulung!

An den drei Wedeler Grundschulen starteten Kinder ihre Bildungskarriere

in Kultur & Bildung

Das "Raupe-Nimmersatt"-Ensemble mit Maske - das freudige Strahlen der Kinder blieb leider verborgen.
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Das "Raupe-Nimmersatt"-Ensemble mit Maske - das freudige Strahlen der Kinder blieb leider verborgen.
Erzieher Aydin Gürbüz und Ganztagskoordinatorin Sybille Strauch mit iohrem "Einschulungsbäumchen".
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Erzieher Aydin Gürbüz und Ganztagskoordinatorin Sybille Strauch mit ihrem "Einschulungsbäumchen".
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Erfahrene Pädagogin: Andrea Spangenberg ist die kommissarische Leiterin der Altstadtschule
Jippie, wir sind jetzt Schulkinder! Die Mädchen und Jungen der 1b der Moorwegschule.
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Jippie, wir sind jetzt Schulkinder! Die Mädchen und Jungen der 1b der Moorwegschule.
An allen Schulen wurden Gäste vonm engagierten Eltern versorgt. Hier an der Moorwegschule waren es Fenna Govermann (linkls) und Sabine Hoffmann.
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An allen Schulen wurden Gäste von engagierten Eltern versorgt. Hier an der Moorwegschule waren es Fenna Govermann (links) und Sabine Hoffmann.

Obwohl die nicht enden wollenden Corona-Auflagen der Behörden stark stimmungsdämpfend wirkten, gaben sich die Lehrerinnen und Lehrer der Wedeler Grundschulen sowie ihre pädagogischen Kolleginnen und Kollegen aus dem Ganztagsbereich doch alle Mühe, den Schulanfängerinnen und -anfängern einen schönen Start zu bereiten. Das ist nicht ganz so einfach, wenn in Innenräumen oft nicht mal ein Lächeln zu sehen war. Theaterstücke zur Begrüßung blieben ohne Mimik wegen des durch die Obrigkeit verordneten Maskenzwangs  - da fasste sich so mancher an den Kopf, denn Ungezwungenheit sieht anders aus.

An der Albert-Schweitzer-Schule wurden 89 Erstklässler und Erstklässlerinnen in vier Klassen eingeschult. "Die kleine Raupe Nimmersatt" war mit dabei - die "Großen" aus der 4 a und der 4 b hatten das Stück einstudiert und brachten es farbenfroh und engagiert auf die Mensa-Bretter, die die Welt bedeuten. Zumindest an den leuchtenden Augen im Publikum und dem Applaus konnten die Darstellerinnen und Darsteller sehen, wie sehr ihre Aufführung gefiel. Schulleiterin Silke Binger: "Unser Schultag ist für die Kinder rhythmisiert. Es finden im Wechsel Unterricht und freie Lernzeit im Ganztag plus Mittagessen statt sowie ein Förderband mit den Förderunterrichten Deutsch, Mathematik, Feinmotorik und Wahrnehmung, Prima Klima und DaZ-Aufbau." Die Albert-Schweitzer-Schule hat eine Klasse für Kinder mit Migrationshintergrund, die Deutsch als Zweitsprache (DaZ) erlernen. Schöne Idee an der Schule: Ganztagskoordinatorin Sybille Strauch und ihr Team bastelten ein "Einschulungsbäumchen", das als perfekter Hintergrund fürs Erinnerungsfoto diente - guter Grund für beste Laune. Schulleiterin Silke Binger äußerte noch einmal ihre Freude: "Dass uns der Rotary Club Luftfilter geschenkt hat, begeistert uns nach wie vor. Es erleichtert den Unterricht ungemein. Danke nochmals!" 

Genau 100 Kinder wurden in der Moorweg-Schule auf fünf Klassen aufgeteilt. Statt einer großen Willkommensfeier für alle gleichzeitig wurden die einzelnen Klassen nacheinander von Schulleitung und der jeweiligen Klassenlehrerin begrüßt. Also fünf Mal motivierende Worte und auch fünf Mal die szenischen Abenteuer einer kleinen Maus, die ins Schulleben startet. Schulleiter Linnart Ebel ist fürs neue Schuljahr guter Dinge. Die "volle Stundentafel" könne gegeben werden, weil genügend Pädagoginnen und Pädagogen zum Team gehören. Außerdem freut er sich auf die Kooperation und viele Projekte gemeinsam mit dem Kollegium, den Eltern und natürlich den Kindern. Ein erstes Beispiel im Schuljahr: Eltern betrieben auf den Schulhöfen gleich zwei Cafeterie-Stände, um mit Abstand so gut es eben ging ein bisschen zu feiern.

Die Altstadtschule plant mit 103 Schülerinnen und Schülern in vier Klassen. Auch ihnen wurde ein schöner Empfang bereitet. "Welcome, welcome" schmetterte die 2 a den "Kleinen" entgegen, und die 3a und die 3 b tanzten nach Vivaldi-Kompositionen. Andrea Spangenberg, nach Beförderung von Susanne Bechler zur Schulrätin jetzt erneut kommissarische Schulleiterin, ist aber doch etwas in moll gestimmt. "Wir hätten gern mehr Lehrerinnen beziehungsweise Lehrer ins Team aufgenommen, mindestens zwei. Aber es ist einfach niemand auf dem Markt", sagt sie. Die Stundentafel sei zwar abgedeckt, aber für zusätzliche Aktivitäten gebe es wenig Spielraum. Insgesamt 25 Lehrerinnen und ein Lehrer sind an der Altstadtschule im Einsatz. Vielleicht werden es ja noch mehr.

Ergänzend zu den Anstrengungen der Lehrkräfte tut die Stadt eine Menge, um den Kindern (und deren Eltern) das Schulleben zu erleichtern. An allen Grundschulen läuft beispielsweise eine Schulkindbetreuung bis 17 Uhr, an der Moorwegschule gibt es sogar einen Frühdienst von 7.30 Uhr an. Außerdem kümmern sich insgesamt 16 Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter um die kleinen und großen Probleme des Nachwuchses und tragen so zur Entlastung der Eltern bei. Insgesamt 900.000 Euro im Jahr haben die Kommunalpolitikerinnen und -politiker an Steuergeldern dafür zur Verfügung gestellt.

Und baulich ist auch immer einiges zu tun. Die Stadt Wedel hat die Ferien für wichtige Arbeiten an den Schulen genutzt. So wurde die Altstadtschule mit einer zusätzlichen Fluchtfeuertreppe ausgestattet. Auf diese Weise kann ein Raum im zweiten Obergeschoss wieder als Klassenraum genutzt werden. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 5.8.2021)

 

 

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