Kulturforum ehrt Rita Hintze mit Retrospektive im Rathaus

Zum Anlass des 80. Geburtstages von Rita Hintze zeigt das Kulturforum Wedel in den Räumen des Rathauses eine umfassende Bilderschau der Wedeler Künstlerin. Bei der Vernissage konnte das Rathaus kaum die vielen Freunde der Wedeler Malerin und die Kunstinteressierten aufnehmen.

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Immer hautnah beim Publikum: Rita Hintze im Gespräch
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Viele Gäste kamen zum Gratulieren.
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Seit Jahrzehnten aus Wedels Kulturlandschaft nicht wegzudenken: Rita Hintze
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Begrüßung durch den Bürgermeister Niels Schmidt
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Eröffnung durch die Vorsitzende des Kulturforums Monika Dohmen
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Laudation von Tamara Nickel
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Eröffnet wurde die Ausstellung mit einem Grußwort des Bürgermeisters Niels Schmidt, der sich insbesondere über sein Privileg freute, die Ausstellung schon vor der Eröffnung sehen zu können. Sein Arbeitsplatz in einer Galerie mit schönen Bildern sei ebenfalls nicht zu toppen.


Tamara Nickel, die einen Abschnitt des künstlerischen Lebensweges von Rita Hinze begleiten durfte, gab anschließend eine Einführung in die Arbeitsweise der Künstlerin und ihren malerischen Werdegang, der vor allem durch Neugier und stetige Weiterentwicklung bestimmt ist. Sehr erhellend waren auch die mitgeteilten persönlichen Anmerkungen und Anekdoten, die auch für Kenner und Freunde von Rita Hintze und ihrem Werk neue Erkenntnisse brachten.


In ihren Anfängen erlernt Rita Hintze Aquarellmalerei und das Zeichnen bei der bekannten Künstlerin Erika Juhl an der Volkshochschule Wedel. Es folgen Studiensemester an der Kunstschule Blankenese sowie an der Sommerakademie des Bundes bildender Künstler.


Von 1986 bis 1991 war Rita Hintze als Kursleiterin bei der Familienbildungsstätte in Wedel tätig. Sie gab Malunterricht für Kinder ab 4 Jahren, leitete Wochenseminare für Senioren und organisierte Gruppenarbeiten mit Farben für arbeitslose Menschen. Es folgte die Mitarbeit und Organisation in der Kreativ Werkstatt Wedel und seit 1993 ist Rita Hintze Mitglied der Künstlergilde Pinneberg. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen folgten und 1997 wurde die Künstlerin Preisträgerin der Kulturstiftung der Stadtsparkasse Wedel.


Rita Hintze beginnt ihre malerische Entwicklung, beeinflusst durch die Natur, mit reizvollen landschaftlichen Darstellungen, wobei sie die Aquarellmalerei bevorzugt. Doch das genügt ihr bald nicht mehr und sie entwickelt sich weiter und stellt höhere Ansprüche an sich selbst. Nun ist es die Collage, die sie als weitere, ihr angemessene Ausdrucksform ansieht. Mit Hilfe verschiedener Materialien wie Sand, Asche, Papier und Farbe entstehen die ersten Strukturbilder. Als Inspiration dienen ihr ertastete Oberflächen, Gespräche und Naturbeobachtungen. Der Malprozess wird zu einer Auseinandersetzung mit dem Erlebten.


Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch Rita Hintzes Schaffen, nahezu sämtliche Techniken sind vertreten. Wer seinen Rundgang im zweiten Geschoss beginnt, kann ihre künstlerische Entwicklung gut verfolgen, die mit gegenständliche Aquarellen beginnt und sich immer weiter auf das Abenteuer Farbe einlässt, bis schließlich die Gestaltung der Fläche mit Farbe und verschiedensten Materialien dominiert. In der Ausstellung sind auch einige ihrer minimalistischen Gedichte in der strengen japanischen Form des Haiku zu erleben, die ihre Bilder ergänzen und auf andere Weise ihre Konzentration auf das Wesentliche unterstreichen.


Die Vernissage gab Rita Hintze reichlich Gelegenheit zu Gesprächen mit Weggefährten, Freunden und Bewunderern, die sie sichtlich genoss.

 

 

(Dr. Krapp/Kulturforum Wedel/28.11.2014)

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