Letzter Regionalschuljahrgang in der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule hat seinen Abschluss geschafft

Ein besonderer Jahrgang verabschiedete sich: Drei zehnte Klassen mit 58 Schülerinnen und Schülern nahmen ihre Urkunden für den Mittleren Schulabschluss (MSA) in Gegenwart von Stadtpräsident Ulrich Kloevekorn entgegen.

in Kultur & Bildung

Rose, Zeugnis - und ein Lächeln. Die Schülerinnen und Schuler mit dem mittleren Abschluss der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule. Fotos: Danehl
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Rose, Zeugnis - und ein Lächeln. Die Schülerinnen und Schuler mit dem mittleren Abschluss der…
Mit Rolandbild und Anzug verabschiedete Schulleiter Stephan Krumme die zehnten Klassen.
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Mit Rolandbild und Anzug verabschiedete Schulleiter Stephan Krumme die zehnten Klassen., Mit Rolandbild und Anzug…
Stadtpräsident Ulrich Kloevekorn gratulierte den Zehntklässlern zum Mittleren Schulabschluss (MSA).
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Stadtpräsident Ulrich Kloevekorn gratulierte den Zehntklässlern zum Mittleren Schulabschluss (MSA)., Stadtpräsident Ulrich…
Tschüs sagten auch die Cheerleader der Gemeinschaftschule.
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Tschüs sagten auch die Cheerleader der Gemeinschaftschule., Tschüs sagten auch die Cheerleader der Gemeinschaftschule.
Die Vorsitzende des Schulelternbeirates Natascha Paulsen machte den Schülern Mut für ihren weiteren Lebensweg.
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Die Vorsitzende des Schulelternbeirates Natascha Paulsen machte den Schülern Mut für ihren weiteren Lebensweg., Die…
Isabella Pfeiffer aus der 6c unterhielt das Publikum mit einem gefühlvollen Song von Bruno Mars.
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Isabella Pfeiffer aus der 6c unterhielt das Publikum mit einem gefühlvollen Song von Bruno Mars., Isabella Pfeiffer aus der…
Eine humorvoll Gesangseinlage gab es vom Chor der Lehrer. Sie intonierten nicht "Männer", sondern "Lehrer sind Schweine"in Anlehnung an den Song der Ärzte.
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Eine humorvoll Gesangseinlage gab es vom Chor der Lehrer. Sie intonierten nicht "Männer", sondern "Lehrer sind Schweine"in…

Sie waren vor ungefähr sechs Jahren oder auch 51.456 Stunden, wie die Klasse 10 a es in einem Filmbeitrag rechnerisch fest stellte, an die damalige Regionalschule gekommen.  Schulleiter Stephan Krumme im feierlich lässigem Look, mit neuen Anzug und seinen Lieblingsturnschuhen, begann seine Begrüßung sinnbildlich mit einem Rolandbild, um die Regionalität der Ernst-Barlach-Gemeinschaftschule darzustellen.

2010 hatte das Intermezzo begonnen. Real- und Hauptschulen sollten vereint werden. Da entschloss man sich in Kiel zu einer Reform, in der in Wedel die Theodor-Storm-Schule (Hauptschule) und die Ernst-Barlach-Schule (Realschule) zu einer Regionalschule zusammengelegt wurden.

"Unser zehnter Jahrgang hatten es nicht einfach. In der vergangenen Regionalschulform wurde nach außen leistungsmäßig differenziert. Ursprünglich gab es bei diesem Jahrgang fünf Klassen. Zwei davon haben, zum größten Teil, mit ihrem Ersten Schulabschluss (ESA) die Schule verlassen und einige wenige Schüler aus diesen Klassen - mit einem guten ESA - sind dann in die verbliebenen aufgenommen worden. So waren sie wieder neu zusammen gewürfelt - ein bunter Haufen - und dennoch haben sie sich zusammengerauft und sind eine Gemeinschaft geworden. Es ist eben ein besonders freundlicher und sozialer Jahrgang", erklärte der Pädagoge ein bisschen stolz.

Viele Gätse kamen zum Gratulieren vorbei wie die Schulleiter Sabine Foßhag (Moorwegschule), Dr. Bertram Rohde (Johann-Rist-Gymnasium) und Andreas Herwig (Gebrüder-Humbodt-Schule). Für die Stadt Wedel unterstrich Stadtpräsident Ulrich Kloevekorn diese Einschätzung und bescheinigte den Abschlussschülern besondere soziale Fähigkeiten. "Ihr habt hier nicht nur viel Wissen erworben, sondern auch gezeigt, dass ihr mit Menschen umgehen könnt. Habt Solidarität bewiesen und wisst in der Zukunft, mit Menschen umzugehen", lobte Wedels erster Mann die Pennäler und überreichte noch an die leistungsstärksten Schüler, Juri Gdanietz, Oskar Januszewski und Lisa Schwannecke von der Rolandstadt gestiftete Buchgeschenke.

Da ließ sich auch die Schule nicht lumpen und Schulvereinsvorsitzender Ingo Gleitsmann zeichnete zwei Schüler, Ezgi Piri und Schulsprecher Ilja Fetisov mit Büchern für ihr herausragendes soziales Engagement aus.
Auch Natascha Paulsen, die Vorsitzende des Schulelternbeirates, ergriff das Wort, um mit einem Zitat aus einem Popsong von Johannes Oerding, den Jugendlichen Mut zu machen.

In dem Lied "Wenn du lebst" heißt es: "Vielleicht nen Fehler machen. Und dann darüber lachen. Und doch am Ende gewinnen. Dem Schicksal eins verpassen. Den alten Weg verlassen und ganz von vorne beginnen." Diese Botschaft will ich euch mitgeben. Blickt immer nach vorne", gab die engagierte Mutter den MSA-Absolventen mit auf dem Weg.

Begleitet wurden diese vielen gedankenvollen Reden von herausragenden musikalischen Beiträgen mit Gesang von Isabella Pfeiffer aus der sechsten Klasse und Jette Schwald am Flügel.  Damit nicht genug, auch die Cheerleader der Schule verabschiedeten sich von ihren Mitschülern, indem sie ihr turnerisch-tänzerisches Talent mit Überschlägen, rhythmischen Puschelchoreographien und menschlichen Turmbauten zeigten.
Nach soviel Entertainement nahmen die Schulabgänger die Gelegenheit wahr, um sich selbst noch einmal vorzustellen und filmisch ins rechte Licht zu rücken. Da wurden Charaktereigenschaften der Bejubelten aufgezeigt oder sich selbst auf die Schippe mit der Unterteilung in acht verschiedenen Arten von Schülern genommen. Die Aufzählung reichte vom Schleimer über den Gammler bis zum Schwänzer.

Aber letztendlich so schlecht und faul können die Pennäler nicht gewesen sein. Immerhin erreichten 30 Schüler des Jahrgangs den qualifizierten Abschluss. 12 davon werden in die Oberstufe der Gebrüder-Humboldt-Gemeinschaftsschule gehen, welche mit der EBG kooperiert, und 18 nehmen das Gastschulabkommen der Bundesländer wahr und werden demnächst in Hamburg ihren Bildungsweg fortsetzen.

Zum Schluss gab es auch noch einen Extra-Applaus für die Lehrer, die mit einem umgetexteten Song der Ärzte "Lehrer sind Schweine" Humor bewiesen und anschließende Blumen, Geschenke und Umarmungen der Pennäler für ihre Pauker zeigten, hier funktionierte die Gemeinschaft. (Wolf-Robert Danehl, kommunikateam, 11.7.17)

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