Malen als Herzensangelegenheit

Mehr als Meer: Doppel-Ausstellung mit Bildern von Wieruch und Wientapper bei ars secumaris

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Schon zu wiederholten Mal zu Gast bei der ars secumaris in Holm: Uschi Wientapper (von links), Gastgeber Jan-Ulrich Bernhardt und Bärbel Wieruch.
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Schon zu wiederholten Mal zu Gast bei der ars secumaris in Holm: Uschi Wientapper (von links), Gastgeber Jan-Ulrich Bernhardt…
An der Elbe von Bärbel Wieruch.
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An der Elbe von Bärbel Wieruch.
Die Besucher der Vernissage waren mehr als angetan von den Exponaten.
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Die Besucher der Vernissage waren mehr als angetan von den Exponaten.
Wie ein Spaziergang durch den Hafen: „N 62“ von Uschi Wientapper.
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Wie ein Spaziergang durch den Hafen: „N 62“ von Uschi Wientapper.
 Man kann das Metall förmlich riechen: „Blickwinkel“ von Bärbel Wieruch.
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Man kann das Metall förmlich riechen: „Blickwinkel“ von Bärbel Wieruch.

Großer Raum für große Bilder: In seiner bereits 28. Auflage der Kulturreihe ars secumaris stellt Secumar-Geschäftsführer Jan-Ulrich Bernhardt erneut den Künstlerinnen Bärbel Wieruch und Uschi Wientapper großzügig seine Räumlichkeiten am Bredhornweg 39 in Holm zur Verfügung. Im Beisein von zahlreichen Familienangehörigen, Freunden und Fans fand dort vergangene Woche am Valentinstag die Vernissage der Ausstellung mit dem vielsagenden Titel „Mehr als Meer“ statt.

Süffisant bemerkte der Hausherr in seiner Begrüßungsrede, dass in früheren Zeiten mehr Blumen das Sujet der ausgestellten Bilder ausgemacht hätten. Dem war in diesem Falle nun gar nicht so. Teils abstrakte, teils detailgenaue Momentaufnahmen von Schiffsteilen, Bootszubehör und Hafenszenen sowie stimmungsvolle Impressionen von Meer und Küste machen den Inhalt der üppig gehängten Ausstellung sehenswerter Acryl-Gemälde aus.

Sowohl eine innige Beziehung zum Meer als auch die Liebe fürs Detail konstatierte Künstlerinnenfreundin Sigrun Roemmling den beiden Malerinnen in ihrer Laudatio freimütig. Für Wieruch sei Malen eine Herzensangelegenheit und erinnerte daran, dass die ehemalige technische Zeichnerin ihr Auge über die Architekten-Schiene geschult habe. Ihre Bilder sprächen daher eine ganz eigene und vielseitige Sprache.

Und auch Wientapper, so Roemmling weiter, lege manchen Schwerpunkt auf die Wiedergabe architektonischer Details. Das Ergebnis vieler gemeinsamer Spaziergänge der beiden Künstlerinnen auf Motivsuche durch Hafen und Hafencity sind unter anderen packende Nahaufnahmen maritimer Gebrauchsgegenstände, die durch das Auge der Künstlerinnen zu neuer Bedeutung kommen.

„Man kann die Kühle des Metalls und der Materialien förmlich spüren“, urteilte Besucherin Cornelia Heinicke aus Hamburg bewundernd an diesem Abend. Wer Licht so einfangen und darstellen könne wie Wieruch und Wientapper habe ihre große Anerkennung, äußerte sich Unternehmertochter Julia Bernhardt beeindruckt. Und Heiner Eimert, selbst Maler und mit dem Metier vertraut, meinte: „Diese Bilder sind wundervolle Beispiele dafür, dass man mit Acryl wirklich malen kann.“

Alles in allem ein gelungener Abend und eine stimmungsvolle Vernissage, die musikalisch vom Barmstedter Thorsten Heintzsch mit atmosphärischen Klängen von Alexandre Desplat, Ludovico Einaudi und Bruce Hornsby am Flügel begleitet wurde.

Alle Exponate sind käuflich zu erwerben. Die Bilder sind noch bis zum 15. August 2020 zu sehen. Besuch der Ausstellung nach Absprache mit Bernhardt Apparatebau, Tel.: 04103-1250. (Ulrich Bohling/kommunikateam GmbH, 16.02.2020)

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