Meister ihres Fachs sorgen für Gänsehaut-Effekt

Das Sonux Ensemble begeistert auf Wedeler Musiktagen in der Christuskirche

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Ihr Sound erfüllte die gesamte Kirche: das "Sonux-Ensemble". Foto: Bohling
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Ihr Sound erfüllte die gesamte Kirche: das "Sonux-Ensemble". Foto: Bohling
Begleitete den Chor kongenial: Stephan Kuchel.
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Begleitete den Chor kongenial: Stephan Kuchel.

Ganz große Kunst in gesegnetem Raum: Die Männerstimmen des Uetersener Knabenchors waren im Rahmen der Wedeler Musiktage zu Gast in der Christuskirche und begeisterten die anwesenden Gäste zu tiefst. Wohlige Klänge, altvertraute Melodien und traumhafte Töne paarten sich mit den Linien eines einsamen Saxophons und wurden dank der Kirchenakustik zu einem unvergleichlichen Hörerlebnis.

Siebzehn junge Männer machten die Formation aus, die anfangs bedeutungsvoll-bedächtigen Schritts das Kirchenschiff singend betraten und den Raum von der ersten Sekunde an mit ihren Stimmen komplett erfüllten. Dazu Stefan Kuchel, der mit seinem Saxophon den wie aus einem Guss bestehenden himmlischen Gesang kunstvoll und kongenial begleitete.

Von Pop bis Jazz, von Gospel bis zu sakraler Musik reiche das Spektrum des von der internationalen Musikkritik gefeierten und bereits mit vielen Preisen ausgezeichneten Ausnahmechores, wusste Musiktage-Leiter Matthias Dworzack die Zuhörer in seiner kurzen Begrüßung einzustimmen. Hier werde ein Auftritt nachgeholt, der eigentlich schon für 2020 geplant gewesen sei.

Geleitet wurde der Chor von Hans-Joachim Lustig, der zwischen den Gesangsstücken das Gehörte einem Entertainer gleich moderierte und das Ensemble vor über zehn Jahren mit seinem Studienfreund Kuchel gegründet hat. Dabei beschreibt der Name Sonux - aus dem Zusammenschluss der lateinischen Worte sonus (Klang) und lux (Licht) – überaus treffend den Ansatz, den die Formation musikalisch verfolgt.

Man spiele selbst Arrangiertes oder auch in Auftrag gegebene Lieder, so Lustig in der Pause. In seinem Chor seien junge Männer, die bereits seit fast zwanzig Jahren mit dabei seien und deren Stimmen sich fantastisch ausgebildet hätten.

Michael Horn-Antoni, Organist aus Haselau ergänzte, dass nach dem Stimmbruch Sänger oft in die Alt- oder Bass-Stimmlage kämen. „Die können dann quasi fast alles singen“, so der Musikexperte und fügte hinzu: „Nicht ohne Grund sind die Jungs deutsche Meister ihres Fachs.“

Der große Höhepunkt des Chorabends folgte nach der Pause mit Franz Biebls begehrtem „Ave Maria“, das mit drei Solo-Einsätzen für Gänsehaut-Effekt im Publikum sorgte und wohl allen Gästen in nachhaltiger Erinnerung bleiben wird. Mucksmäuschen-Stille nach dem letzten Akkord, bis ein donnernder Applaus losging, der von zahlreichen „Bravo!“-Rufen gekrönt wurde.

Kay Emeis, selbst erfahrener Chorsänger im Ensemble 8, war überaus begeistert und voller Lob über diesen Auftritt. „Wie diese Stimmen zu einem Gesamtklangkörper zusammengeführt sind, ist einfach großartig“, war sein klares Urteil, dem nichts mehr hinzuzufügen ist. (Ulrich Bohling/kommunikateam GmbH, 20.09.2022)

Letzte Änderung: 19.09.2022

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