Spritzige und kurzweilige Darbietung

Figaros Hochzeit - endlich wieder Oberstufentheater am JRG

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Endlich wieder auf der Bühne stehen - man merkte den Darstellerinnen und Darstellern die Begeisterung darüber an. Foto: pr
Endlich wieder auf der Bühne stehen - man merkte den Darstellerinnen und Darstellern die Begeisterung darüber an. Foto: pr

Endlich ein Ende der coronabedingten Spielpause der Theater-AG der Oberstufe des Johann-Rist-Gymnasiums! Endlich wieder auf der Bühne stehen dürfen und der aufgestauten Kreativität freien Lauf lassen.

Das war es, was man an diesem Premierenabend des Oberstufen-Theaters ganz besonders spürte - das Zusammenspiel der jungem Mimen, der Spaß am gemeinsamen Auftritt, die Umsetzung der eigenen Ideen und Gedanken zur im Bühnenwerk von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais dargestellten Adelskritik. Die „Hochzeit des Figaro“ bekam so ein modernes Gesicht. Die mit Doppelrollen besetzten Charaktere von Figaro und seiner Susanne vermochten es, die Bühne mit Leben zu füllen, und ergänzten sich perfekt in der Darstellung der Gedankenwelten des jungen Paares. Aber auch die anderen Darsteller und Darstellerinnen - seien es die ebenfalls als Duo auftretenden Gräfinnen oder auch in den anderen Rollen spielenden Mimen zeigten wieder ihr bravouröses Können.

Thies Frerks spielte grandios den selbstverliebten und machtgewohnten Graf Almaviva, sorgte für Spannung, aber vor allem für viel Witz und kuriose Szenen. Das großartige Talent des Ensembles und die Vielseitigkeit einzelner Akteure zeigten sich auch wieder in herzerweichenden und wunderschönen Gesangsdarbietungen. Thies Frerks und Janne Morgenweck performten, begleitet von Mia Heimann am Flügel, „Is’ schon gut“. Besonders wunderschön war die Gesangseinlage von Mira Plümpe, die das Liebeslied „Eins sein“ sang.

Neben der spritzigen und kurzweiligen Darbietung des Spektakels voller Intrigen und Liebeleien, das im Theatersaal der Schule dargeboten wurde, zeigten die Schüler und Schülerinnen ihr gesamtes Repertoire an Kreativität. Sie hatten für die Aufführung ein professionell gemachtes Musikvideo mit selbst geschriebenen Texten vorbereitet, das sie in das Theaterstück einbanden. So wurde der Handlungsfaden im Video weitergerappt und im Anschluss spielerisch wieder aufgenommen. So lustig, kurzweilig und vielseitig die Darbietung auch war - am Ende überzeugte das Ensemble mit einem bemerkenswerten gesellschaftskritischen Abschluss gegen eine noch immer patriarchalische Welt, der gerade, weil er so unerwartet kam, seine Wirkung bestens entfalten konnte. (Angela Drewes, 20.9.2022)

Letzte Änderung: 20.09.2022

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