Studenten in Luftreinigungs-Action

Junge Leute von der Fachhochschule Wedel optimieren Technik

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Frische Luft wie an der Elbe - dafür wollen die Studierenden Clemens Michaelis (links) und Phillip Fromhold mit ihren optimierten Luftreinigungsgeräten sorgen.
Frische Luft wie an der Elbe - dafür wollen die Studierenden Clemens Michaelis (links) und Phillip Frommhold mit ihren optimierten Luftreinigungsgeräten sorgen.

Wenn Studierende vom Präsenz-Unterricht verschont bleiben, kann schon mal Langeweile aufkommen - und die will vertrieben werden. So erging es jedenfalls Phillip Frommhold, angehender Dienstleistungsmanager, und Eddie Nordwich, zukünftiger Wirtschaftsingenieur, von der Fachhochschule Wedel und ihren Freunden Clemens Michaelis, einem frisch gebackenen Betriebswirt, sowie dem Digitalisierungsexperten Zac Sperlich. Um vielleicht doch wieder mal in einen Hörsaal zu kommen, und das ohne alle zehn Minuten die Fenster aufzureißen und den Gedankenfluss damit zu unterbrechen, beschäftigten sich die vier mit Luftreinigungsgeräten - und kamen zu der Einsicht: Hier gibt es viel zu verbessern.

Tief tauchten die vier in die Materie ein, welche Technik vorhanden sein muss, um den Viren den Garaus zu machen. "Wir setzen bei allen Luftreinigern auf HEPA13-Filter. Wir sind sehr stolz, dass wir mit zusätzlich verbauter Luftbefeuchtung und UVC-Strahlung zur noch effizienteren Entkeimung moderne Technologie anbieten können", so Phillip Frommhold. Und dabei müssen sie noch so leistungsfähig sein, dass auch Räume mit großem Luftvolumen ausreichend gereinigt werden können. Allein: In Kombination sind diese Eigenschaften am Markt nur sehr selten zu finden. Und wenn, dann zu deftigen Preisen.

Das muss doch besser gehen! - So war der Ansatz der vier. Und mit wissenschaftlicher Akribie recherchierten sie Anbieter der benötigten Komponenten und tüftelten aus, wie sie zusammengebaut werden müssen. Sie konfigurierten die Einzelteile so, dass sie mit dem Ergebnis zufrieden waren. Um dies zu prüfen, entwickelten sie ein entsprechendes Messgerät gleich auch noch mit.

Was erst als anspruchsvoller Zeitvertreib gedacht war, könnte sich jetzt für Phillip Frommhold sogar zum Thema seiner Abschlussarbeit entwickeln. Und weil die neu konfigurierte Technik Perspektiven verspricht, ließen sie einige Geräte schon zusammensetzen und checkten, ob sich vielleicht sogar mehr draus machen lässt. Schließlich hat auch ein Bill Gates einmal als Student in einer Garage angefangen...

"Wir wollen uns keine goldene Nase verdienen. Es ging uns am Anfang darum, Technik zu optimieren und damit zu helfen", erzählte Phillip Frommhold. So ging auch eines der ersten Geräte an die Wedeler Tafel. Es kam prima an - so dass das Kleeblatt sich entschloss, das Projekt zu einer Firma weiterzuentwickeln. SaluTech heißt ihr Baby jetzt und alle sind gespannt, wie es sich entwickelt.

Natürlich sind sie im "Hauptjob" weiterhin Studierende und büffeln online, um ihre Scheine zu bestehen. Aber in jeder freien Minute widmen sie sich den Fragen, wie sich die Gerätschaften noch weiterentwickeln lassen. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 21.4.2021)

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