Uraufführung von Gerhard Folkerts Chorkompositionen in Berlin

...und Premiere von "Der andere Theodorakis" in Pinneberg

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Dr. Gerhard Folkerts (links) im Gespräch mit S. E. Theodoros Daskarolis, dem griechischen Botschafter in Berlin. Foto: Petra Folkerts
Dr. Gerhard Folkerts (links) im Gespräch mit S. E. Theodoros Daskarolis, dem griechischen Botschafter in Berlin. Foto: Petra…

In der Jesus-Christus-Kirche in Berlin Dahlem, dem Zentrum der Bekennenden Kirche während der NS-Zeit, gaben am Vorabend des Holocaust-Gedenktages der Internationale Chor der Deutschen Welle Köln und der Chor der Stadt Athen ein Konzert mit Kompositionen unter anderem von Manos Hadzidakis, Mikis Theodorakis und Gerhard Folkerts, dem Komponisten und Konzertpianisten aus Wedel..

Stavros Beris, der Athener Chordirektor äußerte nach dem Konzert, er würde das ganze "Kalavryta-Oratorium" von Dr. Folkerts gern einstudieren und aufführen -  ein Werk für Sopran/Mezzosopran, Bass/ Bariton, Chor und Sinfonieorchester. Es enthält Texte von Ausländer, Brecht, Celan, Ganas, Härtling, Hikmet, Hirsal, Hölderlin, Kadelbach, Kahlau, Koutsouris, Neruda, Ritsos, Sfountouris und Theodorakis. Kalavryta steht als Symbol für die Vernichtung deutscher Besatzungspolitik in Griechenland 1943. Kalavryta war ein Dorf, in dem alle Männer ab dem 15. Lebensjahr umgebracht wurden und das völlig zerstört wurde. Zur gemeinsamen Durchsicht der Partitur vereinbarten Beris und Gerhard Folkerts ein Treffen. Lob und Anerkennung fand Folkerts auch in der bewegenden Rede des griechischen Botschafters in Berlin, S. E. Theodoros Daskarolis, und dem anschließenden gemeinsamen Gespräch.

Vier Tage später fand in der Drostei in Pinneberg die Premiere des Programms "Der andere Theodorakis" mit Arien aus den Opern Antigone, Elektra, Medea. Liedern und Klavierkompositionen statt. Die große Stimme der Mezzosopranistin Frances Pappas, zur Zeit an der Oper in Salzburg tätig, begeisterte die Zuhörer in beiden ausverkauften Konzerten. Rolf Becker las mit hoher Rezitationskunst. Gerhard Folkerts interpretierte Theodorakis Musik als Liedbegleiter und Solist. Er hatte auch die inhaltliche Konzeption des Programms entworfen. Das Publikum dankte mit standing ovations. (tt/kommunikateam GmbH, 9.2.2019)

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