Wedel i(s)t regional: So lecker ist Klimaschutz

Stadt und Bürgerinnen und Bürger starten Bildungs-Initiative.

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Schmackhafter Klimaschutz: In dem Projekt „Wedel is(s)t regional“ gehen Klimaschutzmanagerin Simone Zippel (links) und…

Mit einem neuen dynamischen Bildungsprojekt möchte die Stadt Wedel zusammen mit Institutionen, Vereinen und einzelnen Bürgerinnen und Bürgern Appetit auf bewussten Klimaschutz bei der täglichen Ernährung machen. „Wedel is(s)t regional“ lautet der Titel der Initiative unter dessen Dach sich verschiedene Wedeler Einrichtungen daran beteiligen wollen, die Bildung und das Wissen über klimafreundliches Verhalten zu stärken. Mit dabei sind neben der Stadt Wedel und der städtischen VHS Wedel auch der Kreis Pinneberg, der Klimaschutzfonds Wedel, die Initiative „Wedel im Wandel“, mehrere Kindertagesstätten sowie engagierte Privatpersonen.

Die ersten Aktionen im Rahmen des Projektes sind bereits angelaufen. Während zum Beispiel die Kindertagesstätten „Hanna Lucas“ und „Traute Gothe" sich auf die Einbindung regionaler und saisonaler Produkte in den Kita-Alltag konzentrieren und Erkundungsausflüge zu regionalen Höfen und Wochenmärkten unternehmen,, wollen Mitglieder der Initiative ein E-Learning Programm mit Quiz-Funktion zur klimafreundlichen Ernährung entwickeln. Zudem sollen regionale Rezepte gesammelt werden. Auch ein Logo, das über den verschiedenen Aktionen stehen soll, wird derzeit erarbeitet. 

Die laufenden Projekte sollen auch den Anreiz für weitere Interessenten sein, sich zu melden, um die bestehenden Aktionen zu unterstützen, oder sogar eigene Ideen umzusetzen. Als weiterer Impuls ist für den 24. April um 17 Uhr im Ratssaal im Rathaus Wedel ein öffentlicher Vortrag von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein zum Thema „Klimaschutz schmeckt“ geplant. Auch hier sind Interessierte herzlich willkommen.

„Gerade das Thema Ernährung bietet enormes Potenzial für die Einsparung von CO2.  Für die gleiche Menge CO2, die für die Aufzucht und den Transport einer Ananas mit 1,3 Kilogramm Gewicht verbraucht wird, könnte man rund vier Kilogramm regional erzeugte Äpfel auf den Tisch bringen“, sagt die Wedeler Klimaschutzmanagerin Simone Zippel. Sie freut sich, dass so viele unterschiedliche Teilnehmende das Projekt mit ihren jeweiligen Ideen nach vorn treiben.

Hervorgegangen ist das Projekt aus einem Workshop der jüngsten Wedeler Klimaschutzkonferenz, die Zippel im Oktober vergangenen Jahres initiiert hatte.  Hier hatten sich Interessierte erstmals getroffen, um zu überlegen, wie Klimaschutz zu einem festeren Bestandteil des Bildungsangebotes in Wedel werden kann. Die gemeinsame Leitung des Projektes übernahmen zum Start Cornelia Mayer-Schwab, Leiterin der VHS-Wedel, und Klimaschutzmanagerin Zippel. Im Januar traf sich dann die Workshop-Gruppe an einem Abend, um sich auf ein gemeinsames Thema für Wedel zu einigen. Nach intensivem Austausch stimmte die Mehrheit für „klimafreundliche/regionale/saisonale Ernährung“. Über verschiedene Kanäle sollen, so die Idee, Informationen zu den ökologischen Wirkungen des Verbraucherverhaltens auf eine kreative Art und Weise in ganz Wedel gestreut werden. Das Projekt „Wedel is(s)t regional“ wird im Zeitraum von Januar bis November 2018 umgesetzt. Eine Ausstellung mit den Ergebnissen der Teilnehmenden im Rathaus soll die Erfahrungen der Teilnehmenden präsentieren.

Wer an der Initiative mitarbeiten möchte, ist herzlich dazu eingeladen und kann sich bei der Klimaschutzbeauftragten Simone Zippel (s.zippel(at)stadt.wedel.de, Tel.: 04103/707-333) melden.

(5. April 2018, Stadt Wedel/Kamin)

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