Wie ein Lesehund den Kindern hilft

Kerstin Deters-Köhnke und "Emmy" stärken bei Jungen und Mädchen die Lese-Kompetenz und das Selbstvertrauen

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Kerstin Deters-Köhnke mit Lesehündin "Emmy" (rechts) und Nachwuchs-Lesehündin "Nala" hören leseschwachen Kindern zu.
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Kerstin Deters-Köhnke mit Lesehündin "Emmy" (rechts) und Nachwuchs-Lesehündin "Nala" hören leseschwachen Kindern zu. Foto: Frenzel
Kinder bauen eine ganz besondere Beziehung zum Lesehund auf - und bekommen Selbstvertrauen. Foto: Deters-Köhnke
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Kinder bauen eine ganz besondere Beziehung zum Lesehund auf - und bekommen Selbstvertrauen. Foto: Deters-Köhnke

Dass Hunde die besten Freunde der Menschen sind, ist ja nun eine Binsenweisheit. Wieder mal einen Beweis dafür liefert "Emmy", eine sanfte Golden-Retriever-Hündin. Als Lesehund bildet sie mit ihrem "Frauchen" Kerstin Deters-Köhnke ein pädagogisches Power-Team, das bei Kindern beinahe wahre Wunder wirkt: Das Selbstvertrauen wächst und ebenso die Fähigkeit zu lesen.

Aber was ist dabei des Pudels Kern? "Viele Kinder mögen einfach nicht vorlesen, weil sie schüchtern sind und Angst haben, sich vor anderen Menschen zu blamieren", berichtet Kerstin Deters-Köhnke. Einer ihrer Söhne hatte mit dem Lesen so seine Probleme. Und dann hörte sie von dem Projekt von Kimberly Ann Grobholz, die in München auf den Hund kam. Genauer: Wenn Hunde beim Lesen zuhören, nörgeln sie nicht an der Aussprache, am Tonfall oder wegen des einen oder anderen falschen Wortes. Sie sind einfach fürs Kind da und geduldig. "Sie schaffen eine stressfreie, wertschätzende Lese-Atmosphäre, in der Kinder die Freude am Lesen finden oder wiederfinden und ihr Lesen Schritt für Schriff verbessern", sagt die Assistentin von "Emmy", die sich von Kimberly Ann Grobholz ausbilden ließ.

So besucht sie in normalen Zeiten mit "Emmy" bei Fuß und einer Buchauswahl für unterschiedliche Klassenstufen unterm Arm Jungen und Mädchen von Klasse 2 bis 6 und lässt sich vorlesen. Die Kinder beachten dabei kaum, dass nicht nur "Emmy" zuhört, sondern auch die freundliche Frau, die dann auch ab und an vorsichtig mal Tipps geben darf, wie das Lesen noch besser funktionieren könnte.

"Ein Lesehund-Team kommt in Schulen, Büchereien, Schulkindbetreuung, heilpädagogischen Einrichtungen und weiteren Orten zum Einsatz. Leseschwache Kinder sind zu diesem besonderen Erlebnis kostenfrei eingeladen", erläutert Kerstin Deters-Köhnke. Sie hofft, dass auch andere Hundebesitzer und -besitzerinnen gemeinsam mit ihren Tieren Leseteams bilden, denn der Bedarf ist da. Aus diesem Grund bietet sie entsprechende Schulungen an. Wer mehr wissen möchte, schreibt einfach eine Mail an info(at)lesehund-im-norden.de, ruft an unter 0177/8258980 oder schaut am Sonnabend mal persönlich vorbei, wennn von 9 bis 15 Uhr im Beachclub am Strandbad von 9 bis 15 Uhr eine Hundemesse stattfindet. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 13.7.2021)

 

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