24 Stunden Übung

DLRG an Deck: Wasserrettungszug Kreis Pinneberg stellt seine Einsatzfähigkeit unter Beweis

in Leben in Wedel, Elbe Maritimes

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Einsatzbesprechung für die Gruppenführer. Es werden Personen im Waldstück am Yachthafen vermutet. Fotos: Dustin Maack
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Vom Parkplatz an der Aumündung starten die Einsatzkräfte zur Personensuche im Waldstück am Yachthafen.
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Das Rettungsboot Pinnau erreicht mit den ersten Verletzten den Tonnenhafen.
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Auch Kenntnisse in Wiederbelebung waren von den Helferinnen und Helfern gefordert.
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Der Einsatz von Hochwasserbooten mit Rädern erfolgt uunter anderem in überfluteten Ortschaften.

 

Alarm auf der Elbe: Rund 40 Einsatzkräfte vom Wasserrettungszug des Kreises Pinneberg stellten ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis.

Während einer 24-Stunden-Übung sind hierbei vor allem die Kernkompetenzen der Wasserretter und das Zusammenspiel dieser Fähigkeiten in einer komplexen Übungslage überprüft worden. Die 40 Katastrophenschutzhelfer aus dem Kreis Pinneberg wurden mit ihren Einsatzfahrzeugen und Booten von Sonnabend 12 Uhr bis Sonntag 14 Uhr in Wedel zusammengezogen, um von dort aus zu den verschiedenen Einsatzlagen auszurücken.

Nachdem am Sonnabend der Schwerpunkt auf fünf Stationsübungen lag, mussten am Sonntag zwei Einsatzszenarien abgearbeitet werden. Bei den Stationsübungen geht es vor allem um das Überprüfen einzelner Fähigkeiten, die im Katastropheneinsatz auf dem Wasser erforderlich sind. Neben dem zügigen zu Wasser bringen von Rettungsbooten verschiedenster Typen und dem Einsatz von technischem Rettungsgerät, z.B. bei Havarien und Evakuierungen, gehören auch Sanitätseinsätze auf dem Wasser oder die Absicherung von Einsatzstellen und Helfern zum Programm. In einem Planspiel wurden außerdem die einsatztaktischen Fähigkeiten der Einsatzkräfte gefordert.

Am Sonntag galt es zwei Einsatzszenarien mit den Übungsinhalten vom Vortag professionell abzuarbeiten. Bei der Suche nach einer vermissten Person waren neben der Einsatztaktik v.a. Orientierung und Koordination der Einsatzkräfte gefordert. Nachdem die Person wohlbehalten gefunden wurde, forderte ein Notruf von der Elbe das ganze Können der Lebensretter. Nach einer Kollision zwischen einem Frachtschiff und einer Gruppe von Paddlern galt es, Menschenleben zu retten. Da die zur Übung vermissten Personen sowohl noch im Wasser, als auch aus eigener Kraft das Land erreichen konnten, verteilte sich das Einsatzgebiet über einen großen Korridor. Bei dem Einsatz der Rettungsboote zur Suche und Rettung der Vermissten, wurden auch zwei Sidescansonare eingesetzt, mit denen Personen unter Wasser geortet werden können. Da sich einige Personen schwimmerisch, aber verletzt an Land westlich des Hamburger Yachthafens retten konnten, musste außerdem das dortige kleine Waldstück abgesucht werden. Gegen Ende der Übung konnten alle vermissten Personen gefunden und gerettet werden.

Die 24-Stunden-Übung konnte erfolgreich absolviert werden und hat vor allem die hohe Einsatzbereitschaft und Kompetenz der Rettungsschwimmer unter Beweis gestellt.

Der Wasserrettungszug ist eine Katastrophenschutzeinheit des Landkreises Pinneberg. Er kommt im Katastrophenfall und bei größeren Schadenlagen zum Einsatz. Seine Aufgaben sind dabei unter anderem

·         Menschen- und Tierrettung aus Wasser- und Eisgefahren

·         sanitätsdienstliche Versorgung auf dem und am Wasser

·         Sachgüterbergung aus Wasser- und Eisgefahr

·         Tauchaufgaben

·         Evakuierungen in Überflutungsgebieten

·         schwimmerischer Einsatz in stark strömenden Gewässern

 

Die Einsatzkräfte sind ehrenamtlich verpflichtete Katastrophenschutzhelfer im Kreis Pinneberg. Neben diesem Dienst verrichten sie in einer der vielen Ortsgruppen der DLRG im Kreis Pinneberg und Norderstedt noch weitere Einsatzdienste vor Ort. Die DLRG ist mit rund 1,3 Mio. Mitgliedern und Förderern die größte, freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt.

Wer Interesse an der Arbeit in der DLRG hat, findet weitere Informationen unter www.kreis-pinneberg.dlrg.de. (Jochen Möller/ DLRG, 17.10.2017)

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