Ausstellung "Weltreligionen - Weltfrieden - Weltethos"

Frewilligenforum läft zu Montag, 20. Mai, 19 Uhr in die Risthütte

in Leben in Wedel

Die Idee eines "Weltethos" geht zurück auf den Theologen Hans Küng. Er stellte fest, dass grundlegende Werte und Moralvorstellungen in allen Weltreligionen und philosophisch-humanistischen Ansätzen gleich sind. Dass Menschen ihre Mitmenschen so behandeln sollen, wie sie selbst behandelt werden möchten, ist nur ein Beispiel, das sich in vielen Religionen wiederfindet. Das Gemeinsame und nicht das Trennende aufzuzeigen, ist für das Zusammenleben in unserer heutigen Gesellschaft bedeutsam.

Die Ausstellung umfasst folgende Themenbereiche: Unterschiede und Gemeinsamkeiten verschiedener Religionen wie: Hinduismus, Chinesische Religion, Buddhismus, Judentum, Christentum, Islam, Sikhismus und Bahaitum. Sie klärt das Grundprinzip, die "Goldene Regel" des menschlichen Zusammenlebens: "Jeder Mensch soll menschlich behandelt werden". Überdies thematisiert sie die vier ethischen Weisungen "Gewaltlosigkeit", "Gerechtigkeit", "Wahrhaftigkeit" und "Partnerschaftlichkeit" und deren Aktualität für die heutige Zeit.

Klaus-Georg Poehls, Pastor in Blankenese und Referent der Stiftung Weltethos wird die Weltethosidee (s.o.) vorstellen und die Ausstellung mit einem Vortrag am 20. Mai ab 19 Uhr eröffnen "Islam und Gesellschaft- im Dialog mit anderen Religionen" heißt der Titel eines Vertiefungsvortrages eine Woche später ebenfalls beginnend um 19 Uhr.

„Menschen muslimischen Glaubens leben seit Generationen in Hamburg. Was lehrt mich mein Glaube? Welche Pflichten habe ich in der Gesellschaft? Was kann ich konkret beitragen, um den Frieden und den Zusammenhalt zu stärken? Wie kann der Dialog zu den anderen Religionen gefördert werden?“, sagt Referentin Nedra Ouarghi.

Nedra Ouarghi, Islamwissenschaftlerin aus Hamburg. Sie ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Fachrates Islamische Studien e.V. (FIS). Die Arbeit der FIS teilt sich in drei Schwerpunkte: Wissenschaft, Bildung und Dialog. N.O. ist in der Jugend-und Bildungsarbeit tätig. Dies ist ein öffentlich durch die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration gefördertes Projekt, in dem wir präventive deutschsprachige Bildungsangebote für junge MuslimInnen in Moscheegemeinden anbieten. Darüber hinaus ist es auch ihre Aufgabe sich in interreligiösen Dialogveranstaltungen für Jugendliche aktiv und mitwirkend zu engagieren.

Nach beiden Vorträgen ist Gelegenheit, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen. (Maritta Henke,17.5.2019)

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