Brücke am Schulauer Moorweg ab 10. August wieder frei

Schlechter Baugrund sorgt für Verzögerung.

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Der Brückenneubau am Schulauer Moorweg soll am 10. August wieder freigegeben werden. Foto:Stadt Wedel/Kamin
Der Brückenneubau am Schulauer Moorweg soll am 10. August wieder freigegeben werden. Foto:Stadt Wedel/Kamin

Gute Nachrichten für Radfahrer und Fußgänger am Schulauer Moorweg. Das neue Brückenbauwerk, das die alte marode Brücke über die Wedeler Au ersetzt, soll voraussichtlich am 10. August wieder freigegeben werden. Die Freigabe erfolgt damit rund 10 Wochen später als ursprünglich geplant.

Mit dem Abschluss der Arbeiten an den Versorgungsleitungen ist nun der komplexeste Teil der Arbeiten fertiggestellt. Zuletzt wurde die provisorische Brücke für die Versorgungsleitungen abgebaut. Derzeit werden die Baugruben aufgefüllt, damit die Straßenbauarbeiten abgeschlossen werden können. Danach wird das Geländer installiert und die Restarbeiten, wie dem Entfernen der Baustellenschilder, Fugenabdichtungen und Baufeldräumung durchgeführt, damit die Brücke wieder freigegeben werden kann.     

Die nach aktuellem Stand zehnwöchige Verzögerung zur Ursprungsplanung ist nicht auf ein Kernproblem, sondern auf eine Kombination verschiedener kleinerer Faktoren zurückzuführen. Durch den nassen Februar, war der nicht eingeplante Einsatz von Pumpen notwendig geworden, um die Baustelle trocken zu halten. Die Arbeiten an den Versorgungsleitungen, während derer die Versorgung die Versorgung dauerhaft aufrechterhalten werden musste, hatten sich als aufwändiger erwiesen als in den Planungen angenommen. Auch die Koordination gleich mehrerer Versorgungsbetriebe und ihrer Arbeiten haben sich als größere Herausforderung herausgestellt als zunächst gedacht. Zuletzt musste wegen der für die Fahrbahnstabilität zu schlechten Beschaffenheit des Baugrundes ein so genanntes Geogitter verbaut werden, um die Stabilität des Straßenkörpers zu erhöhen.  

Darüber hinaus haben die zusätzlich erforderlichen Hygienevorgaben wegen der Coronakrise die Arbeiten zumindest nicht beschleunigt. So musste zum Beispiel ein weiterer Container aufgestellt werden, damit während der Pausen die Abstandsregeln eingehalten werden konnten. Als ein genereller zusätzlicher Zeitfaktor hat sich auch bei dieser Baustelle die Notwendigkeit einer immer aufwändigeren Baustellenabsicherung zu Beginn und zum Ende jedes Arbeitstages bemerkbar gemacht. So reicht es inzwischen nicht mehr aus, den Durchgang von Passanten durch die potenziell nicht ungefährliche Baustelle nur mit einem „Durchgang verboten“-Schild zum Schutz der Passanten zuverlässig zu unterbinden.  Inzwischen müssen Baustellen zu diesem Zweck aufwändig mit verschraubten und abgeschlossenen Bauzäunen vollständig gesichert werden. Auch für das Aufstellen und Wegräumen dieser verschraubten Bauzäune an jedem Feierabend und zu jedem Arbeitsbeginn am Morgen werden inzwischen zusätzliche zeitliche Kapazitäten benötigt. Diese wären vermeidbar, wenn Passanten auch eine Absperrung nur durch Hinweisschilder respektieren würden.

Die Stadt Wedel bedauert, dass der notwendige Brückenneubau am Schulauer Moorweg trotz aller Bemühungen aufgrund der beschriebenen Herausforderungen nicht schneller abgeschlossen werden konnte, und bittet vor allem Anwohnende, sowie Menschen, die den Klövensteen zu Fuß oder per Rad erkunden und entsprechende Umwege in Kauf nehmen mussten, um Verständnis.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        

Hintergrund Brückenbauprojekt Schulauer Moorweg:

Die etwa 80 Jahre alte Brücke am Schulauer Moorweg befand sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand und war darüber hinaus für die heute anzusetzenden Brückenbelastungen nicht mehr ausreichend tragfähig. Aus diesem Grund musste die alte Brücke abgerissen und durch eine neue Brücke ersetzt werden. Zur Sicherstellung der versorgungstechnischen Infrastruktur war es erforderlich, diverse Leitungen während der Bauzeit provisorisch zu verlegen. Die Baukosten für die Maßnahme belaufen sich für die Stadt Wedel auf insgesamt etwa 670.000 Euro plus 60.000 Euro Baunebenkosten.

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