Das große Trödeln und Feilschen

Beim ersten Flohmarkt der Nachbarschaftsinitiative Moorwegsiedlung ist kräftig für den Kinderschutzbund und die Moorwegschule gespendet worden

in Leben in Wedel, Top-News

Eine Gruppe strahlender Menschen vor dem Infostand des Kinderschutzbundes
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Anja König (2. v. l.), Bäckerei Krämer König, überreichte ihre Spende an Bonny Redelstorff (2. v. r.), Vorsitzende des Kinderschutzbundes Wedel. Die Organisatoren des Flohmarktes Torben Wunderlich (v. l.), Svenja Rohwedder und Johanna Bärenz freuen sich über das Geld für die Kinder.
Eine Familie am Flohmarktstand
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Drei Generationen der Familie Faget waren beim großen Flohmarkt dabei. Fotos: Wolf Danehl
Zwei Jungs in einem Spiel-VW-Bus
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Emil und Jonte waren so richtig in ihrem Element als Verkaufsförderer.
Zwei Frauen mit Antiquitäten
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Martina Zink und ihre Mutter Carola Ott boten ein paar Antiquitäten feil.
Noch eine Familie mit vielen Kindern an ihrem Flohmarktstand
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Bei Familie Rohwedder halfen alle mit. Fotos: Wolf Danehl/kommunikateam

Inspiriert von Holmerinnen und Holmern initiierte die Quartiersgemeinschaft eine liebevoll dekorierte Verkaufsschau mit 172 Ständen in Garagen, Carports und Zelten. In den Vorgärten und Einfahrten wurden Kleidung, Spielzeug, Raritäten und viel "Gedöns" den Besucherinnen und Besuchern feilgeboten.

Ziele der Veranstaltung waren, laut der engagierten Organisatoren Johanna Bärenz, Svenja Rohwedder und Torben Wunderlich, "die Gemeinschaft zu stärken und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu fördern und vor allem dabei auch den Kindern in Wedel zu helfen". Denn es sollten überall auch Spenden für die Kleinen gesammelt werden. So konnten eifrige Kinder aus dem Egenbüttelweg 216 Euro dem Schulverein der Moorwegschule übergeben. Optik Lühr spendete eine großzügige Summe für den Kinderschutzbund.

Anja König, Inhaberin der Bäckerei Krämer König, ging mit gutem Beispiel voran und überreichte symbolträchtig die Einnahmen von 250 Euro aus Ihrem "Büchertausch-Kühlschrank" an Bonny Redelstorff, die Vorsitzende des Ortsverbandes des Kinderschutzbundes Wedel. Die Beschenkte nahm dieses Geldpräsent dankbar entgegen und hat auch schon konkrete Pläne, wofür all die Spenden investiert werden sollen.

"Wir, insbesondere der Arbeitskreis "lautStark" im Kinderschutzbund, wollen damit Wendepunkt e.V. und Dunkelziffer e.V. unterstützen. Diese Vereine setzen sich für Kinder und Jugendliche ein, die Opfer von sexueller Gewalt geworden sind. Sie haben pädagogische und therapeutische Beratungsstellen für Betroffene und Interessierte eingerichtet und gehen immer wieder auch an Schulen und Kindertagesstätten, um die Kleinen und die Pädagoginnen und Pädagogen für das Thema "sexuelle Gewalt" an Minderjährigen zu sensibilisieren. Mit entsprechenden Fortbildungsangeboten und dem Material dafür können wir noch mehr aufklären und die Kinder stärken und schützen", erklärte Bonny Redelstorff.

Für das leibliche Wohl auf dem Stadtteilflohmarkt war auch gesorgt. An vielen Stellen gab es selbst gebackenen Kuchen, Waffeln und andere Delikatessen und Getränke. Aktive, bewegungsfreudige Kinder von 6 bis 13 durften an einem Selbstbehauptungskursus bei Jennifer Eckstein teilnehmen. 

Beeindruckt von dem bunten Treiben stellte ein Besucher fest, "das ist so toll, das müssen wir bei uns in Waldenau auch veranstalten". Auch am Moorweg waren sich die Akteure einig, bei dieser Premiere soll es nicht bleiben. Schließlich wartet noch so mancher Schatz im Keller und Abstellraum auf neue Besitzerinnen und Besitzer. Zudem profitieren auch noch die Wedeler Kinder von dem Flohmarkt, und das ist Ansporn genug. Wenn dann beim nächsten Mal auch noch Petrus mitspielt und es weniger regnet und schauert, werden sicherlich noch mehr Besucherinnen und Besucher kommen und die fleißigen Moorwegsiedlerinnen und -siedler bei Ihrer wichtigen Arbeit unterstützen.
(Wolf-Robert Danehl, kommunikateam, 14.09.2021) 

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