Der harte Job eines Hygiene-Beauftragten

In der Kursana Residenz trägt Pflegefachkraft Pit Hintelmann (27) große Verantwortung

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Nur wenn Pflegefachkraft Pit Hintelmann (27) in der Kursana Residenz Wedel allein im Büro der stationären Pflege am PC an den Pflegedokumentationen arbeitet, legt er für kurze Zeit seinen Mund-Nasenschutz ab.
Nur ganz allein ohne Maske: Pflegefachkraft Pit Hintelmann (27)

Er kauft nur zu Zeiten ein, in denen sich kaum Kunden in den Geschäften aufhalten, meidet Menschenansammlungen und hat seine privaten Kontakte konsequent auf ein Minimum reduziert. Selbst gute Freunde hat Pflegefachkraft Pit Hintelmann seit Monaten nicht mehr getroffen, und Feiern sind für den 27-Jährigen in Zeiten der Pandemie sowieso tabu. „Privat treffe ich nur noch meine Eltern, meine Freundin und deren Eltern“, sagt der Pinneberger, der seit zehn Jahren in der Pflege der Kursana Residenz Wedel arbeitet. „Vor Corona war ich viel unterwegs und bin gern verreist. Aber jetzt tue ich alles, um unsere Bewohner vor möglicher Ansteckung zu schützen.“

Durch seine Zusatzausbildung als Hygienebeauftragter ist Pit Hintelmann in der Senioreneinrichtung dafür zuständig, neue Mitarbeiter in das Hygienekonzept des Hauses einzuarbeiten, regelmäßig die Einhaltung aller Maßnahmen zu überprüfen und die Abläufe bei auftretenden Infektionskrankheiten zu koordinieren. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 unterstützt er Direktorin Petra Tiedemann dabei, alle Hygienemaßnahmen nach RKI-Standard in der Residenz umzusetzen. „Dazu gehört neben regelmäßigen zusätzlichen Flächendesinfektionen auch die Kontrolle von Abstandsregeln und Maskenpflicht“, sagt Pit Hintelmann, der genauso wie seine Kollegen stets mit Schutzmaske im Einsatz ist. „Wegen der Kontakteinschränkungen sind immer wieder Gespräche mit den Bewohnern und ihren Angehörigen nötig, um für Verständnis für die Maßnahmen zu werben.“

Wegen seiner Sorgfalt, der unaufgeregten Art und seines Teamgeistes wird Pit Hintelmann in der Senioreneinrichtung geschätzt: Wenn es bei der Arbeit stressig wird, bringt er Ruhe ins Team. Und wenn bei Bewohnern das Lebensende naht, gibt er ihnen und ihren Angehörigen durch seine einfühlsame Begleitung Halt. Dabei wusste Pit Hintelmann lange selbst nichts von seinen Talenten. „Es war die Idee meiner Mutter, dass ich mich nach Abschluss der Realschule für ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Residenz bewerbe“, erzählt er schmunzelnd. „Sie meinte, es würde zu mir passen, anderen zu helfen.“ Auf die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft folgten die Zusatzqualifikationen zum Kontinenzberater und zum Hygienebeauftragten. 2021 wird er die Fortbildung zur geronto-psychiatrischen Fachkraft beginnen, um demenziell erkrankte Bewohner noch besser unterstützen zu können. Längerfristig wünscht er sich, die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung bei Kursana zu absolvieren.

„Es macht mir Spaß zu lernen, Verantwortung zu tragen und mein Wissen einzubringen“, sagt Pit Hintelmann, der sich in der Altenpflege rundum zuhause fühlt. „Ich weiß zu schätzen, dass wir in der stationären Pflege nicht so viel Durchlauf an Menschen haben wie im Krankenhaus. Hier kann ich unsere Bewohner oftmals über Jahre begleiten, sie kennenlernen und mit ihnen zusammenwachsen. Das ist mir wichtig.“ Außerdem weiß er die verlässlichen Dienstpläne und die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Residenz zu schätzen, schließlich möchte er mit seiner Lebensgefährtin bald selbst eine Familie gründen.

Dass die Wertschätzung für seinen Beruf in Zeiten der Pandemie in der Bevölkerung gewachsen sei, tue ihm persönlich gut, betont Pit Hintelmann. „Mir kommt eine große Hochachtung von Menschen entgegen. Das spornt mich an, weiterhin in dieser herausfordernden Zeit für unsere Bewohner mein Bestes zu geben.“ (Jörg Frenzel kimmunikateam GmbH/Martina Petersen, 13.1.2021)

         

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