Die wilden Hühner Elvis, Pebbles und Isolde

Nachbarn betreiben im Autal ein ganz besonderes Gemeinschaftsprojekt

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Rainer Helmke mit Huhn Frieda
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Rainer Helmke mit Huhn Frieda
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Sperberhuhn Pebble
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Hybrid-Haushuhn Elfriede
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Sussexhühner Stringa und Ephigenie

Was als Corona-Projekt begann, entwickelte sich zu einem Großprojekt der gesamten Nachbarschaft im Op`n Klint. „Ich wollte trotz der Kontakteinschränkungen mit den Menschen im Kontakt bleiben und mich dabei körperlich auspowern“, sagt Rainer Helmke. Der Ruheständler wohnt einen Steinwurf vom Autal entfernt. Er erinnerte sich an die Zeit, als er früher 16 Hühner, Enten und Kaninchen hielt. Das habe ihm Spaß gemacht und die Zeit jetzt, ohne viele andere Verpflichtungen, bot sich an wieder Hühner zu halten.

Rund acht Wochen hat Rainer Helmke geplant, gebaut und sich mit der Hühnerhaltung wieder vertraut gemacht. Nun steht der fertige Hühnerstall, auf einem alten Wohnwagenanhänger gebaut, auf einer der Wiesen am Jörg-Balack-Weg. Er ist neun Quadratmeter groß und bietet mit Stall und Voliere 20 Hühnern ein Zuhause. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sorgt für Licht im Winter und betreibt eine automatische Hühnerklappe.

Der Bau des Stalls mit Ausstattung, Futter und Hühnern hat rund 2000 Euro und etliche Arbeitsstunden gekostet - viele Nachbarn fanden die Idee gut und halfen kräftig mit. Die Mühe hat sich gelohnt! Im Moment wohnen dort zwölf junge Hennen aus einer gemischten Züchtung. Sie sind ungefähr 21 Wochen alt - es sind quasi "Teenager-Hühner", die bald anfangen dürften, Eier zu legen. Der Grund für die gemischte Auswahl erklärte Rainer  Helmke so: „Mir wurde durch den Geflügelzuchtverein empfohlen, viele verschiedene Kreuzungen aus Rassen zu halten, weil sie so eine hohe Legeleistung hätten.“ So sind es zwei Hybrid-Haushühner in braun, zwei Sperberhühner,drei Sussexhühner, drei Barnevelderhühner, ein Cream-Legbarhuhn und ein Crevé Coer-Huhn geworden.

Sie legen weiße, braune und grüne Eier. Die Eier essen Rainer Helmke und seine Familie nicht alleine. Fast jedes Huhn hat einen Paten für ein Jahr. Das kostet 125 Euro  und beinhaltet Instandhaltung, Futter und Wasser. Dafür gibt es dann die Eier. Außerdem kann man sich auch ohne Patenschaft an dem Haus mit 50 Euro beteiligen. Wer will, kann die Patenschaften um ein weiteres Jahr verlängern. „Das dürfte sehr wahrscheinlich sein. Die Hühner haben nämlich alle Namen und niemand lässt ein Tier töten, wenn man erstmal einen Bezug zu dem Huhn hat", sagt Rainer Helmke. Sie heißen Paula, Elfriede, Pebbles, Sieglinde, Isolde, Henriette, Stringa, Frieda, Ephigenie, Elvis und Pretty Woman. Eines hat noch keinen Namen und es kommen auch noch welche dazu. (Beeke Frenzel/kommunikateam GmbH, 17.8.2020)

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