DLRG warnt vor dem Betreten der Eisflächen!

Jedes Jahr nach den ersten Frosttagen zieht es Kinder, aber auch Erwachsene, an zugefrorene Teiche und Seen. Aber die Eisdecke birgt ein hohes Risiko!

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Mit einem Luftkissenfahrzeug sind die Retter der DLRG Wedel auch auf dünnem Eis sicher unterwegs. Foto: DLRG

Damit ein Teich oder See wirklich zufriert, muss es ein paar Tage konstant sehr kalt sein. Das Eis braucht Zeit, um tragfähig zu sein. Je nach Temperatur und Sonneneinstrahlung kann das mehrere Wochen dauern. Die Temperaturen lagen in den letzten Tagen jedoch häufig auch über dem Gefrierpunkt, sodass für das Betreten der zugefrorenen Wasserflächen höchste Lebensgefahr besteht. Wegen dieser Gefahr wird die Stadt generell keine Eisflächen freigeben. Insbesondere der Mühlenteich ist ein Fließgewässer, bei dem das Eis besonders schnell brechen kann.

Eisflächen müssen für das Betreten eine Dicke von 15, bei Bächen und kleinen Flüssen sogar 20 Zentimeter aufweisen. Dies gilt auch für seichte Gewässer, die oftmals als vermeintlich ungefährlich eingeschätzt werden. Bricht man in solche Gewässer ein, droht die Gefahr, unter die Eisfläche zu rutschen.

Die Dicke von Eisflächen kann durch verschiedene Faktoren stark beeinflusst werden. So bergen Unterströmungen, Zuflüsse, Gasbläschen aus schlammigem Grund oder Einbrüche und Risse große Gefahren. Besonders gefährlich ist es, wenn Schnee auf der Eisdecke liegt, da man dann die Eisflächen nicht betrachten kann. Dunkle Stellen im Schnee sind häufig ein Hinweis dafür, dass an dieser Stelle noch eine Dünne Eisschicht vorherrscht.

Folgende Sicherheitshinweise sollte jeder, der sich aufs Eis wagt unbedingt beachten:
1.Nie aufs Eis gehen, wenn man alleine oder niemand in der Nähe ist
2.Wenn das Eis knistert oder knackt, muss es sofort verlassen werden. Hierfür unbedingt flach auf das Eis legen, um das Gewicht zu verteilen und sich in Bauchlage zum Ufer begeben und zwar in die Richtung, aus der man gekommen ist. Ruckartige Bewegungen vermeiden.
3.Ist man eingebrochen, laut um Hilfe rufen und sich am Eisrand festhalten. Anschließend versuchen, mit den Füßen, die gegenüberliegende Eiskante zu erreichen, um sich auf die Eisfläche zu drücken und in Bauchlage zum Ufer rutschen. Ist dies nicht möglich, kann man versuchen, mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer freizuschlagen.
4.Haben Sie das Ufer erreicht, suchen Sie sofort einen beheizten Raum auf und begeben Sie sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung.

Wie kann ich einem im Eis verunglückten helfen?
1.In jedem Fall als erstes den Notruf über die 112 absetzen!
2.Bei der Hilfeleistung unbedingt den Selbstschutz beachten und sich nicht unnötig in Gefahr begeben.
3.Falls die Person nicht weit vom Ufer entfernt ist, versuchen Sie, ihr vom Land aus Hilfsmittel zuzureichen. Dies können Stangen, Äste, oder Leinen sein, aber auch Rettungsball, Rettungsstange bzw. Rettungsring.
4.Muss man zur Rettung die Eisfläche betreten, so verteilen Sie Ihr Gewicht, indem Sie sich auf das Eis legen. Versuchen Sie Hilfsmittel, wie Bretter, Leitern, Äste oder Seile zuzureichen. Zur Not kann hier auch eine Jacke oder ein Schal helfen. Stehen keine Hilfsmittel zur Verfügung, bilden Sie zusammen mit anderen Passanten eine Menschenkette, indem Sie sich jeweils an den Füssen des Vordermannes festhalten.
5. Nach der Rettung muss die verunglückte Person möglichst in einen beheizten Raum verbracht und/oder mit Decken oder trockener Kleidung zugedeckt werden. Da die Person stark unterkühlt ist, müssen unbedingt unnötige Bewegungen oder „trockenrubbeln“ vermieden werden.
Eltern sollten Ihre Kinder eindringlich auf die Gefahren des Eises aufmerksam und mit den Rettungsregeln vertraut machen.Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.dlrg-wedel.de.  (DLRG Wedel / Martin Leuschner, 30.1.2021))

www.dlrg-wedel.de

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