Energiewende in der Kindertagesstätte

DRK-Kita Flerrentwiete beteiligt sich am Projekt KIEN der Leuphana Universität Lüneburg

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Fünf Akteure - ein Ziel: Nachhaltigkeit an den Kitas: Bürgermeister Niels Schmidt (von links), Julia Preisigke (Leuphana-Universität), DRK-Kita-Leiter Markus Kleinwort,  Prof. Dr. Ute Stoltenberg (Leuphana-Universität) und Stadtwerke-Geschäftsführer Adam Krüppel.
Fünf Akteure - ein Ziel: Nachhaltigkeit an den Kitas: Bürgermeister Niels Schmidt (von links), Julia Preisigke…

"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." Deshalb arbeiten die Stadt Wedel, die  DRK-Kindertagesstätte in der Flerrentwiete, die Stadtwerke und die Leuphana-Universität Lüneburg in den kommenden zwei Jahren beim Projekt KIEN eng zusammen. Hinter dem Kürzel verbirgt sich "Kitas und Energiewende", eine Aktion, die komplett von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert wird und die deshalb den leicht angeschlagenen Stadthaushalt auch nicht belastet. Die stille Hoffnung er Initiatorin Prof. Dr. Ute Stoltenberg und Kita-Leiter Markus Kleinwort: Was "Hänschen" den Tag über im Kindergarten gelernt hat, soll er zuhause bei "Hans" in die Familie einbringen.

Ein erstes Treffen von Vertreterinnen und Vertretern der Stadt, den Stadtwerken, dem Umweltbeirat, dem Klimaschutzfonds und engagierten Mitgliedern aus den Parteien mit Professorin Dr. Ute Stoltenberg und Julia Preisigke von der Leuphana Universität Lüneburg wird von allen Beteiligten als guter Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit gewertet.

„Es gibt so viele Themen, die sowohl in der Bildungsarbeit als auch von den Bürgerinnen und Bürgern und den politisch Verantwortlichen aufgegriffen werden können. Und durch Zusammenarbeit lassen sich neue Ideen auch viel einfacher und besser umsetzen“, sagt die Initiatorin und Leiterin des Projekts, Prof. Dr. Stoltenberg.

 Ansatz des Projektes ist es Kinder und Erwachsene in der Kita dabei zu unterstützen, in Ihrer Arbeit auch Fragen aufzugreifen, die dafür sensibilisieren, dass Energie auf unterschiedliche Weise gewonnen und nutzbar gemacht werden kann und „wo überall Energie drinsteckt“, wenn man Energie sparen möchte.

Markus Kleinwort, Leiter der DRK-Kindertagesstätte,  freut sich auf diese spannende Herausforderung. Im vergangenen Jahr hatte sich die Einrichtung im Rahmen des Kita21 Projektes bereits aktiv mit dem Thema Müll beschäftigt. „Kinder, Familien und Mitarbeiter auf Nachhaltigkeit hinzuweisen sind in der heutigen Zeit sehr wichtig.“ so Kleinwort „Kindertageseinrichtungen bieten eine großes Potential frühzeitig auf einen bewussten Umgang mit unserer Umwelt hinzuweisen. Wir sind es, die täglich mit den Kindern und Familien in Kontakt kommen. Mit Eintritt in die Schule wird der Einfluss auf Eltern stetig geringer. Im Hinblick auf die begrenzten Ressourcen unserer Umwelt sehe ich hier die Chance der Kindertagesstätten, frühzeitig auf das Konstrukt Familie einzuwirken.“

 Die Leuphana Universität sieht die Kitas als einen Ort der Information und des inhaltlichen Austauschs für pädagogisches Personal, Eltern und Kooperationspartner aus dem Umfeld. Dadurch wirkt die Arbeit der Kitas auch in die Kommune hinein. Die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger können von der Zusammenarbeit mit den beiden Bildungseinrichtungen Kita und Universität profitieren – durch neue Anregungen und durch eine breitere Beteiligung zur Umsetzung des Klimaschutzkonzepts.

 

„Gerade Wedel als Stadt der kurzen Wege ist prädestiniert für dieses Projekt“, so Bürgermeister Niels Schmidt „Als Beitrag zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sollen Potentiale erkannt und ausgeschöpft werden. KIEN setzt bei den Jüngsten an. Ich bin von der Kompetenz der Projektpartner überzeugt und glaube, dass wir hier den richtigen Weg gehen.“

„Die Stadtwerke sehen in diesem Projekt eine gute Möglichkeit ihre bereits laufenden Energie-Initiativen aus den Grundschulen auch in Kindertagesstätten umzusetzen. Nur wenn ich Energie erklären, beziehzungsweise. fassbar machen kann, kann ich gut und schonend mit ihr umgehen“, berichtet Adam Krüppel, Geschäftsführer der Stadtwerke Wedel.

 Neben Wedel beteiligen sich in Schleswig Holstein die Gemeinden Horst und Holm, in Niedersachsen die Stadt Lüneburg und Wedels Nachbar, Hamburg-Altona, mit jeweils einer Kita an dem Projekt. In Bayern gehören ebenfalls fünf unterschiedlich große Kommunen mit je einer Kita zu dem Projekt. Kitas und Kommunen werden auch die Gelegenheit haben, sich in gemeinsamen Workshops auszutauschen.

Die Ergebnisse der Zusammenarbeit werden zum einen den unmittelbar Beteiligten zu Gute kommen. Zum anderen sollen sie so zusammengefasst werden, dass sie als Beispiele für andere Kommunen und Kitas dienen können. (Steffi Bossen/ Stadt Wedel, Jörg Frenzel/kommunikateam, 16.7.2015)

 

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