Fällsaison endet am 28. Februar: Letzte Arbeiten sind in Gang

Auch Privatleute müssen Frist und Vorschriften der Baumschutzsatzung beachten.

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Bevor ein Baum gefällt wird, muss überprüft werden, ob er der Wedeler Baumschutzsatzung unterliegt und eventuell ein…

Die Zeit, in der Bäume legal gefällt werden dürfen, nähert sich dem Ende. Nach dem 28. Februar und bis zum 30. September des Jahres dürfen keine Bäume mehr ohne Ausnahmegenehmigung entnommen werden. Die Frühjahrs-Fällarbeiten der Stadt Wedel stehen deshalb kurz vor dem Abschluss. So sollen am Friedhofsweg noch fünf kleinere Bäume abgesägt werden. Diese befinden sich außerhalb des Gültigkeitsbereiches der Wedeler Baumschutzsatzung. Dennoch sind im Bereich des Autals umfangreiche Ersatzpflanzungen als Ausgleich geplant.

Des Weiteren müssen an drei Wedeler Schulen insgesamt 15 Bäume weichen – drei am Förderzentrum Pestalozzistraße, sieben an der Moorwegschule und fünf an der Albert-Schweitzer-Schule. Das hat eine externe Baumkontrolle im vergangenen Jahr ergeben. Diese wurde durchgeführt, da rund um Schulen höhere Ansprüche an die Verkehrssicherheit gestellt werden, weil mögliche herabfallende Äste Kinder und Erwachsene gefährden könnten. Betroffen sind drei verschiedene Arten an Ahornen(Feld-, Spitz- und Bergahorn), Blutpflaume, Pappel, Fichte, Esche und Hainbuche mit einem Stammdurchmesser (gemessen in einem Meter Höhe) von acht bis 45 Zentimetern. Es handelt sich hierbei um sehr dünne und hohe Pflanzen, die selbst kaum Chancen haben, sich zu einem prächtigen Baum zu entwickeln, die allerdings die jeweiligen Nachbarbäume, die von besserer Substanz sind, in ihrer Entfaltung behindern. Die zu fällenden Bäume sind nicht von der Wedeler Baumschutzsatzung geschützt. Das bei den Arbeiten anfallende Holz kann nicht erworben werden. 

Privatleute, die in ihrem Garten noch vor Ende der Fällsaison Bäume entnehmen wollen, werden gebeten, durch einen Blick in die Wedeler Baumschutzsatzung zu prüfen, ob für den entsprechenden Baum ein Fällantrag zu stellen ist. Baumpflegefirmen können bei der Begründung außerdem fachliche Unterstützung bei einem Fällantrag leisten. Zu überprüfen wäre nämlich, ob der Baum der Wedeler Baumschutzsatzung unterliegt und eine Fällgenehmigung einzuholen ist. Das ist der Fall, wenn der Baum mehr als 150 cm Stammumfang, in 1,0 m Höhe über dem Erdboden gemessen, aufweist. Folgende Arten können ohne Fällantrag gefällt werden: Pappel, Weide, Birke, Nadelgehölze und Obstbäume.

Wer in der Schutzzeit nach dem Naturschutzgesetz zwischen 1. März und 30. September Bäume fällen will, benötigt ein Artenschutzgutachten, welches zusätzliche Kosten verursacht. Der Artenschutz ist grundsätzlich auch während der Fällsaison zu gewährleisten.

Weitere Informationen zur Baumschutzsatzung, Fällanträgen und Artenschutz erhalten Sie über das Internet unter www.wedel.de und bei Frau Parszyk unter Tel. 04103/707-335.

Mit freundlicher Unterstützung von...