Friedenscup: Organisatoren spenden 1500 Euro an Verein Seebrücke

Fußballturnier bringt Geld für Geflüchtetenrettung. Jugendbeirat freut sich auch über Engagement von Sponsoren.

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Die Organisatoren des 16. Wedeler Friedenscups um Hüseyin Inak (Mitte) und den Jugendbeirat der Stadt Wedel übergaben Cevahir…

Bei diesem Fußballturnier gab es nur Gewinner. Im Mai hatte eine Gruppe um den Wedeler Friedensaktivisten Hüseyin Inak und den Jugendbeirat der Stadt Wedel den 16. Wedeler Friedenscup ausgerichtet. Nach einem stimmungsvollen Auftakt im Rist Forum, bei dem unter anderem die Wedelerin Ilayda Cizdan die Besucher mit Stimme und Gitarre verzaubert und der Wedeler Fotograf Mohamad Alzabadi die Geschichte seiner Flucht nach und seiner Integration in der Rolandstadt erzählt hatte, hatten 8 Teams aus Wedel und Umgebung am Tag darauf um den Sieg gespielt.  

Den Sieg holte das Team des FC Wedel vor der Mannschaft „Back to the Roots“. Den dritten Platz erreichten die „Amigos“ auf den Plätzen folgten die „Friedensboys Syrien“, die „Young Stars Afghanistan“, der TSV Holm und die Teams der „Seebrücke“ und des  Jugendbeirates Wedel. Fairste Mannschaft war die Seebrücke, der fairste Spieler Daniel vom FC Wedel, die fairste Spielerin war Franziska von der Seebrücke und der beste Torwart Jan vom TSV Holm.

Durch Sponsoren (u.a. die Stadtsparkasse Wedel) und Startgelder konnte die Veranstaltung 1500 Euro Gewinn erwirtschaften. Dieses Geld wurde nun im Wedeler Rathaus an Cevahir Ünlütepe von der Initiative Seebrücke Kreis Pinneberg übergeben. „Es gibt viel zu tun und deshalb können wir das Geld gut gebrauchen, um uns für Geflüchtete und einen menschlichen Umgang mit dem Phänomen Flucht einzusetzen“, bedankte sich Ünlüteper bei Inak und dem Jugendbeirat für die Unterstützung. „Es ist toll, das sich die ganze Arbeit gelohnt hat und wir mit der Seebrücke nun ein Projekt unterstützen können, das uns sehr am Herzen liegt“, sagte der Vorsitzende des Wedeler Jugendbeirates, Aaron Bolandi. Bolandi hofft, dass sich auch der nun wieder neu zu wählende Jugendbeirat weiter für das Turnier einsetzen wird.

Zufrieden zeigte sich auch Hüseyin Inak, dessen Familie den Friedenscup aus der Taufe gehoben hatte und sich bis heute für das Projekt stark macht: „Es ist toll, dass wir so gut vom Jugendbeirat unterstützt worden sind und nun sogar noch etwas weitergeben können“, sagte Inak. „Wir werden nicht aufhören und für den Frieden einzusetzen, denn Frieden ist nicht selbstverständlich“, mahnte der Friedensaktivist, der ankündigte, auch im kommenden Jahr auf die Ausrichtung eines 17. Friedenscups in Wedel hinzuarbeiten – dann aber vielleicht mit jüngeren Spielerinnen und Spielern von 10 bis 12 Jahren.

 

Hintergrund Seebrücke:
Die Bewegung „Seebrücke“ hat sich Ende Juni 2018 gegründet, als die „Lifeline“ mit 234 Menschen an Bord tagelang auf hoher See ausharren musste und in keinem europäischen Hafen anlegen konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits mehrere Städte und Länder angeboten, die Menschen von der „Lifeline“ aufzunehmen. (10. September 2019, Stadt Wedel/Kamin)

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