Frühjahrsputz: Tag 5 - Vom Schutz zum Schmutz

Benutzte Schutzmasken gehören in den Restmüll.

in Leben in Wedel

Der Kunststoffanteil in Schutzmasken macht das Entsorgen in der Natur besonders problematisch. Foto: Stadt Wedel/Kamin
Der Kunststoffanteil in Schutzmasken macht das Entsorgen in der Natur besonders problematisch. Foto: Stadt Wedel/Kamin

 „Nicht mein Müll, ABER MEIN WEDEL“ unter diesem Motto sind Wedelerinnen und Wedeler sieben Tage lang (8.-14. März) aufgerufen Müll aus der Natur und Wegesrändern in Abfalleimer zu bugsieren. Hier gibt es für die 7 Sammeltage täglich neue Fakten rund um das Thema Müll in der Natur.

Der wichtigste Fakt zuerst: Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht!

Darüber hinaus gibt es hier sieben Tage lang täglich Informationen und Fakten rund um das Thema Vermüllung/Littering.

 

Tag 5 von 7 (12. März 2021)
 

Vom Schutz zum Schmutz

Medizinische OP-Masken und FFP2/K95-Masken sind einer der wichtigsten Bausteine im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Schutzmasken sind derzeit lebenswichtig!

Doch wenn getragene Masken aus hygienischen Gründen nicht mehr verwendet werden können, dann wird aus dem Schutz ganz schnell Schmutz. Achtlos weggeworfene Masken säumen bereits die Wegesränder. Und das ist ein Problem, denn Masken bestehen eben nicht (nur) aus Papier, sondern sie haben sämtlich einen Kunststoffanteil, zersetzen sich also – wenn überhaupt – nur äußerst langsam. Eine Schätzung von Greenpeace kommt auf 450 Jahre, bis von einer Maske in der freien Natur nichts mehr übrig ist.  

Wohin also mit den Masken? „Die gehören in den Restmüll, nicht in die Gelbe Tonne", stellt Kristina Engels vom GAB Umwelt Service klar. Alle anderen Entsorgungs-Ideen, die es so gibt: Altpapier, Kompost, Toilette, Gelbe Tonne – sollten möglichst schnell wieder vergessen werden. Die Gelbe Tonne ist ohnehin nur für Verpackungsmüll gedacht. Über die Restmüll-Abholung gelangen die Masken dann auch aus hygienischen Gründen – ohne in direkten Kontakt mit weiteren Menschen zu kommen – in die Verbrennung. Wenn kein Abfalleimer in der Nähe ist, empfiehlt es sich die Maske in ein mitgeführtes Plastiktütchen zu stecken (erst dann zum Selbstschutz in die eigene Tasche) und die Maske dann zu Hause im Restmüll zu entsorgen.

 

Wer im Kampf gegen gelitterten Müll dabei sein will, schnappt sich eine Wäscheklammer macht einfach mit bei „Nicht mein Müll, ABER MEIN WEDEL“. 

 

Alle bisherigen Info-Blöcke finden Sie gesammelt unter diesem Link.

 

 

Infos zur Aktion kompakt: (Alle Informationen finden Sie unter diesem Link)

Auch in diesem Jahr wird es in Wedel einen Frühjahrsputz in der Natur geben. Zwar ist die traditionelle öffentliche Müllsammel-Aktion „Unser sauberes Schleswig-Holstein“ wegen der Corona-Pandemie in den Herbst verschoben worden, Wedelerinnen und Wedeler können aber trotzdem helfen, das Stadtgebiet für den Frühling von wild entsorgtem Müll zu befreien. Um Menschenansammlungen zu vermeiden, ersetzt eine Aktionswoche von Montag, 8. März, bis zum Sonntag, 14. März, die sonst kompakte eintägige Sammelaktion.

Um dennoch das gemeinsame Handeln für die Stadt sichtbar zu machen, schlägt die Stadt Wedel vor, dass Sammelnde sich unter dem Hashtag #nichtmeinmüllabermeinwedel mit Fotos in Sozialen Netzwerken zeigen und der Aktion und der Gemeinschaft in der Stadt Wedel ein Gesicht geben. Ein Video zu der Aktion gibt es hier.

 

Wichtige Hinweise:

  • Wegen der Corona-Einschränkungen muss jeweils allein, bzw in der Hausgemeinschaft gesammelt werden.
  • Teilnehmenden wird dringend empfohlen, Schutzausrüstung zu verwenden (am einfachsten und wiederverwendbar ist zum Beispiel eine Wäscheklammer zum kontaktlosen Entsorgen des Mülls).
  • Gefundene Pfandflaschen und -dosen sollten nicht in Abfallbehälter geworfen werden, sondern (wenn man sie nicht selbst abgeben möchte) daneben abgestellt werden. So können Menschen, die Pfandbehälter sammeln, diese mitnehmen ohne den Abfallbehälter durchsuchen zu müssen.

Mit freundlicher Unterstützung von...