Gemeinsame Übung zur Ölbekämpfung nach einer Havarie

Im Fokus: Zusammenspiel und Kommunikation der Bekämpfungseinheiten

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Geübt wurde die Bekämpfung eines Ölteppichs, den ein havariertes Schiff verursacht hatte. Foto: Feuerwehr Wedel, Kuhlmann
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Von mehreren Mehrzweckbooten wurden Ölschlängel ausgebracht, um den Ölteppich einzugrenzen. Foto: THW OV Pinneberg, Adrian Ruffert
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Das Material musste per Kran von der hohen Kaimauer im Tonnenhafen verladen werden. Foto: THW OV Pinneberg, Adrian Ruffert

Die ersten, die von der Ölbekämpfungsübung im Wedeler Tonnenhafen profitierten, waren Fische und Enten. Denen schmeckte das Popcorn, das den Ölteppich simulierte. Dieser stammte laut Übungskonzept von einem Schiff, das infolge einer Havarie auf der Elbe leckgeschlagen war und daraufhin an einem Ponton im Hafen des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes festgemacht hatte. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) bekam den Auftrag, die Ölbekämpfung auf schleswig-holsteinischer Elbeseite zu übernehmen.

Zur Unterstützung forderte der LKN.SH die Freiwillige Feuerwehr Wedel und das Technische Hilfswerk (THW) vom Ortsverband Pinneberg an. Die Mehrzweckboote des THW sperrten die Einfahrt in den Tonnenhafen mit einer Kette aus Ölschlängeln ab, um zu verhindern, dass der ausgetretene Schiffsdiesel in die Elbe gelangte. Währenddessen legte die Feuerwehr Wedel mit ihrem Mehrzweckboot eine weitere Ölbarriere um das havarierte Schiff. Kaum war das erledigt, wurde das Öl mit Hilfe absorbierender Matten von der Wasseroberfläche entfernt.

Handwerklich war diese Übung keine besondere Herausforderung. THW und Feuerwehr sind mit ihren Booten regelmäßig auf der Elbe unterwegs, beherrschen die Technik und kennen das Revier. Das Ausbringen von Ölschlängeln ist zwar keine alltägliche Angelegenheit, aber nicht schwieriger als das Schleppen eines manövrierunfähigen Segelbootes. Herausfordernd sind in solchen Lagen, in denen es auf das Zusammenspiel mehrerer Organisationen ankommt, vor allem die Kommunikation und die Einsatzleitung.

Wie es sich für eine gute Übung gehört, wurden Probleme aufgedeckt und Lösungen gefunden. Dafür, dass die beteiligten Organisationen in Einsätzen nur selten zusammenarbeiten, hat die Kommunikation gut funktioniert. Nach Übungsende, Nachbesprechung und Rückkehr zur Feuerwache Wedel bot sich bei einer wohlverdienten Wurst vom Grill die Gelegenheit zum weiteren persönlichen Austausch. (Pascal Krebs, Holger Koschek/Feuerwehr Wedel/23.10.21)

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