In der Natur – für die Natur: Die Arbeit des Jägers

Ausstellung der Kreisjägerschaft Pinneberg im Elbmarschenhaus, das auch von Wedel Marketing mitgetragen wird

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Hochsitz im Sonnentau und Nebel einer Auenlandschaft
Auch das gehört zum Waidwerk: Wunderschöne Augenblicke in der Natur. Foto: Ronny Behnert/Adobe-Stock

Die Kreisjägerschaft Pinneberg mit ihrem Team im Elbmarschenhaus in Haseldorf gibt mit ihrer aktuellen Ausstellung den Besuchern einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben und Aktivitäten der Jägerinnen und Jäger. Um die Jagd ausüben zu dürfen, müssen sie eine fundierte Ausbildung mit vielen Fakten, Abläufen und umfangreichem Praxiswissen aus Jagd und Natur durchlaufen. Erst wenn diese erfolgreich mit einer Prüfung abgeschlossen ist, gibt es die Berechtigung, die Jagd auszuüben.

Viele Menschen verbinden mit der Jägerei ausschließlich das Erlegen von Wildtieren. Es gehört zwar auch dazu, da dabei wertvolle „Bio“-Lebensmittel erzeugt werden, es ist aber lediglich nur ein kleiner Teil der Aufgabenvielfalt der Jägerinnen und Jäger. Ganz oben steht der Naturschutz in seiner großen Breite. Die Wildtiere sehen sich heute konfrontiert mit einer Kulturlandschaft, die manchen Arten zu schaffen macht, anderen wiederum heute viel mehr bietet als früher, was zu einer ungesteuerten Vermehrung führen kann. Hier isind Jägerinnen und Jäger gefordert, in die Populationsentwicklung einzugreifen. Es gibt Wildtierarten wie beispielsweise Hase, Fasan und Rebhuhn, die zum sogenannten „Niederwild“ gehören, deren Lebensraum in der heutigen Kulturlandschaft stark gefährdet ist und die mit einem starken Rückgang ihrer Art zu kämpfen haben. Hier sind die wesentlichen Aufgaben, die Lebensräume und Nahrungsgrundlagen dieser Tiere zu verbessern, unter anderem durch Anlegen von Feldholzinseln, Wildäckern und Blühflächen, sowie deren Fressfeinde im Bestand zu regulieren. Zu diesen sogenannten „Prädatoren“ gehören neben unseren heimischen Raubtieren auch invasive, tierische Neubürger (Neozoen) wie Marderhund, Waschbär und Mink, die einige der heimischen Tierarten stark im Bestand gefährden. Hier richten Jägerinnen und Jäger ihr Augenmerk insbesondere auf den Schutz von Jungtieren und Bodenbrütern.

Neben dem Naturschutz stehen Jägerinnen und Jäger aber auch in der Pflicht, öffentliche Aufgaben wahrzunehmen. Da geht es beispielsweise um die Bergung von Wild bei Wildunfällen und Wildschäden in der Landwirtschaft und das Auftreten von Wildkrankheiten. Aktuell beschäftigt die Afrikanische Schweinepest zunehmend die Jägerschaft in einigen Landesteilen. Außerdem beteiligt sie sich an vielen Natur- und Artenschutzprojekten und mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit an fachlich fundierten Bildungsangeboten und an der Aufklärung der Bevölkerung in Sachen Natur und Jagd.

Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung können sich weiterhin informieren über moderne Jagd- und Schutztechniken. Die aktuell sehr erfolgreiche Aktion der Kitzrettung mit Drohnen vor der Grasmahd in der Landwirtschaft ist ein hervorragendes Beispiel für den unentgeltlichen Einsatz der sogenannten „Grünen Zunft“ für gefährdete Wildtiere. So stehen die Jäger immer bereit, mit ihrer Arbeit Wild und Natur positiv zu unterstützen und dies durch eine breite Naturbildung und Aufklärung weiterzugeben. Die Ausstellung der KJS Pinneberg über die Arbeit des Jägers beginnt am Freitag, den 19. August, und endet am Sonntag, den 9. Oktober. Sie kann zu den Öffnungszeiten des Elbmarschenhauses, Hauptstraße 26, 25489 Haseldorf kostenfrei besucht werden, und zwar freitags und sonntags zwischen 10 und 16 Uhr.

Weitere Informationen gibt es auch unter www.elbmarschenhaus.de

(Michael Rahn/Kommunikateam mit Pressematerial der Kreisjägerschaft Pinneberg, 8.8.2022)

Letzte Änderung: 22.08.2022

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