"Karibuni sana" in Makete

"Herzlich willkommen" - Andrea und Michael Koehn besuchten für das Tansania-Team die Partnergemeinden im afrikanischen Land und wurden freundlich aufgenommen

in Leben in Wedel

Gern gesehene Gäste: Andrea und Michael Koehn im Samariahaus, in dem Kinder eine Perspektive erhalten.
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Gern gesehene Gäste: Andrea und Michael Koehn im Msamariahaus, in dem Kinder eine Perspektive erhalten.
Michael Koehn mit Gastgeschenk Kuku - Suaheli für Huhn. Die Sache endete im Topf - fürs Huhn, nicht für Michael Kohn.
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Michael Koehn mit Gastgeschenk Kuku - Suaheli für Huhn. Die Sache endete im Kochtopf - fürs Huhn, nicht für Michael Koehn.
Ein Schnappschuss auf dem Weg zur Kirche.
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Ein Schnappschuss auf dem Weg zur Kirche.

Während der Pandemie konnten die Aktiven des Tansania-Teams eher wenig für die Menschen in den Partnergemeinden in Afrika tun. Jetzt reisten Andrea und Michael Koehn für einige Wochen durch die Ortschaften, zu denen viele Gemeinden des Kirchenkreises Blankenese Partnerschaften aufgebaut haben - so wie Wedel mit Makete. „Diese Reise war umso wichtiger, als die lange Corona-bedingte Abwesenheit die Befürchtungen vieler Menschen in Tansania verstärkt hatte, allein gelassen zu werden. Eine sehr deutliche ,Dankbarkeit' für unseren Besuch war in jedem der Orte zu spüren", bilanzierten Andrea und Michael Koehn.

Die beiden schauten sich intensiv um, was aus den Projekten geworden ist, die aus Holm, Wedel und anderen Kommunen unterstützt wurden. Das unter Pastor em. Rolf Wassermann errichtete Missionshaus beispielsweise ist innen neu geweißt worden, jetzt sollen auch neue Fenster folgen. Leider gibt es nicht nur gute Nachrichten. „So sind die Hälfte der mit Geldern der Rotarier gepflanzten 3000 Pinien leider verbrannt, als in der Nähe jemand Brandrodung betrieb und das Feuer außer Kontrolle geriet", berichteten die Koehns, doch es gibt einen Hoffnungsschimmer: „Da die Grundwasser-Situation sich inzwischen wesentlich verbessert hat, wurden auf der Fläche nun die heimischen Bäume ,Matulunga' gepflanzt."

Der Kreis Makete ist landwirtschaftlich geprägt, bisher mit sehr viel Subsistenz-Wirtschaft, und eher arm. Aber auch hier zeigt sich ein Wandel, es werden nun auch Avocados gepflanzt. "Hier müssen Avocado-Pflanzen nicht extra bewässert werden. Sie haben daher nicht die negativen Auswirkungen auf Land und Umwelt wie die aus Mittelamerika, die man bei uns im Supermarkt kaufen kann. Tansania hat nun sogar in sehr bescheidenem Umfang begonnen, Avocados zu exportieren - nach Indien und China. Es gibt zwei Ernten im Jahr", so die Koehns, die sich auch ein paar dieser Früchte als Souvenirs mitbrachten.

Die Menschen in Tansania sind zwar arm - aber haben große Herzen. Das zeigte sich an den Gastgeschenken für das Paar. "Die Besuchten würden eher die Kinder hungern lassen, als dem Gastrecht nicht Genüge zu tun. Natürlich sind die Zuwendungen oder auch das obligatorische Gastmahl den wirtschaftlichen Gegebenheiten der Gemeinden angepasst. Als Standard gilt es, ein Huhn zu schachten. Als Geschenke haben wir in diesem Jahr bisher erhalten: einige Tücher, sieben Sack unterschiedliche Getreide, drei Sack Kartoffeln, zwei Sack Avocados, eine Staude Bananen, drei Stück Zuckerrohr und vier Hühner." Alle Lebensmittel wurden natürlich an das Msamariahaus und andere Bedürftige gespendet - oder gemeinsam mit Gästen aufgefuttert.

Das wichtigste Projekt ist momentan „Empowerment for women and youth“. Hierbei sollen in der sehr patriarchalen Gesellschaft Tansanias Frauen und junge Mädchen dabei unterstützt werden, eigene Geschäftsideen zu verwirklichen, um damit langfristig Einkommen zu generieren und der Flucht in die Städte entgegen zu treten.

Andrea und Michael Koehn ziehen ihr Resümee verbunden mit einem Wunsch: "Es gibt zahlreiche Verbindungen, teilweise schon über 40 Jahre bestehend, zwischen Gemeinden, Orten und Institutionen in Tansania und Deutschland. Diese sollten jedoch intensiviert, ja teilweise reanimiert, werden, um mittel- bis langfristig für beide Seiten Nutzen zu schaffen. Wir würden zu einer Intensivierung der Beziehungen jedenfalls dringend anraten."
(Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH mit Material vom Tansania-Team, 28.5.2022)

 

 

 

 

Letzte Änderung: 30.05.2022

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