Kinder und Jugendliche: Notfallnummern griffbereit

Stadtjugendpflege und LautStark legen Flyer mit Kontaktnummern für alle Notfälle auf.

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Handliche Hilfe: Der Flyer „Wedeler Notfallkontakte für Kinder und Jugendliche“ zeigt Anlaufstellen in Notlagen auf. Foto: Stadt Wedel/Kamin
Handliche Hilfe: Der Flyer „Wedeler Notfallkontakte für Kinder und Jugendliche“ zeigt Anlaufstellen in Notlagen auf. Foto: Stadt Wedel/Kamin

Diese Nummern helfen jungen Menschen, wenn es eng wird: Die Stadtjugendpflege der Stadt Wedel und der Arbeitskreis LautStark haben eine handliche Broschüre für Kinder und Jugendliche entwickelt, in der die wichtigsten Notfallnummern bei Gewalterfahrung, psychischen Krisen, Suchtproblemen und viele andere Notsituationen zusammengefasst sind. Der achtseitige Flyer passt im Smartphone-Format in jede Tasche oder kann auch schnell und einfach als PDF-Datei geteilt werden.

Hier gibt es den Flyer auch digital online

Gerade vor dem Hintergrund des aktuellen Lockdowns, bei dem Kinder und Jugendliche, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, kaum Möglichkeiten haben, sich Vertrauenspersonen außerhalb ihres Haushaltes zu öffnen, wollen Jugendpflege und der Arbeitskreis LautStark mit dem Flyer Unterstützung geben.

„Mit dem eigenen Mobiltelefon, das viele Kinder und Jugendliche heute besitzen, haben sie den Schlüssel in der Hand, sich Hilfe in zahlreichen Notsituationen zu holen. Allerdings müssen sie dafür wissen, welche Hilfe es in welchen Fällen gibt. Hier soll der neue Flyer helfen“, sagt Martin Heller, Leiter der Jugendpflege der Stadt Wedel.

Auch die Vorsitzende des Kinderschutzbundes Wedel Bonny Redelstorff, die in dieser Funktion dem Arbeitskreis LautStark angehört sieht die Broschüre als wichtigen ersten Impuls, um aus oftmals ausweglos erscheinenden Situationen auszubrechen: „Kinder und Jugendliche fühlen sich in Notsituationen oft schutzlos und ausgeliefert. Aber das stimmt nicht: Es gibt viele Hilfsangebote, die schon oft bewiesen haben, dass sich Dinge zum Besseren wenden lassen. Schon das Wissen, dass es Hilfe gibt, und wie man sie erreichen kann, kann Mädchen und Jungen stark genug für den ersten Schritt machen.“

Die Idee für den Flyer entstand bei den Planungen für eine Veranstaltung anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Arbeitskreises LautStark im Jahr 2020, in dem neben dem Kinderschutzbund auch die Stadtjugendpflege Wedel und das städtische Stadtteilzentrum „mittendrin“ vertreten sind. Da die Idee einer Feierstunde wegen der Corona-Einschränkungen nicht weiterverfolgt wurde, schlug Martin Heller, Leiter der Stadtjugendpflege Wedel, auch und gerade mit Blick auf die Lockdown-Erfahrungen des vergangenen Frühjahrs vor, einen bereits für Hamburg existierenden Flyer für Wedel zu adaptieren. „Das von der Hamburger Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration erdachte Konzept mit den leuchtenden Farben, dem einem Smartphone nachempfundenen Format und einer breiten Auswahl an Anlaufstellen, war so überzeugend, dass wir es – in Abstimmung mit der Hamburger Behörde – einfach für Wedel adaptiert und nur leicht angepasst haben“, erklärt Martin Heller.

Zusammen mit dem Grafiker Wilfried Kaiser wurde das Projekt mit Mitteln aus dem Budget der Stadt schließlich realisiert. Die Gesamtkosten für die Realisierung lagen bei rund 1200 Euro. Die ersten Flyer konnten bereits im Herbst, damals noch mit der damaligen Jugendpflegerin Kirsten Zinner, verteilt werden. Ein Großteil der ersten Auflage ist so bereits im Umlauf.     

Der Flyer „Wedeler Notfallkontakte für Kinder und Jugendliche“ liegt kostenlos unter anderem im Rathaus und im Kinder- und Jugendzentrum (KiJuZ), bei Kinderärzten und an vielen anderen Stellen in der Stadt aus. Unter der folgenden Adresse ist der Flyer auch digital online zum Herunterladen und abspeichern verfügbar.

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