Klimaschützer mit vielen Plänen

Rechenschaftsbericht und Diskussion um neue Projekte auf der Jahreshauptversammlung

in Leben in Wedel

Michael Koehn (von links) wurde als Vorsitzender und Wolfgang Heller als Schatzmeister bestätigt, als Beisitzer rückte Jens Kabisch neu in das Führungsgremium ein.
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Michael Koehn (von links) wurde als Vorsitzender und Wolfgang Heller als Schatzmeister bestätigt, als Beisitzer rückte Jens…
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Steigende Meeresspiegel, Treibhauseffekt, schmelzende Gletscher - nie war Klimaschutz so wichtig wie heute. In Wedel wird global gedacht und lokal gehandelt. Wie das funktioniert, erfuhren die Mitglieder des Klimaschutzfonds Wedel auf der Jahreshauptversammlung.

Vorsitzender Michael Koehn informierte die 17 anwesenden Mitglieder über die Arbeit im abgelaufenen Jahr. "Klassiker" wie die Solar-Radtour und Müllsammelaktion waren wieder dabei. Auch die Schulung von "Nachwuchs-Klimaschützern", genauer: Schülerinnen und Schülern des Johann-Rist-Gymnasiums (JRG) und der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule (EBS) zu "Wedeler Energieprofis" durften nicht fehlen. Die 1000 Euro jeweils pro Lehrgang sind immer wieder gut angelegt. Die gleiche Summe erhielten noch einmal die angehenden Hauptschulabschluss-Absoventen der EBS, die auf dem Schulgelände eine Zisterne bauten - und so auch dann noch Gutes für die Umwelt tun, wenn sie schon längst die Schule verlassen haben.

Eine engagierte Diskussion entwickelte sich um künftige Projekte. Der Vorstand klärte dabei Unwissen und Missverständnisse um das Vorhaben auf, einen Klimabeauftragten bei der Stadt einzustellen. Die Stelle läuft zwar unter der Regie der Stadt Wedel, soll aber deren angespannten Haushalt nicht belasten. 65 Prozent der Personalkosten trägt der Bund - der Rest kann aus anderen Quellen stammen. Für die Dauer von drei Jahren können das bis zu 30.000 Euro sein. Der Vorstand um Michael Koehn möchte dafür Sponsoren aus der Wirtschaft gewinnen, ist aber bei Nicht-Gelingen auch bereit als Plan B die Mittel aus der Fonds-Kasse bereitzustellen. Nach Angaben des Vorstandes mache sich so ein Experte ohnedies selbst bezahlt, wenn Klimaschutz- und Energiespar-Maßnahmen umgesetzt werden. Beispielsweise Elmshorn habe gute Erfahrungen gemacht. Ob solch eine Stelle eingerichtet wird, entscheidet jedoch die Ratsversammlung.

Ein weiteres Thema war eine Aktionswoche gegen Plastik-Tüten und -Müll. Durch persönliche Ansprache aber auch mit Info-Veranstaltungen und Kunst-Aktionen für Kinder sollen große und kleine "Endverbraucher" davon überzeugt werden, auf Plastik-Tüten zu verzichten - die Kraft der Argumente ist gefragt, denn ein Verbot auf städtische Ebene wie in Los Angeles ist in Deutschland nicht möglich.

Bei den Wahlen wurden Michael Koehn als Vorsitzender und Wolfgang Heller als Schriftführer bestätigt. Frisch mit dabei ist Ingenieur Jens Kabisch, der als Beisitzer in den Vorstand einrückte. (Jörg Frenzel/kommunikateam, 28.3.2015)

www.klimaschutzfonds-wedel.de

 

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