Klimaschutzfonds bleibt bestehen

Auflösung abgewendet - Michael Koehn bleibt Vorsitzender

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Gewählt: Michael Koehn (von rechts), Roy Cabenda und  Manfred Schlun. Es fehlt Dr. Stephan Bakan. Foto: Frenzel
Gewählt: Michael Koehn (von rechts), Roy Cabenda und Manfred Schlund. Es fehlt Dr. Stephan Bakan. Foto: Frenzel

Es hatte Spitz auf Knopf gestanden. Weil der langjährige Vorsitzende des Klimaschutzfonds Wedel, Michael Koehn, kürzer treten wollte, diverse weitere Vorstandsmitglieder ebenfalls und Nachfolgeregelungen zunächt ungewiss waren, drohte dem Verein die Auflösung. Doch dieser Kelch ist noch einmal am Verein vorübergegangen. Bei der Jahreshauptversammlung in der Stadtbücherei konnten dann doch sämtliche Posten besetzt werden und Michael Koehn bleibt vorerst an der Spitze des Führungsteams.

Es erscheint schon ein bisschen verwunderlich: Die ganze Welt redet vom Klimaschutz, er ist ein Thema im Bundestagswahlkampf, die Fridays-for-Future-Demonstrierenden weisen lautstark auf Probleme hin, Flächenbrände und Starkregen-Ereignisse häufen sich - und trotzdem fehlt beim Klimaschutzfonds Wedel der große Ansturm von Personen, die nicht nur Klimakatastrophe beklagen und mit dem Finger auf andere zeigen, sondern selbst mit anpacken wollen. Mehr noch: Der Vorsitzende Michael Koehn zeigte sich enttäuscht darüber, dass von der Kommunalpolitik nach der Ausrufung des Klima-Notstandes keine weitere Unterstützung für den Verein gekommen sei. "Wir haben beschlossen, keine Politiker mehr in unseren Beirat aufzunehmen, da sie ohnehin kaum teilgenommen haben", sagte er.

Hingegen freute er sich über die Stadtwerke Wedel, die auch unter ihrem vergleichsweise neuen Geschäftsführer Jörn Peter Maurer Unterstützung zugesagt haben. Und die wird dringend gebraucht. denn die Förderung der Einspeisung des Stroms, der in den vereinseigenen Photovoltaik-Anlagen auf dem Rathausdach produziert wird, ist teilweise ausgelaufen. Das bedeutet Einnahmeverluste und das wiederum weniger Spielraum bei den Fonds-Projekten wie Energie-Bildung von Schulkindern. Nach Angaben Koehns wollen die Stadtwerke auch ohne gesetzlichen Zwang den Strom in ihr Netz einspeisen lassen. Wie hoch die Vergütung aussieht, ist nach Angaben von Schatzmeisterin Valerie Vilms noch nicht heraus. "Nach ersten Abschätzungen dürfte sie nur noch in der Größenordnung von etwa einem Zehntel des bisherigen Wertes liegen." Im vorigen Jahr unter alten Bedingungen hatte es noch knapp 2000 Euro gegeben.

Unter anderem aus diesem Grund soll es einen Workshop geben, in dem der Verein seine künftige Strategie erarbeiten will. Dem Vorsitzenden und den Mitgliedern werden dabei Manfred Schlund als zweiter Vorsitzender sowie Roy Cabenda und Stephan Bakan als weitere Vorstandsmitglieder zur Seite stehen. (Jörg Frenzel/Kommunikateam GmbH, 23.8.2021)

 

 

 

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