Landwirtschaft damals

Das Thema des nächsten Zeitzeugentreffens im Wedeler Rathaus lautet "Landwirtschaft heute". Gäste sind am Dienstag, 9. Juli, ab 10 Uhr im Raum Vejen willkommen.

in Top-News, Leben in Wedel

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Fotos: Archiv Almut Goroncy
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Dass die Stadt Wedel einst eine Ansiedlung von Bauernhöfen war, kann man sich heute kaum noch vorstellen, deshalb hat Uwe Pein, der auch im Stadtarchiv mitarbeitet, auf einem Stadtplan 62 Höfe markiert, die es in Wedel nach 1945 noch gab. Er hat zusammengetragen, welche Höfe beim Bombenangriff 1943 beschädigt wurden, und was davon bis heute noch übriggeblieben ist.

Anna Kathrin Schumann ist auf dem Hof Elbstraße 2, Ecke Hafenstraße aufgewachsen und hat nach ihrer Konfirmation 1947 die Schule verlassen, um auf dem Hof ihrer Eltern zu lernen und zu arbeiten. Sie wird den Zuhörern von den täglichen Abläufen, dem Arbeitsalltag, Ernteeinsatz und den Schwierigkeiten in der „schlechten Zeit“ erzählen, als die Landwirtschaft für die Versorgung der hungernden Bevölkerung zuständig war. Der Hof wurde bis 1955 bewirtschaftet.

Almut Goroncy, Leiterin der Zeitzeugenbörse, konnte einige Fotos aus Privatbesitz zusammenstellen, die die Schilderungen ergänzen. Sie geben einen kleinen Einblick in die Arbeit eines bäuerlichen „Familienbetriebes“ und den Wandel von der Handarbeit zur Mechanisierung.

Darüber hinaus würden sich die Organisatorinnen des Treffens freuen, weitere Berichte von Zeitzeugen zu hören über deren eigene Erfahrungen mit und in der Landwirtschaft damals. Wie erlebten Kinder in den Ferien Bauernhöfe? Interessant sind sicherlich Berichte über die Lehrzeit in der Landwirtschaft, wie es war, als Flüchtling einquartiert auf den Höfen zu leben, über das Pflichtjahr, den Arbeitsdienst, das freiwillige Jahr und  die Zeit als Erntehelfer. (Michael Rahn/Kommunikateam, 5.7.2019)

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