Lockdown-Müll: GAB bittet um Unterstützung

Verpackungsmüll-Schwemme verlangsamt den Abtransport. Entsorger gibt Tipps.

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Zu viel Verpackungsmüll im Lockdown: Die GAB bittet um Unterstützung. Foto: Stadt Wedel/Kamin
Zu viel Verpackungsmüll im Lockdown: Die GAB bittet um Unterstützung. Foto: Stadt Wedel/Kamin

Jede und Jeder kann mithelfen, dass die Entsorgung von Müll an den Wertstoffcontainern schneller läuft und nicht ins Stocken kommt. Auch an den Wedeler Wertstoffsammelstellen macht sich ein Nebeneffekt der derzeitigen Corona-Maßnahmen bemerkbar: Weil offensichtlich mehr Waren nach Hause bestellt werden, fallen derzeit deutlich größere Mengen an Papier und Verpackungsmüll an. Der kommunale Entsorgungsfachbetrieb GAB Umwelt Service beobachtet zunehmend vermüllte Wertstoffinseln im Kreis Pinneberg und hat deshalb mit Verzögerungen bei der Abfuhr zu kämpfen.

 

Die GAB appelliert mit folgender Pressemitteilung an Einwohnerinnen und Einwohner, durch ein paar einfache Verhaltensregeln die Müllabfuhr deutlich zu erleichtern:

„Wie auch beim ersten Lockdown im Frühjahr bestellen die Menschen auch im zweiten Lockdown wieder vermehrt im Internet. Das spiegelt sich auf den Wertstoffinseln im Kreis Pinneberg wieder. Die Container für Papier, Pappe und Kartonage (PPK) sind sehr voll.

„Laut Beobachtung unserer Tatortreiniger liegt die Ursache der überfüllten Container zum einen darin, dass ungefaltete Kartons in die Container geworfen werden. Zum anderen sind die Container aber auch einfach wirklich voll. Das Aufkommen an Verpackungsabfällen hat sich wieder massiv erhöht“, so Jens Ohde, Geschäftsführer GAB Umwelt Service. „Und wenn nichts mehr reingeht, dann wird leider in vielen Fällen wieder daneben gestellt.“

GAB Umwelt Service wendet sich, gerade in Hinblick auf das anstehende Weihnachtsfest, mit einer Bitte an die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Pinneberg.
 

• Bitte falten Sie Ihre Kartons unbedingt klein, um diese somit platzsparend zu entsorgen – große Pappen nehmen im Container viel Raum ein und der Container ist somit schneller voll.

• Bitte zerkleinern/zerschneiden Sie große Kartonverpackungen in so kleine Stücke, dass sie durch den Einwurf-Schlitz passen.

• Bitte weichen Sie bei vollen Containern auf die nächste Wertstoffinsel aus.

• Bitte stellen Sie keine Kartons neben die Container, wenn diese voll sind. Beistellungen erschweren die Leerung der Container und laden zu weiteren Beistellungen ein.

• Bitte prüfen Sie, ob ein Container wirklich voll ist oder ob der Einwurf durch Pappe blockiert wird.

• Bitte entsorgen Sie größere Mengen an Pappe und Kartonage auf dem Recyclinghof.

• Eine weitere Alternative: Bestellen Sie sich eine kostenlose blauen Papiertonne. Über die Tonne können Sie bequem Ihre Verpackungsabfälle zu Hause entsorgen.

Die knapp über 600 Papiercontainer im Kreis Pinneberg werden mindestens einmal, vielerorts auch zwei Mal in der Woche geleert. Jedoch kommt es auch wieder vermehrt dazu, dass die LKWs die Wertstoffinseln nicht anfahren können, da sich Autofahrer nicht an extra eingerichtete Parkverbote halten, die vor den Wertstoffinseln an den Leerungstagen gelten. Sie blockieren den Sattelzügen dann entweder die Anfahrt zum Standplatz oder die Container können nicht gehoben werden, da Autos zu dicht am Standplatz stehen und beschädigt werden könnten.

 

Tipps zum Einsparen von Verpackungsmüll:

1. Mehrweg- anstatt Einwegprodukte kaufen (Akkus statt Batterien, eigene Trinkflasche, Pfandsysteme nutzen)

2. Zum Einkauf eigene Taschen mitnehmen und auf Plastiktüten oder Kartons (z.B. aus dem Supermarkt zum Transport der Einkäufe) verzichten.

3. Obst und Gemüse (oder generell Produkte) lose einkaufen

4. Nachfüllpackungen statt Einwegverpackungen kaufen (z.B. Nachfüllseife spart ganze Pumpspender)

5. Mehrfachverpackungen (= Portionsverpackungen) vermeiden (Keine einzeln verpackten Bonbons)

6. Luftverpackungen vermeiden: Beim Einkauf darauf achten, dass keine überdimensionierten Verpackungen für ein Produkt gekauft werden.

7. Wiederverwendbare Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie verwenden, um Essensreste aufzubewahren

8. Brotboxen statt Alufolie für den Transport der Lebensmittel

9. Beim Wareneinkauf Verpackungen vor Ort entsorgen statt sie mit nach Hause zu nehmen

 

Extratipps für Onlinebestellungen:

- Großbestellungen statt viele kleinere Einzelbestellungen tätigen. Das spart nicht nur CO2 durch weniger Lieferungen nach Hause sondern auch Verpackungsmaterial

- Kartons mehrmals verwenden statt wegwerfen (z.B. als Umzugskarton, als Aufbewahrungsmöglichkeit im Keller, für die Versendung privater Pakete)

Mit freundlicher Unterstützung von...