Moritz bittet um Hilfe

Wedeler Abiturient Moritz Rosemeier absolviert sein Freiwilliges Jahr an einer Schule in Kambodscha

in Leben in Wedel, Top-News

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Arm, aber fröhlich: die Kinder in der Schule von Tonle Bati.
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Keine Badeurlaub, sondern Schwimmunterricht: Moritz Rosemeier bringt den Minis bei, wie sie sich über Wasser halten können.
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Große Schulversammlung. Die Kinder lernen in einfachsten Verhältnissen.
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Am Johann-Rist-Gymnasium einst von Moritz Rosemeier selbst geübt: Schubkarre...
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..was er jetzt als Lehrer ebenso weitergibt, wie die Begeisterung für die JRG-Spitzensportart Basketball.

Seit einem guten Vierteljahr sitzt der Wedeler Abiturient Moritz Rosemeier jetzt im Dschungel. Aber ganz im Gegensatz zu den abgehalfterten Promis im Camp der RTL-Gruselshow sorgt Moritz nicht für Verblödung von Menschen, sondern für deren Bildung. Denn der junge Mann ist im Rahmen seines freiwilligen sozialen Jahres als Lehrer an einer Montessori-Schule in Kambodscha im Einsatz. Im ersten Bericht hat er exklusiv auf wedel.de schon Eindrücke geschildert. Jetzt versucht er Unterstützung zu organisieren, weil "seine" Schule in eine Notlage geraten ist.

Moritz Rosemeier erklärt das System: "85 Prozent der SchülerInnen, die in der Schule unterrichtet werden, kommen aus den umliegenden Ortschaften und gehören zum Teil der ärmsten Bevölkerungsschicht des Landes an. Lediglich 35 Schülerinnen und Schüler reisen täglich gemeinsam mit einem Schulbus aus Phnom Penh an, um die Schule besuchen zu können. Familien zahlen für die Ausbildung ihrer Kinder an unserer Schule nur dann, wenn es ihnen finanziell möglich ist. In der Grundschule ist dies bei 150 Schülerinnen und Schülern nicht der Fall, denn mit einem monatlichen Einkommen von durchschnittlich 550.000 Riel, was ungefähr 140 Dollar entspricht, können diese Familien lediglich ihre Lebensgrundlagen finanzieren. Im Kindergarten werden zurzeit 36 Kinder betreut: 24 von ihnen kostenfrei, 12 Kinder zahlen 35 Dollar im Monat, und finanzieren auf diesem Wege die Bildung der ärmeren Kinder mit."

Die Schwierigkeit schildert der Wedeler so: "Zurzeit hat die Schule leider mit großen finanziellen Problemen zu kämpfen, da die Beiträge der Schüler die anfallenden Kosten nicht vollständig decken können. Somit könnte es passieren, dass kambodschanische Lehrer entlassen und die Schule deshalb zu Teilen geschlossen werden muss. Um dies verhindern zu können, ist unsere Schule momentan auf Spenden angewiesen. Diese Spenden sollen jedoch keine langfristige Lösung sein, denn durch die Bildung eines „Leisure Centre’s“ aus dem Schulgelände, soll die Schule sich auf Dauer selbst finanzieren. Allerdings ist die Schule mit ihren vielen Sport- und Freizeitmöglichkeiten noch zu unbekannt, um viele Besucher anzulocken, durch welche die nötigen Einnahmen generiert werden könnten. Bis die eigenen Einnahmequellen der Schule ausreichend sind, sollen Spenden die nötige Zeit überbrücken."

Wedels Rotarier haben schon Unterstützung zugesagt. Moritz Rosemeier appelliert an alle Menschen mit großem Herzen: "Auch Sie sind gefragt, das „Seametrey Children’s Village“ mit Ihrer Spende am Leben zu erhalten. Jeder Cent ist in diese Einrichtung sinnvoll und nachhaltig investiert und dies untermauern noch einmal diese zwei Aspekte: All den Kindern, denen normalerweise aufgrund der anfallenden Kosten an staatlichen Schulen Bildung verwehrt bliebe, wird an unserer Schule eine große Chance geboten, die die Kinder trotz ihres jungen Alters sehr zu schätzen wissen. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt des Unterrichts auf dem Erlernen der englischen Sprache, was den Kindern in Zukunft mit Sicherheit einige Türen öffnen wird, allem voran auf dem Arbeitsmarkt."

Wer die Schule und damit die Kinder ebenfalls unterstützen möchte, kann das unter folgender bankverbin dung tun: Rotary Hilfe eV, DE 77 2007 0024 0591 1169 00,  Deutsche Bank, Verwendungszweck: „Lehrergehälter Kambodscha“. Eine Spendenbescheidingung wird zugeschickt. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 19.11.2016)

 

 

 

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