NABU-Nistkästen ergänzen das AWO-Gartenidyll

Naturschutzbund spendiert

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Gemeinsam für die Natur mitten in der Stadt: AWO-Seniorensitzleiter Peter Schilling (von links) sowie Ralph Dieckmann, Brigitte Kleinod und Jens Sturm vom Nabu. Foto: Frenzel
Gemeinsam für die Natur mitten in der Stadt: AWO-Seniorensitzleiter Peter Schilling (von links) sowie Ralph Dieckmann, Brigitte Kleinod und Jens Sturm vom NABU. Foto: Frenzel

Das Grundstück der AWO in der Rudolph-Breitscheid-Straße ist eine Oase inmitten eines stattlichen Wohnquartiers. Hier wachsen alte und junge Bäume und Sträucher, sonnen- und schattenliebende Kräuter und Gräser. Aus dem Garten ist ein leicht verwildertes Biotop für etliche Vogelarten, Eichhörnchen und andere Kleinsäuger entstanden. An denen erfreuen sich die Bewohnerinnen und Bewohner des AWO-Pflegeheims, die Tagespflegegäste, Besucherinnen und Besucher der Begegnungsstätte sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

In der Beschreibung dieser Idylle sind sich Peter Schilling, Einrichtungsleiter der AWO, und die Aktiven des NABU Wedel einig. Peter Schilling bat den NABU Wedel um Beratung zur anstehenden Gartenpflege. Der Vorsitzende Jens Sturm, gelernter Forstwirt und Umwelttechniker, schickte ein neues Mitglied, die Biologin und Gartenplanerin Brigitte Kleinod. Diese war überrascht von der Artenvielfalt, die sich bekannterweise nur einstellt, wenn man sich bei der Pflege eines Gartens naturnah zurückhält. Und dann bekam der Einrichtungsleiter auch noch einen neuen, fachkundigen Mitarbeiter: Ralph Dieckmann, ehrenamtlich engagierter Betreuer der Streuobstwiese.

Es entstanden bereits Benjeshecken aus Schnittabfall, die wiederum Biotope und Brutplätze für beispielsweise Zaunkönig (und Zaunkönigin) bieten. Jetzt wurden für die Piepmätze auch noch Heimstätten angebracht. Zehn Nisthilfen für Höhlen- und Halbhöhlenbrüter spendete der NABU Wedel der Einrichtung. Auch die Betreuung und Säuberung der Nistkästen wird der NABU künftig ebenfalls unterstützen.

Von anderen Gartenbesitzern, Gartenpflegefirmen, Hausmeisterservicekräften und auch den städtischen Grünpflegern wünschen sich die NABU-Aktiven und Vogelfreunde deutlich mehr Sensibilität beim Umgang mit Pflanzen und Tieren in Privatgärten und öffentlichem Grün der Stadt. Mehr „Wildnis“ und Unaufgeräumtes, der Verzicht aufs Mähen, Häckseln und Laubbläsern können schon viel zur Biodiversität beitragen. "Da sind alle gefordert, alte Gewohnheiten und Ansprüche auf vermeintliche Sauberkeit und Übersichtlichkeit aufzugeben und mehr Natur in der Stadt zuzulassen. Der Lohn dafür sind Schmetterlinge und Vögel, die uns in diesen schweren Zeiten ein Lächeln ins Gesicht zaubern können", sagen die NABU-Aktiven. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, mit Material des Nabu, November 2022)

Letzte Änderung: 03.11.2022

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