"Nachbarschaftshilfe Wedel" arbeitet mit Hochdruck

Helferinnen und Helfer erbringen wertvolle Arbeit für das Gemeinwesen.

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Soverän am Telefon: Beatrice
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Soverän am Telefon: Beatrice
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Johanna im Einatz! Natürlich gut gelaunt!

"Bürgersinn" ist für sie kein Fremdwort sondern Selbstverständlichkeit. Ohne ihr Engagement würde es in Wedel vielen schlechter gehen - die Rede ist von den Aktiven der Nachbarschaftshilfe Wedel, die auch in der zweiten großen Einschränkungsphase der Corona-Pandemie voll in Aktion sind.

"Mittlerweile haben wir über 1300 Einkäufe erledigt. Schwerpunkt aktuell sind die Einkaufshilfen für die Mitbürger der Risikogruppe. Das sind größtenteils die älteren Menschen, aber auch Personen, die aus anderen Gründen der Risikogruppe angehören, wie beispielsweise eine alleinerziehende Mutter mit einem chronisch kranken Kind, die derzeit lieber zu Hause bleibt", berichtet Andreas Langensee, einer der Motoren der Initiative.

Das Procedere: "Wenn jemand zu Hause bleiben muss oder möchte, meldet man sich einfach bei uns, entweder im Internet unter www.nh-wedel.de oder telefonisch unter 04103-9285282 und gibt seinen Einkaufswunsch an. Sobald ein Helfer diesen Einkaufswunsch annimmt, meldet dieser sich telefonisch und klärt noch einmal letzte Details ab und erledigt dann den Einkauf und bringt diesen zum Hilfesuchenden nach Hause", erläutert er.

In Spitzenzeiten standen mehr als 120 Helferinnen und Helfer parat. Derzeit sind circa 60 Kräfte für die Einkäufe und hinter den Kulissen für die Nachbarschaftshilfe Wedel aktiv. " Wir sind aber so flexibel aufgestellt und vorbereitet, dass wir bei steigendem Bedarf, bei weiteren Einschränkungen und einer damit einhergehenden größeren Nachfrage nach Einkaufshilfe schnell weitere Unterstützungaktivieren können."

Der große Vorteil sei, dass Helferinnen und Helfer sich zu keinen Zeiten oder eine Stundenanzahl verpflichten müssen. Jeder kann dabei sein, wann und so viel er oder sie kann. "Wir stellen alle Einkäufe in ein System und jeder Einkaufshelfer kann die Einkäufe „annehmen“, die geschafft wrden.. So haben wir Leute, die zum Teil jeden Tag einkaufen gehen und auch welche, die nur ein Mal pro Woche dabei sind. Jede Unterstützung zählt hier", so Andreas Langensee.

Das gilt ebenso für Aktiven am Telefon, die die Einkaufswünsche annehmen. Hierfür brauchen sie nur eine Smartphone-App und können dann aktivieren, sobald Zeit vorhanden ist und Anrufe entgegennehmen. Auch hier steht Flexibilität oben an: Jeder hilft, wenn es bei ihm beziehungsweise ihr passt. "So haben wir viele Helfer, die selber Teil der Risikogruppe sind und so unkompliziert von zu Hause am Telefon helfen können." Beatrice ist eine im Team. "Seit März 2020 bin ich als ehrenamtliche Telefonistin der Nachbarschaftshilfe Wedel aktiv. Nicht nur die die Einkaufswünsche der Bedürftigen entgegenzunehmen, für sie da zu sein, sondern auch mit einem großartigen Team zusammenarbeiten zu können, bereitet mir Freude und es motiviert zugleich“, sagt sie

Mit dabei ist ein Querschnitt durch die ganze Bevölkerung: vom Schüler, der Einkäufe erledigt bis zur Rentnerin, die Anrufe entgegennimmt. Viele Menschen sind derzeit in Kurzarbeit oder im Homeoffice und haben daher die Zeit, anderen Menschen zur Seite zu stehen. Johanna Stelter ist 18 Jahre alt und der Nachbarschaftshilfe wegen eines verpflichtenden Schulprojektes beigetreten. "Da mir die Nachbarschaftshilfe allerdings so gut gefällt, möchte ich mich auch noch über das Schulprojekt hinaus engagieren und gehe für hilfsbedürftige Menschen gern einkaufen“, sagt sie.

Andreas Langensee: "Unsere Helferinnen und Helfer beachten selbstverständlich alle Corona-Regeln und schützen damit sich und unsere hilfsbedürftigen Mitbürger, in dem wir alle entsprechende Masken tragen, für eine Desinfektion sorgen und die Einkäufe kontaktlos an die Hilfesuchenden übergeben." (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH,18.1.2021)

 

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