"OM" für gesundheitsbewusste Löwen

Mitglieder des Lions Club Elbmarsch informierten sich bei einem Vortrag von Ute Laser, Nicole Schröter und Peter Laser im Hotel Senator Marina über "Yoga und Meditation".

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Yogaexperten zu Gast bei den "Löwen": Peter Laser, Ingenieur und überzeugter Yogaschüler, (v.links), Ute Laser und Nicole Schröter dritte. und vierte v. links, zertifizierte Yogalehrerinnen, mit Lions Club Elbmarsch-Präsidentin Ursula Jöhnk (zweite v. links).
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Ute Laser (v.links) und Nicole Schröter zeigen eine Variante des Baumes.
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Jeder so, wie er kann... Nicole Schröter zeigt eine akrobatische Übung.
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Jeder so, wie er kann... Nicole Schröter zeigt eine akrobatische Übung., Jeder so, wie er kann... Nicole Schröter zeigt eine…

Jedes Jahr beginnt mit guten Vorsätzen. Die Pfunde sollen purzeln und der Alltagsstress reduziert werden. Die Fitnessclubs sind im Januar voll mit Menschen, die Körper und Geist wieder in Einklang bringen wollen und wer es so nicht schafft, sucht sein Heil in den Pillen der Pharmaindustrie, die fast alles versprechen.

Doch neuerdings erfreut sich als Alternative die aus Indien stammende Yoga-Lehre als Gesundheitsbringer wachsender Beliebtheit. Vorurteile, dass Yoga nur etwas für räucherstäbchenliebende Esoteriker und gelenkige Akrobaten ist, gehören längst der Vergangenheit an. Yoga boomt und mit dem Trend und dem übermäßigen Angebot ist es für den Laien schwierig, die geeignete Variante der Lehre zu finden. Peter Laser, Ehemann von Yogaexpertin Ute Laser, kennt die Problematik.

"Der Markt ist unübersichtlich und es gibt alle möglichen Spielarten von Yoga und Auswüchse, die nichts damit zu tun haben. Wichtig ist es zunächst zertifizierte Yogalehrer zu finden, die ihre Schüler richtig vorbereiten, sonst drohen Verletzungen", erklärte der gelernte Ingenieur.

Der früher "Ungläubige", wie er sich selbst bezeichnet, belächelte damals noch die Leidenschaft seiner Frau Ute. Eine verlorene Wette brachte den Unternehmensberater zu seiner ersten Yogastunde.
"Ich war zunächst überrascht, wo ich nach dem Training überall Muskelkater hatte und das, obwohl ich durchaus sehr sportlich war. Diese erste Stunde hat mich überzeugt. Mittlerweile weiß ich, dass Yoga und Meditation, als ein Teil des Yogas, unglaublich viele Vorteile für den Körper haben. Es stärkt zum Beispiel das Gleichgewicht und die Stabilität. Fördert die Geschmeidigkeit der Gelenke. Ist gut für den Kreislauf, beugt Herz- und Kreislaufbeschwerden vor und verbessert die Konzentrationsfähigkeit und geistige Fitness", erläuterte Peter Laser den interessierten Lions Club Elbmarsch-Mitgliedern leidenschaftlich.

Die Anfänge des Yogas, eine Verknüpfung von Spiritualität, Philosophie und Atmungstechniken liegen im antiken Indien. Sicher ist, dass wohl Buddha um 500 v.Chr. schon im Yoga geschult wurde. Laut der Referentin Ute Laser, hat schon Aristoteles, Yogis bewundernd, als "entspannt und still sitzende Leute beschrieben".
In der Spätantike entstand dann die Lehre vom Yoga als Philosophie der drei Wege: Jnana, damit ist das Wissen und die Wahrheit gemeint. Bhakti, das ist die Hingabe an das Göttliche oder die Religion und Karma, hiermit ist das eigene Handeln oder die Tat gemeint.

Im Mittelalter wurde Yoga durch den Zen Budhismus und durch Tantra, eine esoterische Strömung der indischen Philosophie beeinflusst. Dazu kamen im 15.Jahrhundert noch Texte zur körperlichen und seelischen Reinheit mit Haltungen und einer Atmungstechnik, die wohl ein Vorläufer der Meditation waren.

"Erst Ende des 19.Jahrhunderts eroberte diese Lehre dann auch den Westen. Dabei vermischte sich britisches Gymnastik, das von Kolonialherren nach Indien gebracht wurde mit dem ursprünglichen indischen Yoga. Außerdem entdeckten Frauen diese bis dahin nur von Männern praktizierte Sportart, Philosophie und Lebenslehre für sich.

Eugenie Strakaty, auch als schwedisch-russisch-amerikanische Schauspielerin Indra Devi bekannt, schaffte es mit ihrer Beharrlichkeit von einem Yogalehrer als Schülerin akzeptiert zu werden. Sie war dann auch die erste Yogalehrerin", referierte Ute Laser kurz die historische Entwicklung.

Dass heute Frauen mehr den klassischen Lotussitz ausprobieren oder die Haltung der Taube, des Frosches oder der Kobra einnehmen, liegt vor allem am "fehlenden Wettbewerb, den Männer oft so lieben", vermutet Yogalehrerin Nicole Schröter."Beim Yoga muss man nicht perfekt sein. Man lernt Akzeptanz. Es geht vielmehr um die individuelle bewusste Verbindung von Atmung, Körperbewegungen und Entspannung also Body, Mind and Soul und da sind alle ganz unterschiedlich zum Beispiel in den konstitutionellen Voraussetzungen", ergänzte Ute Laser.

Vor den ersten Übungsstunden führen, so die Expertinnen, gut ausgebildete Studios erst ein Gespräch mit den Neumitgliedern durch, um individuell die Vorkenntnisse, Leistungsfähigkeiten und Motive zu klären und dann den passenden Kurs auszuwählen.

Nach so viel Theorie folgte dann am Clubabend noch die Praxis. Nicole Schröter ließ bei einer einfachen Meditationsübung die Zuhörer die Augen schließen und sich auf eine entspannte Reise ins Innere begeben.
Neugierig geworden, wollten sich demnächst einige Lions Club Elbmarsch-Mitglieder auf die Matte wagen und zum Beispiel das Angebot des neu entstehenden Yoga Loft Wedel ausprobieren.

"Ich kann mir das gut vorstellen, dass Yoga und Meditation auch etwas für mich ist. Meine Sekretärin macht es seit vielen Jahren und ist bei aller Hektik immer sehr gelassen und mir könnte es vielleicht helfen weniger ungeduldig zu sein. Zudem sind die einfachen Übungen überall schnell umsetzbar", stellte Clubpräsidentin Ursula Jöhnk nach dem Vortrag fest.(Wolf-Robert Danehl, kommunikateam, 25.01.18)

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