Polizei mahnt leichtsinnige Eigentümer

Bei einer Präventionsstreife in Wedel und anderen Orten im Kreis Pinneberg haben die Beamten zahlreiche Schwachstellen entdeckt

in Leben in Wedel, Top-News

Maskierter Mann hebelt mit einer Brechstange eine Nebentür auf
Vor allem Nebentüren sind für geübte Täter leicht zu knacken. Foto: pixabay

Die Polizei hatte mehrere Teams auf die Beine gestellt, um in Wedel, Uetersen, Tornesch, Holm und Hetlingen Wohnhäuser in
Augenschein zu nehmen, die leichte Beute für Einbrecher wären. Ziel der Aktion war es, die Bewohnerinnen und Bewohner der Häuser und Wohnungen für das Thema Einbruchschutz zu sensibilisieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, um zukünftige Tatgelegenheiten für Einbrecher zu minimieren.

Die Beamtinnen und Beamten des Sachgebietes Prävention der Polizeidirektion Bad Segeberg sowie des Polizeireviers Wedel stellten zwei
unverschlossene Haustüren von Mehrfamilienhäusern sowie 23 offene Garagen und Schuppen samt frei zugänglichen Wertgegenständen wie beispielsweise Fahrrädern, Gartengeräten und Werkzeugen fest. Darüber hinaus entdeckten die Polizistinnen und Polizisten 25 Fenster in der Kippposition, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt niemand im Haus aufgehalten hatte. Des Weiteren standen 22 Leitern oder andere Aufstiegshilfen ungesichert an Hauswänden sowie 23 Fahrräder ohne jede Sicherung auf den verschiedenen Grundstücken.

Darüber hinaus registrierte eine Präventionsstreife zwei völlig überfüllten Briefkästen an zwei Einfamilienhäusern und entdeckte zwei Haustürschlüssel, die jeweils von außen in den Türen steckten.

Rund 50 Mal kam die Polizei vor Ort mit den Bewohnern ins Gespräch, machte sie auf ihre getätigten Beobachtungen aufmerksam und gab ihnen wertvolle Tipps an die Hand. Die Resonanz der Anwohner war durchweg positiv. Bei den Fällen, bei denen im Objekt niemand angetroffen werden konnte, hinterließ die Polizei einen Hinweiszettel. Obwohl es die Kollegen erneut erstaunt hat, wie viele Bürger den Dieben tatsächlich eine Tatgelegenheit liefern, bilanzierten sie ein weitestgehend positives Ergebnis der Aktion. Der Tag habe zum einen gezeigt, dass die Menschen diese spezielle Art der Präventionsarbeit dankend annehmen und zum anderen viele Gesprächsmöglichkeiten geboten.

Unverändert gilt der Grundsatz, bei verdächtigen Wahrnehmungen niedrigschwellig und schnellstmöglich den Notruf der Polizei zu wählen. Die 110 ist ein elementarer Baustein bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität. (polizei-ots, Michael Rahn/Kommunikateam, 30.11.2021)

Mit freundlicher Unterstützung von...