Polizei warnt vor Enkeltrick am Telefon

Weißt Du denn nicht, wer am Telefon ist? Mit dieser Masche haben Betrüger versucht, mindestens zwei Senioren reinzulegen und Geld zu ergaunern - glücklicherweiese vergebens.

in Leben in Wedel

Unter dem Vorwand, dass die Enkeltochter am Telefon sei und dringend Geld benötige, um eine Eigentumswohnung zu kaufen, meldete sich eine weibliche Stimme bei einer 86-jährigen Rentnerin aus Wedel und forderte zur Finanzierung der Wohnung einen fünfstelligen Betrag an Bargeld.

Eine halbe Stunde zuvor läutete das Telefon eines ebenfalls in Wedel wohnhaften Rentners. Auch in diesem Fall fragte eine weibliche Stimme am anderen Ende der Leitung nach Bargeld und gab sich mit unterdrückter Rufnummer als die Enkeltochter des 76-Jährigen aus. Im Gespräch ergänzte die Betrügerin, dass sie ohnehin gerade in der Nähe sei und das Geld daher schnell abholen könne.

Trotz intensiver Bemühungen seitens der mit akzentfreiem Deutsch sprechenden Betrügerin reagierten die angerufenen Bürgerinnen und Bürger vorbildlich auf die Anrufe und meldeten sich umgehend bei der Polizei. Vor diesem Hintergrund warnt die Polizei aktuell vor derartigen Anrufen.

Der sogenannte Enkeltrick ist ein bundesweites Phänomen, das oftmals durch überörtliche Täter begangen wird. Unbekannte Anrufer versuchen immer wieder mittels dieser Masche an Bargeld zu kommen. Der Fantasie der Betrüger sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Nicht selten werden sie am Telefon aufdringlich oder betteln regelrecht um Hilfe. Oftmals verfügen die Betrüger sogar über Detailwissen und verunsichern die Bürgerinnen und Bürger dadurch enorm.

Die Zielrichtung ist dabei immer dieselbe. Die "Opfer" sollen Bargeld besorgen und es den Betrügern aushändigen. Die Polizei ruft insbesondere ältere Menschen dazu auf, bei derartigen Anrufen hellhörig zu werden und umgehend die Polizei zu informieren. Zudem können sich besorgte Bürger bei Unsicherheit im Umgang mit derartigen Anrufen unter 04551/884-2141 an das Sachgebiet Prävention der Polizeidirektion Bad Segeberg oder an jede örtliche Polizeidienststelle wenden. Dort erhalten vermeintliche Opfer, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter örtlicher Geldinstitute, hilfreiche Hinweise. (polizei-ots, mi, 18.2.2016)

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